PestNu H2020-Projekt

Die europäische Landwirtschaft steht vor großen Herausforderungen, unter anderem ausgelaugten Böden und einer hohen Anfälligkeit gegenüber Pflanzenkrankheiten und Schädlingen. Gleichzeitig finden wir erhöhte Pestizidrückstände in unseren Lebensmitteln und ausgewaschene Nährstoffe landen im Grundwasser und beeinträchtigen natürliche Ökosysteme.

PestNu, ein  EU-Projekt im Rahmen des Green Deals, verspricht mithilfe einer Kombination von neuen digitalen und weltraumgestützten Technologien (DWT) und agrar-ökologischen und biologischen Methoden (ABM) ein hohes Reduktionspotential im Pestizid- und Düngemitteleinsatz. Durch eine gezielte Ausbringung von Bio-Pestiziden und Bio-Düngemitteln in Kreislaufsystemen wie der Aquaponik und Hydroponik, sowie im Freiland, sollen Nährstoffverluste und Umweltverschmutzung verringert werden.



Seit Herbst 2021 arbeitet GLOBAL 2000 mit 19 europäischen Partnerorganisationen aus den Bereichen digitaler Technologien und Düngemittelherstellung, Forschungseinrichtungen, Universitäten und landwirtschaftlichen Demonstrationsbetrieben im PestNu Projekt zusammen. Die Versuchsflächen befinden sich in Spanien und Griechenland.  In der University of Thessaly (UTH), dem Aquaponik Betrieb Tilamur und dem landwirtschaftlichen Demonstrationszentrum CDTA El Mirador. 



Zu den Innovationen zählen u.a. digitales Nährstoff- und Schädlingsmonitoring mithilfe künstlicher Intelligenz, neu entwickelte biologische Pflanzenschutzmittel aus Lebensmittelabfällen und aus Abwässern gewonnene Mikroalgen basierte Bio-Düngemittel. Diese werden mithilfe von autonomen Robotern punktuell und in reduzierter Menge ausgebracht. 




Tomaten- und Paprika-Anbau

PestNu Ziele

Um zu einem gesunden, umweltfreundlichen und fairen Lebensmittelsystem in Unterstützung der EU Farm2Fork- und Biodiversitätsstrategie beizutragen, verfolgt PestNu folgende Ziele: 

  • Verringerung des Pestizid - und Düngemitteleinsatzes um 50 % bis 2030
  • Landwirtschaftliche Ertragssteigerung um 30 %
  • Produktionskostensenkung um 30 %
  • Preissenkung biologischer Lebensmittel um 20 %           

Was wir machen 


Im Rahmen des PestNu Projekts arbeiten wir von Global 2000 an der Lebensmittelsicherheit und bringen unser Fachwissen in den Bereichen Pflanzenschutz und Ökotoxikologie ein. Mithilfe des Ökotox-Index evaluieren wir die ökotoxikologischen Auswirkungen der PestNu Pflanzenschutzstrategie im Vergleich zu den Kontrollflächen. Der daraus resultierende Ökotox-Katalog kann als Grundlage für künftige Qualitätsrichtlinien und -standards dienen. Die Tomaten, Paprika und Gurken im PestNu Projekt werden nach dem PestizidReduktionsProgramm auf  Pestizidrückstände analysiert, wobei abgesehen von gesetzlichen Höchstwerten, strengere PRP-Obergrenzen und die maximale kumulative Exposition (SOE) von verschiedenen Substanzen berücksichtigt werden.

Weiters kommunizieren wir im Zuge des Projektes mit den Dienststellen der EU Kommission und bemühen uns um die Zusammenarbeit mit anderen relevanten EU-Projekten, sowie europäischen und nationalen Interessengruppen. Auf EU Ebene wird aktuell viel im Bereich digitaler Lösungen für die Herausforderungen unserer Lebensmittelsysteme geforscht. Ob sich die ökologischen und sozialen Effekte der landwirtschaftlichen Digitalisierung als positiv oder negativ erweisen, ist abhängig von verschiedenen Faktoren. Wir bemühen uns dazu beizutragen, dass die passenden politischen Rahmenbedingungen für sinnvolle, nachhaltige digitale Innovationen gesetzt werden und diese allen Interessensgruppen zugute kommen. 



PestNu Logo
PestNu wird unter der Fördervereinbarung Nr. 101037128 durch das Forschungs- und Innovationsprogramm Horizont 2020 der Europäischen Union gefördert.
 
 
 

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