Der Klimawandel ist die größte Herausforderung unserer Zeit. Die wetter- und klimabedingten Schäden betragen in Österreich schon jetzt etwa eine Milliarde Euro jährlich.

40 Prozent Katastropheneinsätze

Bei der Beseitigung der enormen Schäden sind die heimischen Freiwilligen Feuerwehren nicht wegzudenken. Von den 260.000 aktiven Feuerwehrleuten ist ein Großteil täglich auf ehrenamtlicher Basis einsatzbereit und opfert für die Hilfseinsätze Urlaubstage. Ohne sie wären so manche Katastrophen kaum unter Kontrolle zu bringen. Schon heute gelten mehr als 40 Prozent der Ausfahrten Klimawandelfolgen wie Waldbränden, Wasserversorgungen, Unwetter- oder Sturmeinsätzen. Tendenz: Steigend! Derzeit sind die Feuerwehreinsätze noch auf ehrenamtlicher Basis organisiert. Der Klimawandel könnte das bald in Frage stellen. Und wer hilft dann den unschuldigen Opfern?

Dienstfreistellung und Klimaschutz

Mehr Arbeit, die Anzahl der Mitglieder bleibt jedoch annähernd gleich. Die Zahl der Freiwilligen Feuerwehrleute stagniert in den vergangenen Jahren. Was dem Feuerwehrsystem gerade im Notfall auf den Kopf fallen könnte. Tagelange Einsätze in anderen Regionen bzw. (Bundes-)Ländern bedeuten auch eine längere Abwesenheit vom Arbeitsplatz. Und das wird gerade in wirtschaftlich angespannteren Zeiten immer schwieriger.

Aus diesem Grund fordern wir von den politisch Verantwortlichen:

  1. Die von den Feuerwehren seit langem gewünschte gesetzliche Regelung der Dienstfreistellungen freiwilliger HelferInnen
  2. Für eine nachhaltige Lösung des Problems, darf es erst gar nicht zu einem Klimanotstand kommen. Noch können wir handeln. Wir wollen, dass Österreich seinen fairen Beitrag leistet, aus fossiler Energie aus- und auf 100 Prozent erneuerbare Energie umsteigt.

Schäden erreichen neues Ausmaß

Die Ergebnisse des interdisziplinären Forschungsprojektes COIN (Cost of Inaction – Assessing Costs of Climate Change for Austria) zeigen, dass alleine durch Hochwasser in Zukunft viel größere Schäden angerichtet werden als bisher. Waren im Zeitraum zwischen 1981 und 2010 durchschnittliche Schäden von 200 Mio. Euro pro Hochwasserereignis zu verzeichnen, werden es in der Periode 2035 – 2065 schon durchschnittlich 400 bis 1,8 Mrd. Euro sein und diese Zahlen beziehen sich lediglich auf Gebäudeschäden.

Ein weiteres sichtbares Symbol des Klimawandels sind die Gletscher: Zwischen 1969 und 1989 sind die Gletscher in Österreich bereits um 16 Prozent zurückgegangen, bis 2030 wird ein Rückgang um 50 Prozent erwartet.

Auch häufiger auftretende und intensivere Hitzewellen haben Auswirkungen auf unsere Leben. Durch Feuer, Sturmschäden und Borkenkäfer werden zwischen 2021 und 2030 zusätzlich fast eine Mio. Kubikmeter Schadholz pro Jahr entstehen. Aber auch unsere Gesundheit ist von Hitzewellen betroffen, denn sie erhöhen die Todesrate unter der älteren Bevölkerung. So werden etwa 1.000 zusätzliche Todesfälle pro Jahr in der Periode von 2035 bis 2065 erwartet.