In Europa betreiben 12 von 27 EU-Mitgliedstaaten Atomkraftwerke. Insgesamt sind dort 98 Reaktoren in Betrieb, was etwa einem Viertel aller Atomreaktoren weltweit entspricht. Auf unserer interaktiven Karte sehen Sie, wo in Europa Atomkraftwerke stehen, welche Reaktoren noch laufen und welche bereits stillgelegt wurden. Der Großteil der laufenden AKW ist veraltet und stellt ein Sicherheitsrisiko dar.

Interaktive AKW-Karte

Farbcode der interaktiven AKW-Karte:

  • Orange: Hochrisikoreaktor, kein Containment
  • Gelb: Hochrisikoreaktor, älter als 30 Jahre
  • Braun: Hochrisikoreaktor, Erdbebengebiet
  • Grau: Reaktor in Betrieb
  • Schwarz: Reaktor abgeschaltet

Stand: 01.01.2026

Atomkraftwerke sind auf eine bestimmte Lebensdauer, üblicherweise 30 Jahre, ausgelegt. Die Atomlobby behauptet aber immer häufiger, dass ihre Reaktoren problemlos bis zu 60 Jahre laufen können. Meist sind die Investitionen nach ca. 20 Jahren AKW-Betrieb abgeschrieben und die laufenden Betriebskosten sind relativ günstig. Sicherheitsfragen werden gerne vernachlässigt, obwohl sich die Atomkraftwerke in Europa immer weiter vom Stand der Technik entfernen und das Risiko von Verschleißerscheinungen am Material größer wird. Die Liste der meldepflichtigen Ereignisse und die Angaben zu den Störfällen unterscheidet sich von Land zu Land je nach Qualität der jeweiligen Aufsichtsbehörden.

GLOBAL 2000 fordert daher:

  • Keine Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken, sondern Stilllegung! Kein Bau von neuen Atomkraftwerken. 
  • Globale Energiewende hin zu naturverträglicher Wind- und Solarkraft, Biomasse, Geothermie, Kleinwasserkraft und Energieeinsparung.
Potrait Patricia Lorenz, ernster Blick

„Österreich ist atomkraftfrei – aber dennoch gefährdet durch mögliche schwere Atomunfälle, da Österreich von zahlreichen alternden und störanfälligen Reaktoren in den Nachbarländern umzingelt ist. Ein schwerer Unfall würde nicht an Landesgrenzen haltmachen. Deshalb setzen wir von GLOBAL 2000 uns für den europaweiten Ausstieg aus der Atomkraft und für den raschen Ausbau erneuerbarer Energien ein.“

Patricia Lorenz, GLOBAL 2000-Anti-Atomsprecherin

Unfälle in Atomkraftwerken kennen keine Grenzen

Egal, in welchem Land wir wohnen - die Gefahren, die von Atomkraftwerken ausgehen, betreffen uns alle. Gemeinsam können wir unsere wunderschöne Natur, unsere Gesundheit und die Zukunft unserer Kinder schützen, indem wir uns gegen Atomkraft erheben. Lassen Sie uns gemeinsam handeln - unterstützen Sie heute unsere Arbeit gegen Atomkraft und für eine sichere und nachhaltige Zukunft mit Ihrer Spende!

Auch wenn wir in einem Land wie Österreich leben und uns glücklich schätzen, kein AKW und keinen hochaktiven Atommüll zu haben - die Gefahren, die von Atomkraftwerken ausgehen, betreffen uns dennoch. Gemeinsam können wir unsere wunderschöne Natur, unsere Gesundheit und die Zukunft unserer Kinder schützen, indem wir uns gegen Atomkraft stellen. Lassen Sie uns gemeinsam handeln & unterstützen Sie unsere Arbeit gegen Atomkraft und für eine sichere und nachhaltige Zukunft mit Ihrer Spende!

Minimum € 5

Für das Abschalten von Schrott-Reaktoren

FAQ Atomkraftwerke in Europa

In der EU sind aktuell 98 Reaktoren in Betrieb - verteilt über 12 von 27 Staaten. Das sind deutlich weniger als früher, als es noch 177 Reaktoren gab (1989) und wieder drei weniger als 2024. Auf der interaktiven Karte weiter oben kann man die Standorte und Eigenschaften dieser Kraftwerke einsehen.

Atomkraftwerke wurden für eine begrenzte Lebensdauer, üblicherweise 30 Jahre ausgelegt. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko von Verschleiß, Materialermüdung und technischen Defekten in Atomkraftwerken. Nach der Fukushima-Katastrophe wurden Sicherheitsüberprüfungen in allen AKW der EU durchgeführt, doch viele der angekündigten Verbesserungen lassen bis heute auf sich warten.

Die Risiken umfassen potenzielle Unfälle mit radioaktiven Freisetzungen und Entsorgungsprobleme über viele Generationen, denn die Frage des Atommülls bleibt ungelöst. Die historische Erfahrung mit schweren Unfällen wie Tschernobyl zeigt, dass große Kontaminationen weite Teile Europas betreffen können. Die Katastrophe in Fukushima mit drei Kernschmelzen zeigt, dass die Folgen jahrzehntelang nicht bewältigt werden können.

Die meisten Atomkraftwerke werden weit über ihre ursprünglich geplante Lebensdauer betrieben. Das erhöht die Gefahr von Materialermüdung und sicherheitsrelevanten Problemen. Alte Anlagen gelten als risikobehafteter - Laufzeitverlängerungen sind daher als gefährlich einzustufen.

Nein. Atomkraft ist aus Sicht von GLOBAL 2000 keine Lösung für die Klimakrise. Sie ist teurer als erneuerbare Energien, neue Reaktoren benötigen sehr lange Bauzeiten von durchschnittlich 20 Jahren und können daher bis 2040 kaum zur nötigen Emissionsreduktion beitragen. Zudem ist Atomkraft mit hohen Sicherheitsrisiken verbunden und das Problem des radioaktiven Atommülls bleibt ungelöst. Erfahren Sie mehr zu den Mythen über Atomkraft.

Statt auf Atomkraft zu setzen, befürwortet GLOBAL 2000 den Ausbau von Wind- und Solarenergie, Biomasse, Geothermie, kleinen Wasserkraftanlagen und Maßnahmen zur Energieeinsparung sowie Effizienzsteigerung. Diese erneuerbaren Energieformen sind umweltfreundlich und weisen natürlich keinerlei  Risiken wie radioaktiven Müll oder Unfälle auf. Erneuerbare Energien fördern zudem die Unabhängigkeit Österreichs. (Der Großteil des in europäischen Atomkraftwerken eingesetzten Urans kommt aus Krisenstaaten, lesen Sie mehr dazu.)

Atomkraft in den einzelnen Ländern Europas

Unter "Alles zum Thema" finden Sie detaillierte Informationen zur Atom-Geschichte, den einzelnen Atomkraftwerken in Europa und den wichtigsten Störfällen:

Belgien Flagge

Atomkraft in Belgien

Flagge von Belarus

Atomkraft in Belarus

Bulgarien Flagge

Atomkraft in Bulgarien

Deutschland Flagge

Atomkraft in Deutschland

Finnland Flagge

Atomkraft in Finnland

Frankreich Flagge

Atomkraft in Frankreich

Großbritannien Flagge

Atomkraft in Großbritannien

Italien Flagge

Atomkraft in Italien

Litauen Flagge

Atomkraft in Litauen

Niederlande Flagge

Atomkraft in den Niederlanden

Rumänien Flagge

Atomkraft in Rumänien

Schweden Flagge

Atomkraft in Schweden

Schweiz Flagge

Atomkraft in der Schweiz

Slowakei Flagge

Atomkraft in der Slowakei

Slowenien Flagge

Atomkraft in Slowenien

Spanien Flagge

Atomkraft in Spanien

Tschechien Flagge

Atomkraft in Tschechien

Ukraine Flagge

Atomkraft in der Ukraine

Ungarn Flagge

Atomkraft in Ungarn