Bild: Fabrizio Monti / flickr.com

Heimliche Stromsauger gibt es vom Fernseher über den Kaffeevollautomaten bis hin zur elektrischen Zahnbürste einige im Haushalt. Auch Ladekabel, die an der Steckdose hängen, ohne dass dabei ein Gerät geladen wird, fressen Strom.

Drückt aufs Geldbörsel und schadet der Umwelt

In Zahlen ausgedrückt gehen in einem durchschnittlichen Haushalt etwa 10 Prozent des Energieverbrauchs auf Geräte im Standby-Modus zurück, was sich jährlich auf 100 Euro oder noch mehr belaufen kann.

Abgesehen davon werden durch den unnötigen Stromverbrauch auch wertvolle Ressourcen verschwendet. Der Energieverbrauch durch den ständigen Standbybetrieb in unseren Haushalten entspricht in etwa der erzeugten Leistung von zwei Atomkraftwerken.

Hochgerechnet auf alle österreichischen Haushalte werden auf diese Weise rund 811 GWh verbraucht. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von rund 350.000 Tonnen pro Jahr.

Erkennung – nicht immer leicht gemacht

Oft wird der Stromverbrauch durch das Brennen von Lämpchen angezeigt. Weniger offensichtliche Stromfresser kann man zum Beispiel an einem warmen Netzteil erkennen oder an einem leisen Brummen.

Möchte man der Sache genau auf den Grund gehen, so kann man einen etwaigen Stromverbrauch auch selber mit Hilfe eines Strommessgerätes feststellen. Ein solches kann man sich etwa beim Stromversorger oder in Verbraucherzentralen kostenlos ausleihen.

Was kann ich tun?

Am besten ist es, Geräte, die auch nach dem Ausschalten weiterhin Strom verbrauchen, entweder gleich komplett auszustecken oder diese durch eine Steckerleiste mit Schalter vom Netz zu trennen. Auch Ladegeräte sollten aus der Steckdose gezogen werden, wenn sie nicht in Betrieb sind. Bei Geräten, die gespeicherte Einstellungen verlieren, nachdem sie vom Netz genommen werden, sollte man sich überlegen, ob es nicht günstiger wäre ein neues Modell mit niedrigerem Stromverbrauch zu kaufen.

Autorin: Catrin Wartner (GLOBAL 2000-Umweltclub)

Bild: ON/OFF von Fabrizio Monti / flickr.com CC-BY-NC