Unterstützung GLOBAL 2000

Geburt und Kinderschuhe von GLOBAL 2000

1982 – Geburtsjahr von GLOBAL 2000 - war Umweltschutz noch kein Thema und Umweltpolitik gar ein Fremdwort. Sechs junge Menschen gründeten GLOBAL 2000, um ökologische Missstände aufzuzeigen. Und mit den ersten spektakulären Aktionen rüttelten sie die ÖsterreicherInnen gründlich wach.

GLOBAL 2000: Umwelt braucht Schutz! Unser Einsatz

… gegen das Waldsterben

1983 protestierten GLOBAL 2000-Aktivistinnen auf den Schornsteinen zweier kalorischer Kraftwerke und einer Sondermüllverbrennungsanlage mit riesigen Transparenten gegen die zunehmende Luftverschmutzung. Diese Aktionen brachten GLOBAL 2000 erstmals auf die Titelseiten der Zeitungen. Waldsterben wurde zum öffentlichen Thema und die Kraftwerke wurden mit Filteranlagen und Kraft-Wärme-Kopplungen ausgerüstet.

… gegen die Zerstörung der Hainburger Au

Im selben Jahr begann GLOBAL 2000 die Besetzung der Hainburger Au zu organisieren, um den Bau des geplanten Flusskraftwerks zu verhindern. Im eiskalten Winter 1984 nahmen tausende Menschen an der Besetzung teil und blieben friedlich, selbst als die Exekutive brutal das Gelände räumte. Das Gebiet wurde schließlich zum Nationalpark erklärt.

... für saubere Luft

Unsortierter Müll, keine Filteranlagen und geringe Recyclingquoten machten die Wiener Müllverbrennungsanlage Flötzersteig zur Giftschleuder. Umweltgifte wurden jahrzehntelang mit dem Westwind über Wien verteilt. Da die PolitikerInnen sämtliche Gefahren ignorierten, besetzten 1987 fünf AktivistInnen von GLOBAL 2000 mit einem riesigen Transparent 36 Stunden lang den Schornstein der Anlage. Aufgrund des Drucks der aufgerüttelten Öffentlichkeit wurden schließlich Rauchgaswaschanlagen eingebaut und die Wiener Müllpolitik neu konzipiert: Mülltrennungs- und Recyclingsysteme wurden eingeführt.

… gegen Atomkraft

Seit mehr als 20 Jahren setzt sich GLOBAL 2000 gegen die Atomtechnologie ein. Wir recherchierten intensiv zu den grenznahen AKWs und starteten eine großangelegte Anti-Atom-Kampagne. Gegen das AKW Mochovce sammelten wir 1,2 Millionen Unterschriften und gewannen eine UN-Klage gegen die Slowakei, weil diese beim AKW-Ausbau internationales Recht gebrochen hatte. Auch gegen das tschechische AKW-Temelin machten wir uns jahrelang stark. 2011 starteten wir die Atomausstiegskampagne „Abschalten jetzt!“, für die wir über 700.000 Unterschriften sammelten. Die Kampagne „Meine Stimme gegen Atomkraft“ vereinigte Umwelt-Organisationen aus zwölf europäischen Ländern und setzt sich für ein atomkraftfreies Europa ein. Der größte Erfolg unserer jahrelangen Anti-Atom-Arbeit ist jedoch, dass die Regierung endlich unserem Drängen nachgegeben hat - Österreich wird atomstromfrei!

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