Mit Ihrer Hilfe die Inbetriebnahme von Mochovce Reaktor 3 stoppen

Update Februar 2022: Am 24. Jänner 2022 veröffentlichte die slowakische Atomaufsicht ÚJD den endgültigen Entwurf der Betriebserlaubnis: Wir haben mit Ihrer Unterstützung und gemeinsam mit mehreren besorgten Atomingenieuren des Projekts, einen Einspruch gegen die Inbetriebnahme eingelegt. Dieser Einspruch wurde nun abgewiesen und der Schrott-Reaktor soll mit März in Betrieb gehen. Vertuschte Mängel, systemischen Versagen oder vergessene Sicherheitsupdates – dieser Reaktor ist ein einziger Skandal und darf im März 2022 nicht in Betrieb genommen werden. Wir bringen deshalb eine Anzeige bei der slowakischen Kripo ein.

Das ist nur mit Ihrer Hilfe möglich. Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende, damit wir mit allen Mitteln gegen eine Inbetriebnahme des Reaktors weiter vorgehen können.

Hier unsere Kontodaten, falls Sie direkt spenden wollen:

  • IBAN: AT24 2011 1822 2084 4701
  • Verwendungszweck: Mochovce

Der Mochovce-Krimi

Der Kampf gegen das AKW Mochovce ist ein langer, und zugegeben, oft auch zermürbender. Doch dieser Einsatz lohnt sich. Denn mit Ihrer Hilfe können wir uns nun schon seit vielen Jahren gegen das AKW Mochovce einsetzen - und das erfolgreich. Denn ohne unser aller Einwände würde der Schrott-Reaktor mit all seinen vertuschten Mängeln wohl schon seit Juli 2019 am Laufen sein. Ohne Ihre Unterstützung, wären die unzähligen Baumängel und Dokumentenfälschungen so nicht ans Tageslicht gekommen.

Die wichtigsten Meilensteine der letzten drei Jahre

  • Im März 2019 starten wir die Petition "Stopp Mochovce", in der wir eine Verhinderung der Inbetriebnahme fordern. Veraltete Technik und ein mangelndes Sicherheits-Konzept sind nur zwei der vielen belastenden Punkte.
  • Im April 2019 wenden sich mehrere ehemalige Arbeiter und Ingenieure des slowakischen AKW-Bauprojektes Mochovce 3 mit besorgniserregenden Fotos und Dokumenten an uns, die gravierende Baumängel am Reaktor aufdecken. Sie belegen auch, dass die Sicherheitshülle beschädigt ist.
  • Im Mai 2019 bringen Ihre und die gesammelten 260.000 weiterern Petitionsunterschriften für "Stopp Mochovce" auch Bundeskanzler Kurz endlich zum Handeln und er verspricht sich bei der slowakischen Regierung für eine unabhängige, internationale Überprüfung des AKWs einzusetzen.
  • Der politische Druck wächst - und wirkt! Denn noch im selben Monat wird die geplante Inbetriebnahme des Reaktors für Juli 2019 erfolgreich verhindert und eine internationalen Prüfung der Baustelle durch die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) mit Beteiligung eines österreichischen Beobachters erwirkt.
  • Im Juni 2019 und Dezember 2019 treten wieder Whistleblower mit belastendem Material an uns heran. Darunter auch ein leitender Ingenieur, der Beschädigung wichtiger Bohrleitungen bestätigt. Es werden hier unter anderem ganze 288 Zertifikate von Rohrleitungen als gefälscht identifiziert.
  • Im Februar 2020 decken wir auf, dass die Notstromaggregate, die für die Notkühlung im Falle einer Katastrophe dienen sollen, jederzeit ausfallen können. Zu so einem Ausfall kam es 2011 bei der Atomkatastrophe von Fukushima.
  • Im April 2020 wird - trotz fehlender Reparaturen der Mängel und ungelöster Probleme - eine Betriebsgenehmigung der AKW-Betreiber beantragt. Wir geben eine vernichtende technische Stellungnahme ab - daraufhin wird das Verfahren wiederholt.
  • Im September 2020 weigern sich die Reaktorbetreiber, die Ergebnisse der Internationalen Prüfung der IAEO zu veröffentlichen. Uns gelingt es, diesen Bericht im November 2020 für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wie erwartet, deckt dieser erhebliche Sicherheitsmängel auf. 
  • m Februar 2021 wird erneut eine Betriebsgenehmigung der Reaktorbetreiber beantragt. Im selben Monat wendet sich erneut einer der Whistleblower mit belastenden Fotos an uns.
  • Am 13. Mai 2021 wurde eine Betriebserlaubnis für den Reaktorblock III in Mochovce veröffentlicht. Unsere juristischen und inhaltlichen Experten und Expertinnen haben diese übersetzt und analysiert und haben innerhalb von 14 Tagen eine Anzeige in der Slowakei und auch bei der EU Kommission eingebracht.
  • November 2021 wenden sich ein Whistleblower mit belastenden Dokumenten an uns: minderwertige Materialien, die schon rosten, und falsch montierte Stahlseile werden bei der Konstruktion der Flugzeugabsturz-Netze verwendet. Ein Ingenieurbüro in Wien bestätigt außerdem, dass die Netze keine Sicherung bieten, wenn verkehrsüblichen Passagier- oder Frachtmaschinen über dem Atomkraftwerk abstürzen würden.

Aktuelle Entwicklungen 2022

  • Im Jänner 2022 hat die slowakische Atomaufsicht ÚJD entschieden, dass unser Einspruch gegen die Betriebserlaubnis abgelehnt wird. In Zusammenarbeit mit kritischen Ingenieuren, die früher am Mochovce-Projekt gearbeitet haben und jetzt als Whistleblower vor der Inbetriebnahme warnen, werden wir auf eine technische Überprüfung der Baustelle und eine Offenlegung aller Sicherheitsreports drängen.
  • Im Februar bringen wir die vertuschten Mängel und das fahrlässige Handeln der Atomaufsicht bei der slowakischen Kripo zur Anzeige um eine Inbetriebnahme des Schrottreaktors im März 2022 zu verhindern.

Helfen Sie uns durchzuhalten mit Ihrer Spende. Damit geben Sie uns die Möglichkeit, langfristig an schwierigen Problemen dran zu bleiben. Dieser Reaktor darf nicht in Betrieb genommen werden. Jeder Beitrag hilft, das zu verhindern. Danke!

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