Hitze: Klimakrise spitzt sich zu

Wir erleben dieser Tage, wie sich eine sich zuspitzende Klimakrise anfühlt. In Kanada wurden Rekordtemperaturen nahe der 50 Grad-Marke gemessen, noch nie war es dort so heiß. Hunderte Tote, abgebrannte Ortschaften, die Infrastruktur brach zusammen.

Auch im Meer wütete die Hitze: Meeresbiologen sprechen von etwa einer Milliarde Meereslebewesen, die durch die Hitze in Küstennähe verendet sind. Auch in Kalifornien werden tausende Menschen evakuiert. Wasser wird rationiert, Wälder brennen. Dabei hat dort der Sommer erst begonnen. Die Hitze hinterlässt eine düstere Bilanz. Dass es in Kanada zu so einer verheerenden Hitzewelle kommt, ist höchst ungewöhnlich. Der starke Temperaturanstieg der letzten Jahre hat die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Hitzewellen aber deutlich erhöht.

Es ist aber nicht das einzige ungewöhnliche Ereignis, das uns dieser Tage beschäftigt: In Sibiren hatte es schon im Frühling Temperaturen über 30 °C, zehn Grad mehr als üblich und auch dort brennt der Wald. Brasilien ist von einer Jahrhundertdürre betroffen, Strom und Wasser werden knapp.

Hitzewelle in Österreich

Auch in Österreich erleben wir vermehrt Hitzewellen. Die Gefahr, dass Hitzewellen auftreten, hat sich durch den Temperaturanstieg schon verdoppelt. Der Hitzerekord im Juni war 38,6 °C. Von den zehn heißesten Juni-Monaten waren acht seit dem Jahr 2000. Aber die Zentralanstalt für Meteorologie in Österreich (ZAMG) erwartet in Zukunft auch in Österreich Temperaturen über 40 Grad. Eine weitere Untersuchung zur nächtlichen Abkühlung ergab, dass sich im Vergleich zur Periode 1961–1990 die Anzahl der warmen Nächte in der Periode 2019–2048 von 3,6 auf 22,9 in Graz und von 9,9 auf 33,6 in Wien an der Station Hohe Warte erhöhen wird.

Wir treten jetzt in die Phase ein, in der die Klimakrise wirklich ernst wird. Dabei können wir jetzt noch verheerende Auswirkungen verhindern. Alle Lösungen sind vorhanden, sie müssen nur rasch angewendet werden. Während einer Hitzewelle können Sie mit ein paar wenigen Schritten ihre Wohnräue kühlen.