Pickerl drauf-Petition: Unterstützer:innen im Interview zur Neuen Gentechnik

Comeback der alten Versprechen: Damals sollte die klassische Gentechnik den Welthunger stoppen – ohne Erfolg. Heute versprechen die selben Konzerne, dass Neue Gentechnik (NGT) die Lösung für die Klimakrise ist. Aber, stimmt das? Wir haben Unterstützer:innen unserer aktuellen Pickerl drauf-Petition aus unterschiedlichen Bereichen zu ihrer Einstellung zur Neuen Gentechnik (NGT) in der Landwirtschaft befragt.

Strenge Zulassungsverfahren werden umgangen

Gentechnisch veränderte Lebensmittel sind in der EU vom Feld bis zum Teller rückverfolgbar und gekennzeichnet. Es muss also gut sichtbar auf der Packung draufstehen, ob das Lebensmittel ein gentechnisch veränderter Organismus (GVO) ist. Aber auch wenn gentechnisch veränderte Bestandteile enthalten findet eine Kennzeichnung statt. Dies sieht zum Beispiel wie folgt aus: "enthält gentechnisch veränderten Mais". 

Doch in den letzten Jahren hat die Gentech-Lobby zig Millionen Euro in Lobbyarbeit investiert. Damit will sie das aktuell geltende EU-Gentechnikrecht für Landwirtschaft aufweichen. Konzerne wie Bayer und Corteva wollen strenge Zulassungsverfahren umgehen, um NGT ohne Risikoprüfungen und Kennzeichnung auf die Felder und in die Supermarkt-Regale zu bringen. Und als wäre das nicht schon genug, lassen sich die Konzerne Saatgut aus Neuer Gentechnik (NGT) auch noch patentieren und verlangen teure Lizenzgebühren.

Corteva-Aktion

Leider trägt die Lobbyarbeit der Chemie- und Saatgutkonzerne Früchte

Die EU-Kommission ebnete bereits den Weg für die Deregulierung des EU-Gentechnikrechts.  Außerdem griff sie bei einer Befragung im Rahmen einer öffentlichen Konsultation die leeren Versprechungen der Gentech-Lobby auf. Doch was bedeutet das für Bäuerinnen und Bauern, für Lebensmittelhersteller:innen und für uns Konsumenten:innen? Und wie wirkt es sich auf die Klimakrise aus? In unseren drei kurzen Videos blicken wir aus verschiedenen Perspektiven entlang der Lebensmittelproduktion und -verarbeitung auf die NGT.

Selbstbestimmte Ernährung

In unserem Generationen-Video treffen die Unterstützerin des erfolgreichen Gentechnik-Volksbegehren im Jahre 1997, Astrid, und der Umwelt- und Bioressourcenmanagement-Student,  Jakob, aufeinander. Sie tauschen sich zu ihren Standpunkten über NGT im Essen aus. Klar ist: Die Zukunft liegt in einer nachhaltigen Landwirtschaft und selbstbestimmten Ernährung – die Hand in Hand mit echtem Klima- und Umweltschutz geht.

Saatgut-Vielfalt ohne Konzerninteressen

Profiteure der NGT in der Landwirtschaft sind nicht die Bäuerinnen und Bauern, sondern die Gentech-Lobby! In unserem Video, dass in Kooperation mit dem Nachhaltigkeits-Pionier Werner Lampert entstanden ist, sind sich die Zurück zum Ursprung-Bio-Bauern Hans Ackerl und Robert Holzer sicher: In der Vielfalt von lokal angepasstem Saatgut liegt die Zukunft – ohne Konzerninteressen!

Transparenz bei Getreide

Barbara van Melle und Simon Wöckl führen gemeinsam die Brotbackschule „Kruste & Krume“. Sie haben die Petition „Pickerl drauf! Neue Gentechnik in Lebensmitteln regulieren und kennzeichnen“ unterschrieben. Sie erwarten sich entlang der ganzen Lieferkette vollste Transparenz von ihren Lieferantinnen und Lieferanten erwarten. Ihren Kundinnen und Kunden wollen sie Lebensmittel in hoher Qualität zum Genuss anbieten.

Schließen Sie sich Astrid, Stefan, den Bio-Bauern Hans Ackerl und Robert Holzer sowie Barbara van Melle und Simon Wöckl von Kruste & Krume an!

  • Damit Bäuerinnen und Bauern auch in Zukunft wissen, was sie auf ihren Felder ausbringen.
  • Damit sich Lebensmittel aus NGT nicht unbemerkt in die Einkaufskörbe der Konsumentinnen und Konsumenten schummeln.
  • Damit sich Gesundheitsminister Rauch, Landwirtschaftsminister Totschnig und Umweltministerin Gewessler auf EU-Ebene dafür stark machen, dass NGT auch weiterhin den strengen Regeln des EU-Gentechnikrechts unterliegt.