Atom

Österreich: 100 Prozent atomstromfrei
Nach jahrelangem Ringen setzte Österreich als erstes Land eine lückenlose Stromkennzeichnung um: Atomstrom bekommt ein Mascherl und kann sich nicht mehr hinter "Graustrom" / "Strom unbekannter Herkunft" verstecken. Tricksereien der heimischen Energieversorger werden vor den Vorhang gezerrt, die bewusste und transparente Entscheidung für sauberen, unabhängigen Ökostrom wird möglich.

 

Keine Leistungserhöhung beim AKW Gundremmingen (Bayern)
Mithilfe von 17.000 Unterschriften von UnterstützerInnen konnte GLOBAL 2000 die Leistungserhöhung der letzten beiden Siedewasserreaktoren in Deutschland verhindern. Der Antrag wurde vom Betreiber zurückgezogen.

 

 

Investoren springen ab bei AKW Hinkley Point C
Österreich klagt die Europäische Kommission wegen der fehlerhaften Entscheidungen zu Atom-Subventionen für das 34-Milliarden-Euro-Projekt – 20.000 Stellungnahmen über GLOBAL 2000 und intensive Gespräche mit der Regierung haben zu dieser mutigen Klage beigetragen, die schon Wirkung zeigt: Investoren springen ab.

 

Chemie

Aufdecken der Kwizda-Pestizidkontamination
In Korneuburg deckten wir die bis dato größte Grundwasserverseuchung mit Pestiziden auf. Der Pestizidhersteller Kwizda, der als Verursacher identifiziert wurde, musste sanieren.

 

 

Aus für hormonell wirksames BPA in Babyschnullern
Unsere Tests fanden die hormonelle wirksame Chemikalie BPA in neun von zehn Babyschnullern. Der Handel ließ daraufhin alle betroffenen Marken zurückrufen, die betroffenen Hersteller stellten ihre Produktion um. Österreich erließ als erstes Land ein BPA-Verbot in Schnullern.

 

Brotgetreide darf nicht mehr mit Glyphosat behandelt werden
Unsere Untersuchungen deckten auf, dass drei von zehn untersuchten Österreichern Spuren des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat (mittlerweile von WHO als wahrscheinlich krebserregend eingestuft) im Harn haben. Ursache dafür sind die in Österreich erlaubten "Vorerntebehandlungen" des Brotgetreides mit Glyphosat. Diese Praxis musste der Landwirtschaftminister drei Monate nach unseren Glyphosat-Tests verbieten.

 

Keine Bienenkiller im Wintergetreide
Im Sommer 2013 verbietet Landwirtschaftminister die Anwendung der bienenschädlichen Neinicotinoide für Wintergetreide, welches den Löwenanteil des österreichischen Ackerlandes belegt. Dieses Neonic-Verbot geht über die EU-weit geltenden Verbote hinaus und war eine unserer Forderungen.

 

BIPA und Hofer stellen Kosmetik-Eigenmarken auf "hormonfrei" um
Unser Kosmetik-Check deckte auf, dass ein Drittel der untersuchten Kosmetika hormonell wirksame Chemikalien enthält. Daraufhin stellte zuerst BIPA und dann Hofer sein komplettes Eigenmarkensortiment an Körperpflegeprodukten auf "hormonfrei" um.

 

Gesetzesänderung für Haus- und Gartenpestizide
Unsere Einkaufstests bewirkten das gesetzliche Aus für den Pestizidverkauf in Supermärkten. Bienengefährliche und gesundheitsschädliche Pestizide im Fachhandel (Gartencenter, Lagerhaus) mussten hinter Schloss und Riegel.

 

Gentechnik

Das Recht auf gentech-freie EU-Länder
Im März 2015 wurde nach langjährigem Ringen eine EU-Richtlinie verabschiedet, die es Mitgliedsstaaten erlaubt, den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen zu verbieten, auch wenn diese auf EU-Ebene zugelassen sind. Bisher haben 19 Mitgliedsstaaten um diese Ausnahme angesucht, darunter auch Österreich. Wir setzen uns dafür ein, dass nicht nur in Österreich, sondern auch in der gesamten EU Gentechnikanbau keine Chance mehr hat. Die Gentechnik-Konzerne müssen spätestens jetzt verstanden haben, dass die Mehrheit der EU-Mitgliedsstaaten Gentechnik ablehnt.

 

Klimaschutz

Klimaschutzgesetz
Nach unserer Kampagne SOS Klima bekam Österreich im Jahr 2011 ein Klimaschutzgesetz. Es ist leider ein Gesetz mit vielen Schwächen, aber seither sind wir im nationalen Klimaschutzbeirat vertreten und beraten die österreichische Bundesregierung bei der Umsetzung der Klimapolitik. Wir können somit nicht nur von außen, sondern auch von innen auf eine bessere Klimapolitik in Österreich hinarbeiten.

 

Reform des Ökostromgesetzes
2011 wurde eine Reform des Ökostromgesetzes beschlossen: Der Anteil von Ökostrom soll bis zum Jahr 2020 auf 80 Prozent steigen. Windenergie und Solarenergie werden endlich wieder ausgebaut. Damit können wir nicht nur unsere CO2-Bilanz verbessern, sondern auch die Stromimporte aus fossilen und atomaren Energiequellen verringern.

 

 

Nein zu Fracking in Österreich
2012 wollte die OMV im Weinviertel nach Schiefergas bohren. Dabei sollte die gefährliche und in Österreich noch unerprobte Fracking-Methode zur Anwendung kommen. Nach massivem Protest musste die Politik handeln. Sie hat Fracking in Österreich zwar nicht verboten, aber eine verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfung beschlossen. Kurz danach zog die OMV ihre Pläne zurück.

 

Schluss mit Kohle!
Kohle ist der klimaschädlichste und gesundheitsschädlichste fossile Energieträger. Der Verbund wirbt zwar mit 100 Prozent Wasserkraft, ist aber der größte Kohlestromproduzent des Landes. Mittlerweile hat der Verbund einen Kohleblock in Dürnrohr geschlossen und erklärt, dass er das zweite Kohlekraftwerk in seinem Besitz, in Mellach, nach dem Jahr 2020 nicht mehr betreiben wird. Die EVN hat erste Signale gesetzt, dass mit 2025 Schluss mit der Kohleverstromung sein könnte. Wir bleiben weiter dran, weil ein Ausstieg schon im Jahr 2020 möglich und notwendig ist.

 

OMV raus aus der Adria!
2015 plante die OMV entlang der kroatischen Küste der Adria gegen den Willen der lokalen Bevölkerung Ölbohrungen vorzunehmen. Sie hielt gemeinsam mit dem Partner Marathon Oil sieben von zehn Ölbohrkonzessionen. Wir haben uns auf die Seite der lokalen Bevölkerung gestellt und auf die Seite tausender ÖsterreicherInnen, die ihre Urlaubsidylle erhalten wollten und sich mit von uns organisierten Protestnachrichten an die OMV-Spitze wandten. Nach massivem Protest zog die OMV schlussendlich ihre Pläne zurück.

 

Globales Klimaschutzabkommen
Als Teil des internationalen Netzwerks "Friends of the Earth" beteiligen wir uns an der internationalen Klimaschutzarbeit und kämpfen für mehr Klimagerechtigkeit. Im Dezember 2015 wurde ein globales Klimaschutzabkommen abgeschlossen. Wir sind auf der Seite vieler Entwicklungsländer gestanden und haben uns dafür eingesetzt, dass das Ziel die globale Erwärmung auf 1,5 Grad einzugrenzen, verankert wird. Auch wenn das Klimaabkommen viele Schwachstellen hat, ist dieses Ziel nun enthalten. Wir müssen aber jetzt dafür kämpfen, dass die Umsetzung auch tatsächlich gelingt.

 

Saatgut

Die freie Vielfalt
Mit über 500.000 UnterstützerInnen haben wir 2014 die geplante EU-Saatgut-Verordnung verhindert. Diese hätte durch strenge Auflagen die vielen alten und seltenen Obst- und Gemüse-Sorten gefährdet und den Einheitssorten der Saatgutindustrie einmal mehr den Weg geebnet. Die bunte Vielfalt bleibt uns nun erhalten.

 

TTIP

Widerstand gegen Freihandelsabkommen
Seit Beginn der TTIP-Verhandlungen im Juli 2013 machen wir darauf aufmerksam, dass durch das geplante Handelsabkommen zwischen EU und USA unsere Umwelt in Gefahr ist. Die Verhandlungen geraten aufgrund enormen Widerstands hier in Österreich, aber auch EU-weit und über den Atlantik immer mehr ins Stocken.

Im April 2015 gingen anlässlich des globalen Aktionstages gegen TTIP und Co alleine in Wien 15.000 Menschen auf die Straße. Noch ist TTIP nicht fertig verhandelt. Und CETA, das Abkommen zwischen der EU und Kanada, ist zwar theoretisch fertig verhandelt, aber noch nicht abgestimmt. Noch können wir beide stoppen.

 

Nachhaltigkeitsprogramm

Umweltschonendere Produktion
Im Rahmen des Pro Planet-Projekts mit Rewe und Caritas arbeiten wir an der Verbesserung der konventionellen Produktion von Obst, Gemüse, Eier und Wein. Zum Beispiel verringern wir den Einsatz von Torf bei der Salatproduktion und arbeiten an einer verbindlichen Regelung, Europas Moore und damit wertvolle Orte der Biodiversität und wichtige Senken von CO2 zu schützen.

Darüberhinaus arbeiten wir an einer branchenweiten Initiative für eine grünere Gastronomie - u.a. für weniger Lebensmittelabfälle.

 

Pestizidreduktionsprogramm

Weniger Pestizide in konventionellem Obst und Gemüse
Unser Pestizidreduktionsprogramm arbeitet gemeinsam mit REWE an Lösungen, schädliche Pestizide in konventionellem Obst und Gemüse zu reduzieren. Seit 2015 ist der Fokus dabei auf Pestiziden, die das Hormonsystem des Menschen beeinflussen können. Durch intensive Zusammenarbeit mit den Lieferanten wurden die Rückstände von Keimhemmungsmitteln in Erdäpfeln seit 2012 mehr als halbiert.