PestizidReduktionsProgramm

Seit fast 20 Jahren arbeitet GLOBAL 2000 an der Pestizidreduktion bei konventionellem Obst und Gemüse. Im Rahmen des PestizidReduktionsProgramms erarbeiten wir gemeinsam mit Produzent:innen und Landwirt:innen Lösungen direkt am Feld, um den Einsatz und die Rückstände von Pestiziden bei Obst und Gemüse zu verringern.

Was ist das PestizidReduktionsProgramm?

Wussten Sie, dass ein großer Teil unserer Lebensmittel, mit Pestiziden belastet ist? Untersuchungen zeigen, dass die gesetzlich erlaubten Höchstwerte immer wieder überschritten werden. Auch Mehrfachbelastungen durch zwei und mehr Pestizide – so genannte Pestizidcocktails - sind keine Seltenheit.

Deshalb haben wir ein Programm entwickelt, das zum Ziel hat, die Pestizidbelastung in konventionellem Obst und Gemüse nachhaltig zu reduzieren. Das PestizidReduktionsProgramm (PRP) wurde 2002 erarbeitet und wird seither in Zusammenarbeit mit REWE Österreich umgesetzt.

Was sind die Ziele des PRP?

Chemisch-synthetische Pestizide gefährden unsere Gesundheit und unsere Umwelt. Strenge Grenzwerte und regelmäßige Kontrollen verringern die Pestizidbelastung von Obst- und Gemüseprodukten und verbessern so die Sicherheit von uns Konsument:innen. Der reduzierte Einsatz von Pestiziden trägt zum Schutz unserer natürlichen Ressourcen bei. Gleichzeitig wird das Gesundheitsrisiko für die Produzent:innen reduziert. Und für die Lieferanten und REWE ist das Risiko von rechtlichen Konsequenzen oder eines Imageschadens geringer, da im Rahmen der Kontrollen durch das PRP von GLOBAL 2000 die Einhaltung der gesetzlichen Höchstwerte für Pestizide auf ihren Produkte laufend überprüft wird.

Grafik: Warum brauchen wir das PRP?

Wie funktioniert das PestizidReduktionsProgramm?

Für das PRP haben wir eigene Pestizid-Obergrenzen festgelegt, die meist deutlich niedriger sind als die gesetzlichen Höchstwerte. Basis für diese PRP-Obergrenzen sind gesundheitliche Referenzwerte. Berücksichtigt wird auch die besondere Empfindlichkeit von Kindern und anderen Risikogruppen gegenüber Pestiziden.

Regelmäßige Kontrollen

Unser Team kontrolliert wöchentlich das gesamte Obst- und Gemüsesortiment von REWE (Billa, Billa+ und Penny) stichprobenartig auf die Einhaltung der geforderten Pestizidobergrenzen. Erfahrungsgemäß stärker belastete Produkte werden häufiger kontrolliert als weniger belastete, ausländische Ware genauso wie inländische. Die Rückstandsanalysen erfolgen in akkreditierten Laboren.

Alle Lieferanten von REWE Österreich müssen die strengen Vorgaben des PRPs einhalten. Überschreitet ein Produkt die Grenzwerte, wird es gesperrt, bis der betroffene Lieferant nachweisen kann, dass das Produkt wieder allen Kriterien entspricht.

Pestizide Probeanzahl nach Herkunftsländer

Zusammenarbeit am Feld

Unser Programm zeichnet aus, dass die Expert:innen von GLOBAL 2000 gemeinsam mit den Produzent:innen Lösungen direkt am Feld erarbeiten, damit weniger Pestizide angewendet werden. Dabei werden beispielsweise umweltfreundlichere Methoden erprobt, wie der Einsatz von Nützlingen an Stelle von Insektiziden oder Pflanzenstärkungsmittel und biologische Pflanzenschutzmittel gegen Pilzerkrankungen.

Transparenz

Bewusstseinsbildung und Aufklärung für Konsument:innen ist eine weitere Stärke unseres Programms. Konsument:innen sollen informierte Kaufentscheidungen treffen können. Dabei ist hilfreich, dass Billa als einzige Supermarktkette weltweit, regelmäßig alle Pestizidergebnisse auf ihrer Website veröffentlicht (Pestizidergebnisse Billa). Mit einem einfachen Ampelsystem ist ersichtlich, ob ein Produkt alle Grenzwerte einhält oder gar wegen einer Überschreitung gesperrt werden musste.

Einmal jährlich werden außerdem alle Analysenergebnisse der REWE Untersuchungen im „Statusbericht chemischer Pflanzenschutz“ ausführlich dargestellt.