Neuigkeit, 29.07.2019

166 km für die Tschernobyl-Kinder

Pierre Raeven läuft 166 km quer durch die Kitzbühler Alpen - im Namen der krebskranken Tschernobyl-Kinder

Pierre RaevenDurchhaltevermögen. Resilienz. Körperliche und seelische Vorbereitung. Eine optimistische Einstellung. Ein klares Ziel vor Augen: Nicht nur beim Training für ein großes Sportevent sind diese Dinge unerlässlich - vor allem braucht man sie auf dem Weg zurück in die Gesundheit. Pierre Raeven kennt sich in beiden Angelegenheiten aus - besser als viele andere. Er ist Anästhesist und Intensivmediziner an der Medizinischen Universität Wien/AKH Wien und beschäftigt sich mit Kinderanästhesie und Kinderintensivmedizin. Während seiner früheren Erfahrungen im Kinderkrankenhaus St. Anna hat er einen Einblick in den Heilungsprozess von schwerkranken Kindern erhalten und seitdem einen besonderen Fokus auf sein Herzensthema Krebstherapie bei Kindern gelegt. Vor allem mit unserem Projekt Tschernobyl-Kinder kann sich der Arzt und Extremsportler identifizieren.

"Ich habe jetzt einen sechs Wochen alten Sohn, und es erstaunt mich immer wieder, wie viel Zeit und Mühe man einem komplett gesundem Kind widmen kann. Ich kann mir ehrlich gesagt die Sorgen der Eltern von kranken Kindern gar nicht vorstellen. Obwohl ich mich ja jeden Tag versuche hineinzufühlen, wenn ich kranke Kinder betreue."

Tschernobyl-Kinder im Kinderkrankenhaus Kharkov, Ukraine

Um diesbezüglich die Achtsamkeit zu schärfen, hat er bereits im Jahr 2017 den berühmten Ultra Trail Mont Blanc bewältigt - im Namen der Tschernobyl-Kinder. In knapp 41 Stunden hat er Europas größten Berg umrundet und dabei 172km und knapp 10.000 Höhenmeter zurückgelegt.

Erschöpfung, Hinterfragen, das Aufkeimen von Hoffnungslosigkeit

Gefühle, die Pierre Raeven in beiden Bereichen fühlen kann: Beim Laufen und während des Heilungsprozesses seiner kleinen PatientInnen. Oft entscheidet nämlich nicht der Körper darüber, ob man es schafft, das Ziel zu erreichen, sondern der eigene Kopf. Laut Pierre bestimmt fokussiertes und leidenschaftliches Denken mehr als 90 % der Leistung bei solch anstrengenden und herausfordernden Unterfangen. Um genau das der Öffentlichkeit bewusst zu machen, steckt er sich selbst ein neues Ziel - und das ist kein kleines.

Der Plan ist ein Lauf über insgesamt 166 km und 9600 Höhenmeter durch die Kitzbühler Alpen. Am 8. August 2019 soll das Ganze in Fieberbrunn in Tirol starten - das Ende ist für den 10. August 2019 angesetzt. Pro absolvierten Kilometer soll ein Euro an unser Kinderhilfsprojekt gespendet werden - dadurch möchte Pierre Raeven so viele Menschen wie möglich auf das Projekt Tschernobyl-Kinder aufmerksam machen.

In Ybbs hat er sich in diesem Sommer ein Bild davon gemacht, wie die gewonnene Hilfe ankommt. Im Zuge eines Erholungsaufenthaltes sind auch in diesem Jahr schwerkranke Kinder aus der Ukraine zu uns gekommen, um einmal einen Sommerurlaub fernab ihres Alltags zu erleben.

„Nach 2 Jahren habe ich Vertrauen in die gute Arbeit von Global 2000, insbesondere das Tschernobyl Kinder Projekt. Ich habe mit eigenen Augen gesehen, dass jeder Cent einer Spende direkt bei den Kindern landet. Ich habe „normale Kinder" in ihren Augen gesehen, die über ihre Krankheit sprechen, aber sich nicht als Opfer oder „arme Kinder" sehen. Dieser Urlaub in Österreich ist für sie eine wundervolle Gelegenheit, ihre Probleme einmal zu vergessen. Extrem beeindruckt bin ich auch von allen, die in der Ukraine und hier in Österreich so selbstlos mithelfen."

Tschernobyl-Kinder auf Erholungsaufenthalt in Ybbs mit Besuch von Pierre Raeven Tschernobyl-Kinder auf Erholungsaufenthalt in Ybbs

Sie müssen keine 166 Kilometer laufen um den Kindern zu helfen

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