Publikation, 13.03.2019

Schmetterlings-App: Ergebnisse & Auswertungen

Seit 2016 zählen wir gemeinsam mit über 13.000 fleißigen App UserInnen die bunten Falter in Österreich. Doch wie viele Schmetterlinge wurden gesichtet? Wer ist Spitzenreiter?

Wir haben alle Schmetterlinge, die 2018 im Rahmen der größten heimischen Schmetterlingszählung von Blühendes Österreich und GLOBAL 2000 über die App "Schmetterlinge Österreichs" eingingen, ausgewertet. Für Sie haben wir die wichtigsten Fakten der Jahresauswertung zusammengefasst.

Wissenschaftliche Highlights 2018

  • Häufigste gesichtete Schmetterlingsarten:
1. Platz: Kaisermantel
(5.246 gezählte Individuen)

Kaisermantel Schmetterling CC0 pixabay.com

2. Platz: Tagpfauenauge
(4.470 gezählte Individuen)

Tagpfauenauge

3. Platz: Großes Ochsenauge
(4.170 gezählte Individuen)

Großes Ochsenauge Schmetterling CC0 pixabay.com

2017 belegte der Adrimal Platz 1, Platz 2 ging an das Tagfauenauge und Platz 3 holte sich das Große Ochsenauge.

  • Artenreichstes Bundesland ist Niederösterreich mit 122 Tagfalterarten – wenig verwunderlich, bietet dieses Bundesland mehr Lebensraum für Schmetterlinge als alle Länder in Nordeuropa zusammen, gefolgt von der Steiermark mit 105 Arten und Kärnten auf dem dritten Platz, wo dank der engagierten UserInnen 103 Arten gezählt werden konnten
  • Im Jahr 2018 wurden in ganz Österreich über 88.800 Schmetterlinge gezählt, was insgesamt über 120.000 Schmetterlingssichtungen ergibt.
  • 20 Citizen Scientists meldeten mehr als 500 Schmetterlinge.

Blauschillernder Feuerfalter CC-BY Frank Vassen / flickr.comBesonders freut es uns, dass unter den Sichtungen auch wieder von Aussterben bedrohte Schmetterlingsarten sind. Beispielsweise wurde die Berghexe und der Saumfleck-Perlmutterfalter gesichtet. Der Blauschillernde Feuerfalter ist ein besonderer Hingucker und auch das Moor-Wiesenvögelchen wurde von unseren fleißigen App-BenutzerInnen entdeckt.

Die beliebtesten Schmetterlingsfotos aus der App

Diese wunderschönen Aufnahmen gelangen den UserInnen der Schmetterlinge Österreichs App. Zu sehen sind der Blauschwarze Eisvogel, der Osterluzeifalter und zwei Hauhechel Bläulinge.

Blauschwarzer Eisvogel von Alex Sommer / App "Schmetterlinge Österreichs" Osterluzeifalter von Karin Rollett-Vlcek / App "Schmetterlinge Österreichs" Hauhechel Bläuling von Anna Söllinger / App "Schmetterlinge Österreichs"

Sonderzählung Aurorafalter - die Suche nach dem Frühlingsbotschafter

AurorafalterZum Auftakt des Frühlingsboten Aurorafalters riefen wir zur Falter-Inventur auf. Im Frühjahr wurden österreichweit die männlichen Aurorafalter fotografiert und die Fotos hochgeladen. Jeder, der versucht hat den orangefarbenen Weißling abzulichten, weiß: Der flotte und flatterhafte Schmetterling ist eine Herausforderung zu fotografieren. Denn für ein Foto zu posieren ist nicht seine Stärke und Geduld der SchmetterlingsfreundInnen war gefragt. Dennoch wurden im Beobachtungszeitraum 2018 (21. März bis 22. April) 101 Fotos in die Schmetterlings-App hochgeladen. Nachdem in der App ein paar Exemplare doppelt erschienen, wurden anschließend 89 Unikate herausgefiltert. Auch im Jahr davor konnten rund 90 Aurorafalter mit der Linse eingefangen werden.

Vorrang für Umweltpolitik

Mit rund 4.070 registrierten Schmetterlingsarten übertrifft Österreich alle anderen nord- und mitteleuropäischen Staaten in dieser Hinsicht. Der behutsame Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen ist Grundvoraussetzung für die Bewahrung der Vielfalt unserer Heimat. Dazu braucht es politische Rahmenbedingungen, die Umweltschutz den nötigen Vorrang geben und an den Ursachen des Schmetterlingssterbens ansetzen.

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Downloads der Detailsauswertung

Ältere Auswertungen und wissenschaftlichen Berichte der Schmetterlings-App finden Sie unten in Downloadbereich.