BIOSCALES - Gemeinsam die Bioökonomie nachhaltig gestalten

Optimierung von Innovationsökosystemen der Bioökonomie für Substitution, Kreislauffähigkeit und Langlebigkeit zur Überwindung von Zielkonflikten der Nachhaltigkeit.

BIOSCALES befasst sich mit den Herausforderungen der Bioökonomie als Weg zu einem nachhaltigen Wirtschaftssystem, das ökologische, soziale und wirtschaftliche Kompromisse in Einklang bringt.

BIOSCALES beschäftigt sich mit der Frage, wie die Bioökonomie zu einem nachhaltigen Wirtschaftssystem beitragen kann – einem System, das ökologische, soziale und wirtschaftliche Interessen miteinander verbindet. Trotz zahlreicher Initiativen auf europäischer Ebene bestehen weiterhin wichtige Zielkonflikte, zum Beispiel zwischen Klimaschutz und dem Erhalt der Biodiversität, zwischen der Nutzung von Biomasse und dem Schutz der Ökosysteme oder bei der Frage, wie Flächen genutzt werden sollen.

BIOSCALES verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und konzentriert sich auf drei zentrale Wege, um die Bioökonomie nachhaltiger zu gestalten:

  1. Produkte länger nutzen: Biobasierte Produkte sollen möglichst lange verwendet werden, damit ihr wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Nutzen maximiert wird.
  2. Biomasse im Kreislauf nutzen: Biomasse soll möglichst effizient und mehrfach genutzt werden. Dadurch lassen sich Abfälle vermeiden und der Bedarf an neuer Biomasse verringern.
  3. Konventionelle Produkte ersetzen: Energieintensive Produkte sollen durch nachhaltige biobasierte Alternativen ersetzt werden. Entscheidend ist dabei, dass diese Alternativen tatsächlich bestehende Produkte und Produktionsprozesse ersetzen – und nicht einfach zusätzliche Produkte auf den Markt bringen.

Ziel des Projekts

Fünf Fallstudien in Rumänien, den Niederlanden, Spanien, Österreich und Schweden zeigen, wie diese Ansätze unter unterschiedlichen geografischen und gesellschaftlichen Bedingungen funktionieren können. Gemeinsam mit Unternehmen, Forschungseinrichtungen, öffentlichen Institutionen, Bürger:innen und weiteren Akteur:innen werden Lösungen entwickelt, gestaltet und auf ihre Nachhaltigkeit und Praxistauglichkeit geprüft.

Dabei geht es darum, für jedes Innovationsökosystem konkrete nachhaltige Zielbilder (SOTS) zu entwickeln: Wie kann eine nachhaltige Bioökonomie vor Ort konkret aussehen und welche Schritte sind notwendig, um dieses Ziel zu erreichen?

Für jedes dieser Zielbilder wird untersucht, ob die vorgeschlagenen Lösungen technisch und wirtschaftlich umsetzbar sind und ob sie von den Menschen, die sie nutzen sollen, akzeptiert werden.

Ein wichtiger Bestandteil von BIOSCALES ist Open Science. Wissen und Ergebnisse sollen transparent und zugänglich sein und den Austausch zwischen verschiedenen Akteur:innen sowie die Beteiligung der Öffentlichkeit fördern.

Damit auch andere Regionen und Innovationsökosysteme von den Erfahrungen profitieren können, entwickelt BIOSCALES ein Selbstbewertungstool, Online-Lernmodule und praktische Ressourcen. Damit können Akteur:innen auch außerhalb der fünf Fallstudien ihr eigenes Innovationsökosystem analysieren, nachhaltige Zielbilder entwickeln und konkrete Schritte für die notwendige Transformation ableiten.

So trägt BIOSCALES dazu bei, die Bioökonomie nicht nur innovativer, sondern auch nachhaltiger, kreislauforientierter und gesellschaftlich akzeptierter zu gestalten.

Partner:innen

 

  • Universität Graz, Österreich (Leadpartner)
  • FRAUNHOFER-GESELLSCHAFT ZUR FORDERUNG DER ANGEWANDTEN FORSCHUNG EV, Deutschland
  • WAGENINGEN UNIVERSITY, Niederlanden
  • UNIVERSIDAD DE ZARAGOZA, Spanien
  • INTERNATIONALES INSTITUT FUER ANGEWANDTE SYSTEMANALYSE, Österreich
  • WHITE RESEARCH SRL, Belgien
  • B.T.G. BIOMASS TECHNOLOGY GROUP BV, Niederlanden
  • STRATECO OG, Österreich
  • FUNDACION CORPORACION TECNOLOGICA DE ANDALUCIA, Spanien
  • NOSTAR - ASOCIATIA PENTRU DEZVOLTARE, INOVARE SI TRANSFER DE CUNOSTINTE, Rumänien
  • S.PRO - SUSTAINABLE PROJECTS GMBH, Deutschland
  • GOETEBORGS UNIVERSITET, Schweden
  • stichting Bioenergiecluster Oost-Nederland, Niederlanden
  • CONSEJERIA DE AGRICULTURA , PESCA, AGUA Y DESARRO, Spanien
  • EDERATIA NATIONALA A PRODUCATORILOR DIN AGRICU, Rumänien

Ihre Ansprechpartnerin

Karolina Hötzeneder
GLOBAL 2000/ Mira Nograsek

Karolina Hötzeneder

Teamleiterin & Projektkoordinatorin

 

Karolina engagiert sich für die Wiederherstellung intakter Ökosysteme und entwickelt Projekte zur Stärkung der Artenvielfalt.

 

 

aktuelle Projekte:

 

Horizon Europe Bioscales

Hoizon Europe Reaction

Tribio Projekt

Fördergeber:

Funded by the European Union. Views and opinions expressed are however those of the author(s) only and do not necessarily reflect those of the European Union or REA. Neither the European Union nor the granting authority can be held responsible for them.

Laufzeit: 1. September 2026 - 31. August 2030

Finanzierung: Geplantes Gesamtbudget: € 3.999.753.50, geplante Gesamtfördersumme: € 3.999.753,50 (100% gefördert), gesamtbudget: € 117.986,53 und geplante GLOBAL 2000 Fördersumme: € 117.986,53, Eigenmittel GLOBAL 2000: € 0,-, keine Kofinanzierungen (Fördergeber:innen, € 0,-).