Schmetterling

Wir haben alle Schmetterlinge, die 2017 im Rahmen der größten heimischen Schmetterlingszählung von Blühendes Österreich und GLOBAL 2000 über die App "Schmetterlinge Österreichs" einlangten, ausgewertet. Für Sie haben wir die wichtigsten Fakten der Jahresauswertung zusammengefasst.

Wissenschaftliche Highlights

  • Häufigste gesichtete Schmetterlingsarten:
1. Platz: Admiral
(1.604 gezählte Individuen)
2. Platz: Kaisermantel
(1.569 gezählte Individuen)
3. Platz: Großes Ochsenauge
(1.413 gezählte Individuen)
Admiral Schmetterling CC-BY-NC-ND-SA Martin Aschauer Kaisermantel Schmetterling CC0 pixabay.com Großes Ochsenauge Schmetterling CC0 pixabay.com
  • Artenreichstes Bundesland ist Niederösterreich mit 96 Tagfalterarten – wenig verwunderlich, bietet dieses Bundesland mehr Lebensraum für Schmetterlinge als alle Länder in Nordeuropa zusammen, gefolgt von Kärnten mit 94 Arten und der Steiermark auf dem dritten Platz, wo dank der engagierten UserInnen 92 Arten gezählt werden konnten
  • Im Jahr 2017 wurden in ganz Österreich über 26.000 Schmetterlinge gezählt, was insgesamt über 32.000 Schmetterlingssichtungen ergibt.
  • 100 Citizen Scientists meldeten jeweils mehr als 30 Tagfalter und die 20 fleißigsten Schmettelingsbeobachter jeweils mehr als 150 Tagfalter

Russischer Bär Schmetterling CC0 pixabay.comUnter den gemeldeten Schmetterlingen befinden sich vom Aussterben bedrohte Arten und lange nicht mehr nachgewiesene Bläulingsarten. Zum Beispiel konnte die Sichtung der Berghexe 2016 zum ersten Mal überhaupt in St. Pölten bestätigt werden. 2018 versuchen die Citizen Scientists deshalb diese seltene Art in dieser Umgebung erneut zu finden. Zahlreiche Beobachtungen des Russischen Bären tragen zu einer deutlich besseren Kenntnis seiner Verbreitung bei.

App-Neuerungen 2018

Die Schmetterlings-App passt sich den Anforderungen der Citizen Scientists an. 2018 werden auf Wunsch der SchmetterlingsbeobachterInnen 32 Nachtfalterarten, 11 weitere Arten der Mohrenfalter, sowie benutzerfreundlichere Funktionen in die Schmetterlings-App aufgenommen.

Vorrang für Umweltpolitik

Mit rund 4.070 registrierten Schmetterlingsarten übertrifft Österreich alle anderen nord- und mitteleuropäischen Staaten in dieser Hinsicht. Der behutsame Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen ist Grundvoraussetzung für die Bewahrung der Vielfalt unserer Heimat. Dazu braucht es politische Rahmenbedingungen, die Umweltschutz den nötigen Vorrang geben und an den Ursachen des Schmetterlingssterbens ansetzen.