1983: Erster Erfolg gegen das Waldsterben

1983 protestierten GLOBAL 2000-Aktivistinnen auf den Schornsteinen zweier kalorischer Kraftwerke und einer Sondermüllverbrennungsanlage mit riesigen Transparenten gegen die zunehmende Luftverschmutzung. Diese Aktionen brachten GLOBAL 2000 erstmals auf die Titelseiten der Zeitungen. Waldsterben wurde zum öffentlichen Thema und die Kraftwerke wurden mit Filteranlagen und Kraft-Wärme-Kopplungen ausgerüstet.

1984: Besetzung der Hainburger Au

Im Dezember 1984 besetzen tausende Menschen wochenlang gewaltfrei die Hainburger Au wegen eines geplanten Wasserkraftwerks. Massenproteste zwingen die Regierung zum Nachgeben. Jahre später wird das Gebiet zum Nationalpark erklärt.

1987: Erfolg für saubere Luft

Unsortierter Müll, keine Filteranlagen und geringe Recyclingquoten machten die Wiener Müllverbrennungsanlage Flötzersteig zur Giftschleuder. Umweltgifte wurden jahrzehntelang mit dem Westwind über Wien verteilt. Da die PolitikerInnen sämtliche Gefahren ignorierten, besetzten 1987 fünf AktivistInnen von GLOBAL 2000 mit einem riesigen Transparent 36 Stunden lang den Schornstein der Anlage. Aufgrund des Drucks der aufgerüttelten Öffentlichkeit wurden schließlich Rauchgaswaschanlagen eingebaut und die Wiener Müllpolitik neu konzipiert: Mülltrennungs- und Recyclingsysteme wurden eingeführt.

1997: Gentechnik ade

Mit mehr als 1,2 Millionen Unterschriften ist das Gentechnik-Volksbegehren das zweiterfolgreichste Volksbegehren in der österreichischen Geschichte. Das österreichische Volksbegehren hat europaweit eine Dynamik ausgelöst, die am Ende dazu führte, dass es in der EU zu einem Quasi-Genrtechnik-Verbot führte.

2008: Regenwald geschützt

Kolumbien, Brasilien, Indonesien, Tasmanien: An mehreren „Hotspots“ macht sich GLOBAL 2000 für den Erhalt der Regenwälder stark und bewahrt so eine Fläche vor der Zerstörung, die mindestens dreimal so groß ist wie Österreich.

2011

Endlich: Ein österreichisches Klimaschutzgesetz!

Nach unserer Kampagne SOS Klima bekam Österreich im Jahr 2011 ein Klimaschutzgesetz. Es ist leider ein Gesetz mit vielen Schwächen, aber seither sind wir im nationalen Klimaschutzbeirat vertreten und beraten die österreichische Bundesregierung bei der Umsetzung der Klimapolitik. Wir können somit nicht nur von außen, sondern auch von innen auf eine bessere Klimapolitik in Österreich hinarbeiten.

Aus für hormonell wirksames BPA in Babyschnullern

Unsere Tests fanden die hormonelle wirksame Chemikalie BPA in neun von zehn Babyschnullern. Der Handel ließ daraufhin alle betroffenen Marken zurückrufen, die betroffenen Hersteller stellten ihre Produktion um. Österreich erließ als erstes Land ein BPA-Verbot in Schnullern.

Reform des Ökostromgesetzes

2011 wurde eine Reform des Ökostromgesetzes beschlossen: Der Anteil von Ökostrom soll bis zum Jahr 2020 auf 80 Prozent steigen. Windenergie und Solarenergie werden endlich wieder ausgebaut. Damit können wir nicht nur unsere CO2-Bilanz verbessern, sondern auch die Stromimporte aus fossilen und atomaren Energiequellen verringern.

2012

Nein zu Fracking in Österreich

2012 wollte die OMV im Weinviertel nach Schiefergas bohren. Dabei sollte die gefährliche und in Österreich noch unerprobte Fracking-Methode zur Anwendung kommen. Nach massivem Protest musste die Politik handeln. Sie hat Fracking in Österreich zwar nicht verboten, aber eine verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfung beschlossen. Kurz danach zog die OMV ihre Pläne zurück.

Pestizidkontamination des Grundwassers in Korneuburg aufgedeckt

In Korneuburg deckten wir die bis dato größte Grundwasserverseuchung mit Pestiziden auf. Der Pestizidhersteller Kwizda, der als Verursacher identifiziert wurde, musste sanieren.

2013

Erstes Verbot von Bienenkillern

Unser Einsatz für die Bienen wird belohnt: Bienenschädliche Neonicotinoide für Wintergetreide, welches den Löwenanteil des österreichischen Ackerlandes belegt, werden oer Moratorium von der EU-Kommission vorübergehend verboten.

Im Sommer 2013 verbietet Landwirtschaftminister die Anwendung der Neinicotinoide für Wintergetreide, welches den Löwenanteil des österreichischen Ackerlandes belegt. Dieses Neonic-Verbot geht über die EU-weit geltenden Verbote hinaus und war eine unserer Forderungen.

BIPA und Hofer stellen Kosmetik-Eigenmarken auf "hormonfrei" um

Unser Kosmetik-Check deckte auf, dass ein Drittel der untersuchten Kosmetika hormonell wirksame Chemikalien enthält. Daraufhin stellte zuerst BIPA und dann Hofer sein komplettes Eigenmarkensortiment an Körperpflegeprodukten auf "hormonfrei" um.

2014

Die freie Vielfalt

Mit über 500.000 UnterstützerInnen haben wir 2014 die geplante EU-Saatgut-Verordnung verhindert. Diese hätte durch strenge Auflagen die vielen alten und seltenen Obst- und Gemüse-Sorten gefährdet und den Einheitssorten der Saatgutindustrie einmal mehr den Weg geebnet. Die bunte Vielfalt bleibt uns nun erhalten.

2015

Das Recht auf gentech-freie EU-Länder

Im März 2015 wurde nach langjährigem Ringen eine EU-Richtlinie verabschiedet, die es Mitgliedsstaaten erlaubt, den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen zu verbieten, auch wenn diese auf EU-Ebene zugelassen sind. Bisher haben 19 Mitgliedsstaaten um diese Ausnahme angesucht, darunter auch Österreich. Wir setzen uns dafür ein, dass nicht nur in Österreich, sondern auch in der gesamten EU Gentechnikanbau keine Chance mehr hat. Die Gentechnik-Konzerne müssen spätestens jetzt verstanden haben, dass die Mehrheit der EU-Mitgliedsstaaten Gentechnik ablehnt.

Österreich: 100 Prozent atomstromfrei

Nach jahrelangem Ringen setzte Österreich als erstes Land eine lückenlose Stromkennzeichnung um: Atomstrom bekommt ein Mascherl und kann sich nicht mehr hinter "Graustrom" / "Strom unbekannter Herkunft" verstecken. Tricksereien der heimischen Energieversorger werden vor den Vorhang gezerrt, die bewusste und transparente Entscheidung für sauberen, unabhängigen Ökostrom wird möglich.

Brotgetreide darf nicht mehr mit Glyphosat behandelt werden

Unsere Untersuchungen deckten auf, dass drei von zehn untersuchten Österreichern Spuren des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat (mittlerweile von WHO als wahrscheinlich krebserregend eingestuft) im Harn haben. Ursache dafür sind die in Österreich erlaubten "Vorerntebehandlungen" des Brotgetreides mit Glyphosat. Diese Praxis musste der Landwirtschaftminister drei Monate nach unseren Glyphosat-Tests verbieten.

OMV raus aus der Adria!

2015 plante die OMV entlang der kroatischen Küste der Adria gegen den Willen der lokalen Bevölkerung Ölbohrungen vorzunehmen. Sie hielt gemeinsam mit dem Partner Marathon Oil sieben von zehn Ölbohrkonzessionen. Wir haben uns auf die Seite der lokalen Bevölkerung gestellt und auf die Seite tausender ÖsterreicherInnen, die ihre Urlaubsidylle erhalten wollten und sich mit von uns organisierten Protestnachrichten an die OMV-Spitze wandten. Nach massivem Protest zog die OMV schlussendlich ihre Pläne zurück.

Globales Klimaschutzabkommen in Paris beschlossen

Als Teil des internationalen Netzwerks "Friends of the Earth" beteiligen wir uns seit vielen Jahren an der internationalen Klimaschutzarbeit und kämpfen für ein weltweites Klimaschutzabkommen. Im Dezember 2015 ist es soweit: 196 Staaten schließen das “Übereinkommen von Paris”. Alle Staaten verpflichten sich darauf, den weltweiten Temperaturanstieg auf maximal 1,5 Grad zu begrenzen. Dies ist ein großer Erfolg der Umweltbewegung, unseres Netzwerkes “Friends of the Earth” und unserer unermüdlichen Arbeit in Österreich und international

 

2017

562.552 ÖsterreicherInnen unterstützen Volksbegehren gegen TTIP und CETA

Schon seit 2013, seit Begnn der Verhandlungen für das Handelsabkommen zwischen der EU und den USA namens TTIP, kämpfen wir dafür, dass internationale Handelsverträge wie TTIP und CETA nicht zu Lasten von Umweltschutz- KonsumentInnenschutz, sowie demokratisch legitmierter  Prozesse geht. Die Unterstützung der ÖsterreicherInnen für unsere Arbeit ist enorm. Anfang 2017 gipfelt der Protest in einem Volksbegehren, dass über 560.000 BürgerInnen unterschreiben.

2018

Neonicoinoide: Endgültiges Aus für Bienenkiller

Im April kam das endgültige Aus für die drei bienengefährlichsten Neonicotinoide Imidacloprid, Thiamthoxam und Clothianidin im Freiland. Nachdem 2013 die EU-Kommission bereits ein vorrübergehendes Verbot aussprach, beschlossen die EU-Mitgliedstaaten nun das endgültige Verbot. Fünfzehn Jahre lang hat sich GLOBAL 2000 mit den österreichischen Imkern für ein Verbot dieser Bienengifte eingesetzt.

Weniger Pestizide in konventionellem Obst und Gemüse

Unser Pestizidreduktionsprogramm arbeitet gemeinsam mit REWE an Lösungen, schädliche Pestizide in konventionellem Obst und Gemüse zu reduzieren. Seit 2015 ist der Fokus dabei auf Pestiziden, die das Hormonsystem des Menschen beeinflussen können. Durch intensive Zusammenarbeit mit den Lieferanten wurden die Rückstände von Keimhemmungsmitteln in Erdäpfeln seit 2012 mehr als halbiert.

 

Gesetzesänderung für Haus- und Gartenpestizide

Unsere Einkaufstests bewirkten das gesetzliche Aus für den Pestizidverkauf in Supermärkten. Bienengefährliche und gesundheitsschädliche Pestizide im Fachhandel (Gartencenter, Lagerhaus) mussten hinter Schloss und Riegel.

Keine Leistungserhöhung beim AKW Gundremmingen (Bayern)

Mithilfe von 17.000 Unterschriften von UnterstützerInnen konnte GLOBAL 2000 die Leistungserhöhung der letzten beiden Siedewasserreaktoren in Deutschland verhindern. Der Antrag wurde vom Betreiber zurückgezogen.

 

Dreieinhalb Jahrzehnte Umweltschutzarbeit und vieles ist uns gemeinsam mit Ihnen gelungen. Dennoch: Die Herausforderungen, denen wir uns in Zukunft stellen müssen, bleiben groß. Wir sind an einem entscheidenden Zeitpunkt angelangt im Wandel zu einer ökologischen zukunftsfähigen Gesellschaft.