Käferkeller selber bauen

Lesen Sie hier, wie Sie eine gemütlicher Herberge für Käfer aller Art in Ihrem Garten zaubern.

Käferkeller im Garten vom Frau Suppan

Der Bau eines Käferkellers ist im Grunde recht unkompliziert und kann innerhalb eines Tages erledigt werden. Was sie dafür brauchen, sind nur ein Spaten oder eine Schaufel, Totholzstücke sowie etwas Muskelkraft. Im Grunde graben sie einfach ein Loch in den Boden, füllen es mit Totholz und schon sind sie wieder fertig und haben einen wertvollen Lebensraum für Käfer, Kurzflügler, Hundertfüßer, Tausendfüßer und andere Tiere geschaffen.

Einfach, nicht wahr?

Käferkeller - Schritt für Schritt Anleitung:

  1. Graben Sie an einem eher sonnigen Platz (Morgensonne wäre ideal) mit dem Spaten ein Loch von ca. 40-50 cm Tiefe und mindestens 50x50 cm Fläche. Grundsätzlich gilt, je tiefer und größer umso besser.
  2. Achten Sie darauf, dass die Wände eher flach sind, damit Käfer und Co. gut rein und rauskrabbeln können.
  3. Den Aushub häufeln sie zu einem kleinen Damm, rund um den Rand des Loches, an.
  4. Füllen sie das Loch mit großen und kleine Totholzstücke, wie Baumstämmen, Holzscheiten und Ästen. Es können ruhig verschiedene Holzarten gemischt werden.
  5. Das Holz darf gerne den Rand des Loches überragen, so entsteht auch oberirdisch Lebensraum für verschiedenste Insektenarten. Wenn sie möchten, können sie das Holz noch zusätzlich mit Laub bedecken.
  6. Fertig für Heuer
  7. Im Laufe der Zeit wird das Holz zersetzt und das Füllmaterial senkt sich ab. Wenn es soweit ist, füllen Sie von oben Holzreste nach, die bis dahin im Garten angefallen sind.

Steinhaufen, Steinpyramiden und ähnliches werden durch einen Keller zusätzlich aufgewertet. Das Prinzip ist dasselbe, nur dass der Keller mit Steinen statt mit Holz gefüllt wird.

Viel Spaß beim Bauen!

Nationalpark Garten Plakette im Grünen

Für viele Tier- und Pflanzenarten werden geeignete Lebensräume immer seltener. Durch intensive Landwirtschaft, Verbauung wertvoller Flächen und intensiv gepflegte Grünflächen in Gemeinden und privaten Gärten, kann sich die Natur kaum noch wirklich entfalten. Das aktuelle großflächige Insektensterben, aber auch der Rückgang der Vögel, Fledermäuse, Frösche und vielen anderen Tieren ist eine direkte Folge vom Verlust ihr Lebensräume.