Landwirtschaftliches Feld

Mechanische und technische Alternativen

Auch in der Landwirtschaft sind klassische Methoden wie hacken und jäten eine Möglichkeit, diese sind jedoch relativ zeit- und kostenintensiv.

Im Gemüseanbau empfiehlt sich eher eine Bodenbearbeitung zur Vorbereitung des Ackers und späteres Mulchen. Spezielle Geräte wie beispielsweise ein Glyphomulch oder eine Geohobel unterschneiden den Boden großflächig und trennen so die Pflanzen von ihren Wurzeln, gleichzeitig kann damit gemulcht werden.

Für Wein- und Obstbau eignet sich eine Unterstockbehandlung mit speziellen Maschinen als Glyphosat-Alternative. Mit dieser Methode lässt sich Gras sauber entfernen ohne den Baumstamm zu beschädigen, Besenwuchs wird vorgebeugt und kleine Nagetiere werden verscheucht.

Thermische Alternativen

Eine weitere Möglichkeit unerwünschte Gräser zu beseitigen ist die Behandlung mit heißem Dampf.

Die Unkrautbekämpfung mit Wasserdampf ist eine moderne und ökologische Methode. Das Unkraut wird wirkungsvoll durch einen thermischen Schock zerstört. Da die Zellen in den Gräsern beschädigt werden, stirbt das Gras nach wenigen Tagen ab. Bei regelmäßiger Anwendung werden die Pflanzen soweit geschwächt, dass sie nicht mehr nachwachsen.

Auch wenn es in der Landwirtschaft noch nicht so weit verbreitet ist, eignet sich hier auch die Unkrautbehandlung mit Heißwasser und Schaum.

Mischkulturen

Mischkultur heißt, dass mehrere Pflanzenarten auf der gleichen Fläche angebaut werden. Diese Technik vermeidet in richtiger Zusammensetzung die Nachteile von Monokulturen. Die Nährstoffe im Boden können durch die unterschiedlichen Wurzelsysteme besser aufgenommen werden und Unkraut wird effektiver unterdrückt. Mischbestände sind robuster gegenüber Schädlingen und besser für die Vielfalt der Bodenlebewesen. Die Massenausbreitung von Schädlingen und Krankheiten, die besonders in Monokulturen ein Problem ist, wird durch das Anpflanzen von Mischkulturen erschwert, ein Totalausfall der Ernte vermieden.

Biologische-chemische Alternativen

In Österreich sind derzeit zwei biologisch-chemische Herbizide zugelassen. Das sind Pelargonsäure und Essigsäure. Diese alternativen Herbizide haben weniger schädliche Auswirkungen auf uns Menschen und die Natur. Sie wirken meist schneller und sind oft temperaturunabhängig. Die Inhaltsstoffe sind in der Natur bekannt und die Abbauprodukte unbedenklich. Der einzige Nachteil: Sie sind teurer, die Herbizide können aber auch selbst hergestellt werden.

Es gibt einige Produkte mit diesen Wirkstoffen am österreichischen Markt. Besser sind aber die mechanischen/technischen Alternativen.

Achtung: In der biologischen Landwirtschaft sind überhaupt keine Herbizide erlaubt, auch nicht die biologischen Ursprungs!

Chemische Glyphosat-Alternativen

Natürlich gibt es eine Vielzahl anderer chemisch-synthetischer Herbizide, die an Stelle von Glyphosat eingesetzt werden können. Leider sind diese nicht besser als Glyphosat, weshalb wir in diesem Bereich keine Empfehlung abgeben können.

 

Hier finden Sie Glyphosat-Alternativen für den privaten und öffentlichen Bereich.