„Diese technisch aufwändige Aktion zeigt, dass radioaktive Emissionen im Ernstfall schneller über alle Grenzen verbreitet werden, als die langsame Warn-Kette von AKW-Betreiber, in vielen Fällen überhaupt reagieren würde“, sagt Atom-Campaigner Reinhard Uhrig, Der GPS-Tracker zeigte Spitzengeschwindigkeiten der Ballons von bis zu 66 Stundenkilometern, nach 71 Minuten wurde die Position des Ballons über der Grenze gemessen. Zwischen Horn und Gars am Kamp wurde schließlich der Endpunkt des GPS-Tracker-Fluges lokalisiert und geborgen.

Wir fordern eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für den dreißigjährigen Reaktor 1 in Dukovany, dessen Laufzeit um weitere 20 Jahre verlängert werden soll. Zusammen mit Partnerorganisationen in Österreich, Tschechien und Deutschland haben wir über 60.000 Unterschriften für eine UVP gesammelt und den österreichischen Teil bereits an den österreichischen Umweltminister Andrä Rupprechter übergeben.

„Gemeinsam mit den tschechischen AktivistInnen machen wir auf die grenzüberschreitenden Auswirkungen von alternden Atomanlagen in Tschechien und Anderswo aufmerksam. Radioaktivität kennt keine Grenzen und ist schneller als so mancher Atom-Techniker“, so Uhrig abschließend.

Video der Aktion und Karte des Ballon-Flugs