Dem Begriff „ökologischer Rucksack“ liegt der Gedanke zugrunde, dass Güter einen „unsichtbaren Rucksack“ an Vorleistungen mit sich herumschleppen. Der Rucksack beinhaltet alle Energie- und Materialströme, die innerhalb des Lebenszyklus eines Produktes oder einer Dienstleistung entstehen. Jede Tonne Steinkohle, die wir z.B. verfeuern, trägt einen Rucksack von 5 Tonnen Materialabbau und Wasser mit sich. Dazu kommen noch ca. 3,3 Tonnen Kohlendioxidemissionen, die bei der Verbrennung entstehen. Der ökologische Rucksack von Steinkohle ist also knapp 8,5-mal, der von Braunkohle sogar insgesamt 10-mal so schwer wie die Kohle selbst. Der „ökologische Rucksack“ kann für ganz unterschiedliche Produkte und Dienstleistungen berechnet werden: für 1 kg Äpfel ebenso wie für eine Bohrmaschine oder auch für eine Taxifahrt.