Publikation, 31.03.2020

Insektenatlas

Der Insektenatlas 2020 erzählt von Hintergrund, Folgen und Bekämpfung des Insektensterben

Sie krabbeln, fliegen oder graben sich in die Erde. Manche finden sie unangenehm, im Sommer können sie einem auf den Nerv gehen, aber im Endeffekt, sind sie unglaublich wichtig für unser Ökosystem: Insekten. Trotzdem sind sie sehr stark vom Aussterben bedroht. Grund dafür sind unter anderem Pestizide und der Verlust von Lebensraum. Wenn Schmetterling und Co. immer weniger Grünraum zur Verfügung haben, bedroht das nicht nur die 5,5 Millionen verschiedenen Insektenarten, sondern damit auch unsere Ernährung. 

Wie viel Insekten tatsächlich leisten und wie wir sie am besten schützen können, kann in der österreichischen Ausgabe des Insektenatlas 2020 – entstanden in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung – nachgeschlagen werden.

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Insektenatlas 2020

 

Das Insektensterben

In Österreich gibt es alleine etwa 700 Wildbienen- und 4.000 Schmetterlingsarten. Das sind deutlich mehr als bei unseren deutschen Nachbarn oder in anderen, größeren Ländern. Die Zahl schrumpft allerdings. Etwa die Hälfte der Tagfalter gilt als bedroht. Das liegt vor allem an uns Menschen. Denn wir verbrauchen viel Landfläche – dabei teilen wir aber nicht gerne mit anderen Lebewesen. Wir versiegeln Böden, in dem wir bunte Wiesen zubetonieren, und versprühen riesige Mengen an Pestiziden auf große Monokulturen in der Landwirtschaft. Auch durch die Klimakrise werden Insekten stark gefährdet. Extremwetterereignisse und steigende Temperaturen machen dem Lebensraum zu schaffen. Es gibt zwar auch Insekten, die davon profitieren, diese verdrängen jedoch andere Arten, was wieder zu einem Rückgang der Vielfalt führt. Insgesamt schreitet das Insektensterben also immer weiter voran.

Schmetterlinge in Wien und bedrohte Tagfalter in Wien und ganz Österreich

Leistungen für unser Ökosystem

Insekten sind unglaublich wichtig für die Natur. Sie dienen als Futtermittel für Tiere und fressen selbst tote Organismen, wodurch Mikroben abgestorbene Pflanzen schneller abbauen können. So wird die Grundlage gebildet für einen nährstoffreichen Boden. Aber auch für die Landwirtschaft leisten Insekten so einiges. Einerseits durch die Bestäubung, aber auch durch Auflockerung von Böden, sind sie entscheidend für eine gelungene Ernte.

Insektenatlas 2020

 

Insektenatlas 2020

Derzeit noch als Nischenprodukt, könnten Insekten von Bäuerinnen und Bauern auch als Tierfutter verwendet werden. Hühner und Schweine suchen naturgemäß nach den eiweiß- und fettreichen Futterquellen.

Auch für Menschen sind Insekten als Nahrung relevant. Während in manchen Ländern der Verzehr von Mehlwurm und Co. gang und gäbe ist, ist er in Österreich eher unüblich. Dabei können die kleinen Tierchen, wenn es um Nähstoffe geht, mit Rindfleisch locker mithalten – und das bei wesentlich geringerer CO2-Produktion und Flächenverbrauch.

Die unsichtbaren Systemerhalter

Insekten sind so vielfältig wie ihre Leistungen für Mensch und Natur. Oft werden sie aber gar nicht wahrgenommen. Wenn sie sich zum Beispiel im Boden oder unter Wasser verstecken. Nur wer ganz genau hinschaut und weiß, wo sie zu finden sind, kann einen Blick auf sie erhaschen.

Viele weitere spannende Fakten und Infografiken finden Sie im Insektenatlas 2020 - jetzt downloaden oder die gebundene Ausgabe bestellen.

 

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