2015 beschließt die OMV in einem der beliebtesten Urlaubsländer der ÖsterreicherInnen, Kroatien, nach Öl bohren. Dadurch wäre nicht nur das sensible Ökosystem in der Adria gefährdet worden, sondern auch die Lebensgrundlage vieler kroatischer Menschen, der Tourismus und die Fischerei. Aber nicht nur das: Die OMV hätte dadurch auch unser Klima geschädigt, denn Ölförderungen und -verbrennung führen unweigerlich zu hohen Treibhausgasemissionen, die wir uns aus Klimaschutzgründen nicht mehr leisten können.

Zerstörte Natur und Tourismuseinbußen

Anfang des Jahres 2015 vergab die kroatische Regierung 7 von 10 Konzessionen für Ölbohrungen an der Adriaküste an die OMV. Schon bis Juni sollten die Verträge endgültig unter Dach und Fach gebracht werden. Die kroatische und italienische Bevölkerung zeigt aber Widerstand, denn das Vorhaben bedrohte nicht nur ihre wertvolle Natur, sondern auch eine der wichtigsten Einnahmequellen, den Tourismus.

In nur 6 km Entfernung zu den kroatischen Inseln sollten die Ölplattformen entstehen. Mit den dazugehörigen Pipelines und Öltankern hätte sich das wunderschöne Landschaftsbild der kroatischen Küste dramatisch verändert. Auch Unfälle hätten nie ganz ausgeschlossen werden können: Durch die Strömungen der Adria wäre im Falle des Falles sehr rasch ein großer Teil der Adria-Küste Kroatiens und Italiens verschmutzt.

GLOBAL 2000 Kampagne SOS Adria

Gemeinsam mit unseren KollegInnen von Zelena Akcija (Friends of the Earth Kroatien) haben wir daher vor der OMV protestiert. Vor der Unternehmenszentrale im Prater wurde ein Öl-Unfall nachgestellt - der künstliche Ölteppich inmitten von Strandliegen verdeutlicht die Gefahren, die mit Ölbohrungen an der Adriaküste verbunden sind.

OMV-AktionOMV-AktionOMV

Zusammen mit unseren kroatischen PartnerInnen Zelena Akcija (Friends of the Earth Croatia) fordern wir OMV-Generaldirektor Gerhard Roiss auf, die Pläne zu den Ölbohrungen in unseren Urlaubsparadiesen fallen zu lassen und nicht gegen den Willen der kroatischen Bevölkerung nach Öl zu bohren. Außerdem starteten wir einen Online-Protest an den OMV-Generealdirektor Gerhard Roiss bei dem über 5.700 Menschen teilnahmen

Neuer OMV-CEO Rainer Seele

Im Juni 2015 nahmen wir gemeinsam mit zwanzig AktivistInnen und Greenpeace den neuen OMV-Vorstandsvorsitzenden Rainer Seele vor der Zentrale in Wien zu seinem Amtsantritt symbolisch in Empfang.

 

Unser großer Erfolg: OMV steigt aus Ölbohr-Plänen in der Adria aus

Ende Juli 2015 dann die erfreuliche Nachricht: Der heimische Ölkonzern OMV steigt aus dem Bohrprojekt in der kroatischen Adria aus. Dies teilte uns unsere Partnerorganisation in Kroatien, Zelena Akcija, mit großer Freude mit. Wir begrüßen die Entscheidung des österreichischen Konzerns OMV unter dem CEO Rainer Seele, der nur kurz nach seinem Amtsantritt einen großen Schritt in Sachen Umweltschutz gesetzt hat. Der Konzern wird die finalen Verträge nicht unterzeichnen - vorgeblich wegen der Grenzstreitigkeiten Kroatiens mit Slowenien und Montenegro.

Im Oktober 2015 legte die kroatische Regierung die Konzessionen von OMV und Marathon Oil schließlich zurück und auch Verträge mit anderen Ölkonzernen wurden nicht wie geplant unterschrieben.