Gen-Lachs

Längst werden nicht mehr nur Pflanzen gentechnisch verändert. Auch an Tieren werden durch gentechnische Eingriffe und Einschleusen fremder DNA Veränderungen im Erbgut erwirkt, die unter anderem zu schnellerem Wachstum führen sollen.

Gen-Lachs - das erste gentechnisch veränderte Tier

Nach jahrelangen Versuchen konnte die US-Firma AquaBounty Technologies trotz zahlreicher kritischer Stimmen aus der Wissenschaft ihren gentechnisch veränderten Lachs auf den Markt bringen. In Europa hat er keine Zulassung. In Kanada ist er seit 2017 zugelassen.

Die US-amerikanische Behörde für Arznei- und Lebensmittel FDA gab ihre Zustimmung zur Zulassung für den ersten gentechnisch veränderten Speisefisch. Der Gen-Lachs ist auch das erste gentechnisch veränderte Tier überhaupt, das eine Zulassung für die Vermarktung erhalten hat. Er zeichnet sich durch doppelt so schnelles Wachstum gegenüber „normalen“ Lachsen aus und liefert daher mehr „Fleisch“.

Der Speisefisch, Rote Meerbrasse, ist in Japan das erste Tier, dass mit Neuer Gentechnik manipuliert und für die Produktion zugelassen wurde. Mit der Gen-Schere CRISPR/Cas wurde ein Gen ausgeschaltet, welches Muskelwachstum hemmt.

Wie kam der Gen-Lachs durch die behördlichen Kontrollen?

Der GV-Lachs wurde von unabhängigen Wissenschafterinnen und Wissenschafter in den USA als bedenklich eingeschätzt. Im Grunde müsste jedes neue oder neuartige Lebensmittel auf seine Unbedenklichkeit für den menschlichen Verzehr geprüft werden. In der EU ist das zumindest gängige Praxis. In den USA hat die Lebensmittelbehörde dem Unternehmen AquaBounty “vertraut“, das die Unbedenklichkeit seines Produktes belegt.

Friends of the Earth US, unsere Partnerorganisation in den USA, hat zu den Bedenken eine Zusammenstellung gemacht. Sie fanden heraus, dass es bei weitem keine ausreichenden Untersuchungen zur Bedenklichkeit für den Verzehr gab. Auch aus ökologischer Sicht ist der Lachs nicht unbedenklich. Er könnte sich mit wild lebenden Lachsen kreuzen und in deren Populationen erheblichen Schaden anrichten.

Großer Widerstand in den USA

In den USA haben sich rund um die Zulassung mehr als 60 Lebensmittel-Ketten mit 9.000 Läden gegen den Verkauf des gentechnisch veränderten Lachses ausgesprochen. 1,8 Millionen US-BürgerInnen haben damals eine Petition gegen die Zulassung unterzeichnet. Laut einer Umfrage der New York Times lehnen 75 Prozent der US-BürgerInnen gentechnisch veränderte Lebensmittel ab.

Gentechnik-Tomate mit Pickerl

Keine gentechnisch veränderten Lebensmittel durch die Hintertür! Noch ist Gen-Food in der EU strikt geregelt. Jetzt aber wollen die Konzerne wie Bayer oder Corteva für größere Profite die Risikoprüfung, Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnungspflicht von Neuer Gentechnik (NGT) in Lebensmitteln aushebeln.

Damit wir auch in Zukunft wissen, was wir essen: Pickerl drauf! Fordern Sie mit uns, dass Neue Gentechnik (NGT) in Lebensmitteln reguliert und gekennzeichnet bleibt!

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