Stop Dirty Data Centers - Aktion in Wien gegen Rechenzentren

Im Rahmen des internationalen Aktionstags ‚Stop Dirty Data Centers‘ fordern wir ein Moratorium für die Planung und den Bau von Rechenzentren. Mit einer Sprühkreide-Aktion machen wir in Wien auf das Problem aufmerksam.

Vor Parteizentralen, Parlament, Bundeskanzleramt und zahlreichen Wahrzeichen finden sich heute früh Kreide-Kunstwerke mit einer klaren Forderung: Stop Dirty Data Centers. Der rasante weltweite Ausbau von KI-Infrastruktur ist in Österreich angekommen. Mehrere Rechenzentren befinden sich in Bau oder in der Genehmigung. Die Auswirkungen auf Umwelt und Bevölkerung sind jedoch erheblich.

Hannah Keller in grüner Jacke mit GLOBAL 2000 Logo auf einer Demo

 „Rechenzentren verbrauchen Unmengen an Wasser und Strom. Für den Bau werden riesige Flächen versiegelt. Das sind Böden, die landwirtschaftlich genutzt werden können, die Lebensraum für Ökosysteme bieten und uns im Kampf gegen die Klimakrise unterstützen. Gerade dieser Sommer hat uns auch gezeigt, dass Wasser auch in Österreich eine endliche Ressource ist, die wir nicht an Rechenzentren verschwenden sollten."

Hannah Keller, Klima und Energiesprecherin bei GLOBAL 2000

Internationaler Aktionstag

Am 6. und 7. November finden unter dem Claim ‚Stop Dirty Data Centersexternal link, opens in a new tab‘ europaweite Aktionstage statt. Auch wir wollen Menschen für die Thematik sensibilisieren.

Welche Probleme kommen mit den Rechenzentren?

  • Lärmbelastung
  • Umgebungserwärmung durch die Abwärme
  • Chemikalieneinträge in die Umwelt
  • höheren Strompreisen durch gesteigerte Nachfrage
  • Versiegelung von Flächen
  • Verhältnismäßig nur wenige Jobs

Weltweiter Widerstand

Bei den US-Midterm-Wahlen haben laut eines Exit Polls über die Hälfte aller Wähler:innen den Ausbau von Rechenzentren als wichtigen Faktor bei der Wahlentscheidung genannt. Bei 40 der 41 zur Wahl stehenden Maßnahmen gegen den weiteren Ausbau in verschiedenen Staaten wurden angenommen. Das zeigt, wie sehr das Thema Rechenzentren momentan die Menschen bewegt. Im ganzen Land waren Kandidat:innen, die sich gegen Big-Tech und den weiteren Ausbau positionierten erfolgreich. 

In Österreich formiert sich immer mehr Widerstand

Neben großen Umweltschutzorganisationen bilden sich Bürger:innen-Initiativen in betroffenen Gemeinden, die sich gegen die Datacenter einsetzen. Gemeinsam können wir mehr erreichen. Seien Sie Teil dieses Widerstands und unterschreiben Sie unsere Petition gegen KI-Rechenzentren oder unterstützen Sie uns mir Ihrer Spende.

Wir fordern: Menschen und Umwelt müssen Vorrang vor Konzerninteressen haben

Das bedeutet: 

  • Umfassende UVPs für alle Rechenzentren. Also ein Tatbestand im UVP-Gesetz mit niedrigen Schwellenwerten
  • Eine nationale Strategie, die klar regelt wer, wann, wo, wie, wofür und vor allem auch wie viel ausbauen darf. Denn, wenn wir souveräne digitale Infrastruktur wollen, dann dürfen wir mögliche Standorte nicht an internationale Konzerne verkaufen. 
  • Nach dem Vorbild einiger US-Bundesstaaten fordern wir einen totalen Bau- und Genehmigungstop für alle Rechenzentren, bis sämtliche rechtliche Fragen geklärt sind.

Unterstützen Sie unsere Forderungen und unterschreiben Sie jetzt unsere Petition: