Lederschuh

Durchschnittlich kaufen die ÖsterreicherInnen pro Jahr und Kopf sechs Paar Schuhe. Italien ist traditionell das bedeutendste Land für die Lederherstellung in Europa mit 60% Anteil des gesamten in der EU produzierten Leders. Eine Studie der österreichischen Clean Clothes Kampagne und GLOBAL 2000 gibt Einblick in die Lederherstellung in Italien und beleuchtet das beliebte Leder „Made In Italy“.

Verheerende Arbeitsbedingungen

Nicht nur in Indien oder Bangladesch gilt es die Arbeitsbedingungen in Gerbereien zu verbessern. Unsere Studie zeigt auf, dass es alleine zwischen 2009 und 2013 in der italienischen Region Santa Croce 720 Arbeitsunfälle gegeben hat. Prekäre Arbeitsverträge nehmen stark zu. So sind auch Vier-Stunden-Verträge übliche Praxis geworden. 

Krankheiten durch Lederproduktion

Enorme Umweltauswirkungen

Die Gerberei-Industrie benötigt extrem viel Wasser und es fallen große Mengen toxischer Abfälle an. Pro Kilogramm Leder entstehen bis zu 6,15 Kilogramm Feststoffabfälle. Die zu klärende Abwassermenge in Santa Croce entspricht der einer Stadt mit über 3 Millionen Einwohnern – die tatsächliche Bevölkerungszahl beträgt aber nur 110.000.

Umweltbelastung durch Lederproduktion

Gute Schuhe machen länger Freude und schonen die Umwelt

Generell gilt auch beim Schuhkauf: „weniger ist mehr“ - lieber einmal ein richtig gutes Paar Schuhe kaufen, das lange in Verwendung ist, als viele billige Paare die man nur kurz oder gar nicht trägt. Gute Schuhe lassen sich auch beim Schuster reparieren und sind somit langlebig. Fragen sie außerdem immer nach dem österreichischen Umweltzeichen für Schuhe, denn dieses garantiert sozial und ökologisch nachhaltige Schuhe.

Die ganze Studie finden sie unten im Downloadbereich.