Projekt „Stadt der Zukunft“: Stimmen für ein grünes Wien 2050

Am 18. Januar 2026 organisierte ein Team von sechs Teilnehmerinnen des Umweltkulturpraktikums von Global2000 eine interaktive Ausstellung in der Blumenfabrik im 7. Wiener Gemeindebezirk. Unter dem Titel „Stadt der Zukunft“ wurden Menschen aller Altersgruppen eingeladen, ihre Visionen für ein grüneres, klimafreundlicheres und sozial gerechteres Wien zu teilen.

Wie sieht dein Wien im Jahr 2050 aus?

Am 18. Januar 2026 organisierte ein Team von sechs Teilnehmerinnen des Umweltkulturpraktikums von Global2000 eine interaktive Ausstellung in der Blumenfabrik im 7. Wiener Gemeindebezirk.

Unter dem Titel „Stadt der Zukunft“ wurden Menschen aller Altersgruppen eingeladen, ihre Visionen für ein grüneres, klimafreundlicheres und sozial gerechteres Wien zu teilen.

Kreative Ideen aus der Bevölkerung

Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senior*innen gestalteten Bilder, Collagen, Gedichte, Zeichnungen und 3D-Modelle.

Ihre Beiträge zeigten, wie eine lebenswerte Stadt aussehen könnte — voller
Natur, sicherer Mobilität, Begegnungsräume und innovativer Ideen.

Die Teilnehmenden orientierten sich an Fragen wie:

  • Wie sehen Straßen in der Zukunft aus?

  • Wo begegnen sich Menschen?

  • Wie bewegen wir uns nachhaltig durch die Stadt?

  • Wo entstehen neue Parks und Grünflächen?

Ein Beispiel aus der Ausstellung:

Der Stephansdom ist so groß — da könnten ganz viele Pflanzen wachsen!“

Mitmachen, mitgestalten, mitreden

Neben der Ausstellung gab es eine Mitmach- und Bastelstation, an der Besucher:innen ihre eigenen Zukunftsideen gestalten konnten.

Auf einer gemeinsamen Pinnwand wurden Wünsche für Wien gesammelt, darunter:

  • Mehr Fahrradwege

  • Mehr Bäume und Grünflächen

  • Sicherere Gehwege

  • Mehr konsumfreie Räume

  • Mehr Orte für Begegnung, Kultur und Kunst

  • Ein klarer Appell: „Bikes first!“

Podiumsdiskussion: Wien gemeinsam gestalten

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Podiumsdiskussion, bei der Politiker:innen, Expert:innen und Besucher:innen miteinander ins Gespräch kamen.

Themen waren unter anderem:

  • Leistbares Wohnen

  • Nachhaltige Stadtplanung

  • Umweltschutz

  • Inklusion

  • Bürger:innenbeteiligung

Zentrales Fazit:

Die Stadt der Zukunft entsteht nur durch Zusammenarbeit, Mitbestimmung und Engagement.

Barrierfreie Beschreibung des Graphic Recordings:

Die Grafik ist ein Graphic Recording zur Veranstaltung „Stadt der Zukunft: Vision für ein grünes Wien von morgen“ vom 18.01.2024. Veranstaltet wurde sie unter anderem von GLOBAL 2000, kofinanziert von der Europäischen Union. Zentrale Leitfrage ist: „Wie kann ein lebenswertes und klimafreundliches Wien im Jahr 2050 aussehen?“

Dargestellt sind die Podiumsteilnehmenden: Hannah Keller (GLOBAL 2000), Heidi Sequenz (Die Grünen), Rupert Hubatsch (Bauplan), Eva Maria Kehrer (Hochschule Campus Wien, Soziale Planung) und Alice Seidl (SPÖ).

Die Inhalte gliedern sich in mehrere Themenbereiche:

Im Bereich Leistbarkeit wird betont, dass es bereits positive Beispiele gibt, zugleich aber große Herausforderungen bestehen. Soziale Nachhaltigkeit wird als wesentliche Voraussetzung für eine gerechte Stadtentwicklung hervorgehoben. Leistbarkeit gilt als entscheidend für die Akzeptanz von Klimaschutzmaßnahmen.

Unter Planung werden Transparenz, Klarheit und konsequente Umsetzung politischer Ziele genannt. Wien strebt Klimaneutralität bis 2040 an. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass rascher gehandelt werden muss. Als große Hürde wird sektorales Denken beschrieben. Statt isolierter Einzelmaßnahmen braucht es Zusammenarbeit und Koordination zwischen unterschiedlichen Fachbereichen.

Der Bereich Umwelt umfasst Energie, Bau und Mobilität. Besonders betont wird die Idee der „15-Minuten-Stadt“, in der wichtige Einrichtungen des Alltags wohnortnah erreichbar sind. Nachhaltige Mobilität und klimafreundliches Bauen werden als zentrale Hebel für die Transformation genannt.

Unter Inklusion und Beteiligung werden partizipative Prozesse als wesentlich für erfolgreiche Stadtentwicklung dargestellt. Feministische Stadtplanung wird als Ansatz beschrieben, der die Bedürfnisse aller Menschen berücksichtigt. Stadtentwicklung soll gemeinsam mit der Bevölkerung erfolgen und unterschiedliche Perspektiven einbeziehen.

Im Abschnitt Diskussion werden zentrale Herausforderungen benannt: die gerechtere Verteilung des öffentlichen Raums zwischen Verkehrsformen, klare politische Zielvorgaben – insbesondere im Bau- und Immobilienbereich – sowie die langfristige Sicherung von Klimaneutralität. Nachhaltigkeit wird als komplexe Aufgabe beschrieben, die ein gemeinsames Ziel und sichtbare Vorteile für alle braucht.

Die Vision „Wien 2050“ steht für eine lebenswerte, inklusive und klimafreundliche Stadt mit hoher Lebensqualität, starken sozialen Räumen und gesicherter Wasserversorgung. Als Kernaussage wird festgehalten, dass sektorales Denken nicht zu guten Lösungen führt und Zusammenarbeit entscheidend ist.