Bodylotion

49 der 231 überprüften Bodylotions enthalten hormonell wirksame Chemikalien. Das entspricht einem Anteil von 21 Prozent. Vor zwei Jahren waren es noch 46 Prozent. Der Anteil an hormonbelasteten Bodylotions hat sich also fast halbiert. Parabene (Methylparaben, Propylparaben, Ethylparaben und Butylparaben) machen dabei den überwiegenden Teil der hormonellen Inhaltsstoffe aus. Bei sieben weiteren Produkten (3 Prozent), die vergällten Alkohol (Alcohol denat.) enthalten, besteht grundsätzlich der Verdacht, dass als Vergällungsmittel hormonell wirksames Diethyphthalat enthalten sein könnte.

20% statt 40% hormonbelastete Lotionen

Schon unser erster Kosmetikcheck 2013/14 zeigte, dass manche Labels Bodylotions ohne hormonell wirksame Chemikalien anbieten können und andere Labels das scheinbar (noch) nicht wollten. Dass seither der Anteil an hormonbelasteten Bodylotions um rund die Hälfte gesunken ist, deutet darauf hin, dass die Abkehr von hormonell wirksamen Inhaltsstoffen in der Kosmetikindustrie immer mehr Zuspruch findet.

Grafik: Vergleich 2013 - 2016 Anteil an Produkten mit hormonelle wirksamen Inhaltsstoffen

Ein schönes Beispiel: das Label Fruttini der Mann & Schröder GmbH: Alle sieben geprüften Bodylotions dieser Marke waren beim aktuelle Kosmtik-Check frei von Parabenen oder anderen Kosmetikhormonen. Vor zwei Jahren sah das noch ganz anders aus: damals waren neun von zehn Fruttini Bodymilks mit hormonell wirksamen Chemikalien belastet.

Infolge des Ausstiegs von BIPA, Hofer und Spar-Eigenmarken aus hormonell wirksamen Kosmetikinhaltsstoffen sind die Bodymilks und Körperlotionen der Marken MY (BIPA), Ombia (Hofer) und Beauty Kiss (Spar) nun ebenfalls auf hormonfreie Rezepturen umgestellt. Von Beauty Kiss sind aber auch noch ältere, parabenhältige Chargen im Umlauf. Hier sollten Sie sich beim Kauf vergewissern, dass der gewünschte Artikel keine Parabene enthält: Wie das geht, erfahren Sie hier.

Weitere Labels, die hormonfreie Bodylotions anbieten sind Aveo (Eigenmarke von Müller), Bettina Barty, Sebamed, Balea und viele andere (siehe Tabelle).

Bekannter Name - gefährlicher Inhalt

Andererseits gibt es nach wie vor zahlreiche Labels - darunter leider auch sehr etablierte Marken wie Nivea, Dove oder Garnier - die an der Verwendung hormonell wirksamer Kosmetikinhaltsstoffe festhalten. Die Ergebnisse aller im aktuellen Kosmetik-Check überprüften Bodylotions und Körpercremen finden Sie hier im Anhang als Download.

Alle getesteten Produkte

Grafik: Anzahl der getesteten Bodylotions mit und ohne hormonell wirksamen Inhaltsstoffen
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Eine detaillierte Auflistung der einzelnen getesteten Produkte finden Sie als PDF unten im Downloadbereich.