Störfälle und Katastrophen wie der Super- GAU von Tschernobyl haben das Vertrauen in die Atomtechnologie nachhaltig erschüttert. In den 90er Jahren haben etliche Länder in Europa ihren Ausstieg aus der Atomkraft eingeleitet. Allerdings mehren sich in den letzten Jahren die Anzeichen einer möglichen Wende: 2005 wurde in Finnland der Grundstein für das erste neue Atomkraftwerk in Westeuropa seit mehr als einem Jahrzehnt gelegt, Frankreich folgte im Dezember 2007 mit dem Baubeginn am Standort Flamanville. Atompläne haben auch andere Staaten, wie die Slowakei, Bulgarien, Tschechien, Slowenien oder die Schweiz sowie eine Reihe asiatischer Staaten wie China.  Laufzeitverlängerungen für bestehende AKW werden diskutiert oder sind für viele Atomkraftwerke schon beschlossen.
Die Befürworter preisen Atomkraft als geeignetes Mittel gegen den Treibhauseffekt. Moderne Sicherheitsstandards sollen Unfälle in Zukunft angeblich ausschließen, ein besse res Preis-Leistungs-Verhältnis soll Atomstrom billiger machen. Atomenergie als saubere, sichere und kostengünstige Zukunftsstrategie? Unsinn. Atomkraft ist nicht nur gefährlich, Atomkraft verhindert Fortschritt. Echte Zukunftstechnologien wie die erneuerbaren Energien aus Sonne, Wind und Biomasse werden immer noch vernachlässigt, ebenso wie Energieeinsparung und Energieeffizienz.
Als Umweltschutzorganisation kämpft GLOBAL 2000 seit mehr als 25 Jahren für den Atomstopp. Unsere Haltung ist klar: Das Kapitel Atomenergie soll in spätestens zwei Jahrzehnten beendet sein, damit unsere Stromversorgung endlich umwelt- und menschenfreundlich wird.