Neuigkeit, 20.07.2021

Der wilde Nützlingsgarten mit romantischem Biotop in der Steiermark

Erna G. aus der Steiermark ist die Gewinnerin des diesjährigen Nationalpark Garten Fotowettbewerbs.

Erna G.

Was sind für Sie die besonderen Herausforderungen und Benefits beim naturnahen Gärtnern?

Die Blumenwiese, weil das grobe Gras immer die Überhand übernimmt und alles andere verdrängt, aber wenn ich dann beim Fotografieren die vielen Insekten beobachte, ist die Freude groß.

Warum haben Sie sich entschieden, an dem Projekt Nationalpark Garten teilzunehmen? 

Ausschlaggebend war eigentlich der 1. Preis, die Führung im Nationalpark Kalkalpen mit Führung. Entdeckt habe ich den Fotowettbewerb auf der Facebookseite von Karl Ploberger.

Wie leicht bzw. schwer fiel Ihnen die Umstellung Ihres Gartens, und sind Ihnen seit der Umstellung Veränderungen im Tier-& Pflanzenreich Ihres Gartens aufgefallen?

Das entwickelte sich mit der Zeit. Gift im Garten habe ich eigentlich schon immer ausgeschlossen und so habe ich die Veränderung nicht wirklich wahrgenommen. Es wurden halt immer mehr Insekten und Vögel in meinem Garten.

Was war die für Sie bisher schönste Erfahrung mit Ihrem Nationalpark Garten?

Der bisher schönste Moment wat, als das Leben in unser kleines Biotop einzog.

Wie viel Zeit pro Woche oder Monat verbringen Sie mit der Pflege Ihres Gartens?

Ich verbringe täglich mehrere Stunden in meinem Garten. Dabei mache ich aber wenig Unterschied zwischen Pflege, Erholung und Genuss, ich merke den Unterschied auch wenig.

Seit wann betreiben Sie naturnahes Gärtnern und hat sich die Gartenpflege seit der Umstellung auf einen "Naturgarten" verändert?

Wie schon gesagt, ich habe nicht direkt umgestellt, es hat sich nach und nach entwickelt und es ist mir nach und nach bewusster geworden, wie wichtig das für die Natur ist.

Woher haben Sie Ihr Know-How fürs biodiverse, naturnahe Garteln?

Mein Wissen beziehe ich aus Büchern oder Fernsehsendungen, aber auch aus Gartenreisen mit Angelika Ertl und seit zwei Jahren auch von unseren Stammtischen „Natur im Garten“.

Nationalpark Garten Siegerfoto Platz 1

Hat Ihnen GLOBAL 2000 mit der Initiative „Nationalpark Garten“ beim naturnahen Gärtnern geholfen?

Für mich ist GLOBAL 2000 (in jeder Hinsicht) schon lange ein Begriff und bestätigt auch meine Art zu gartln.

Was sind Ihre Lieblingspflanzen?

Das ist eine sehr schwierige Frage! Zur Zeit sind es die verschiedenen Disteln. Ich habe gerade erst vor ein paar Tagen beobachtet, wie ein kleiner Stieglitz auf meiner Karde aufgesessen ist.

Welche Pflanzen sind Ihrer Meinung nach besonders gut für die Förderung von Biodiversität?

Für mich sind das die Brennesseln.

Welche Tiere und heimische Nützlinge konnten Sie bereits in Ihre Gartenoase locken und beobachten? Welche sind Ihnen am liebsten?

Ich habe bereits in meinem Garten Ringelnattern, Molche, Frösche, Fledermäuse, Igel und viele mehr beobachtet. Am liebsten sind mir dabei die Frösche!

Haben Sie mit Ihrem Natur-Garten bereits andere Personen inspirieren können?

Ja, meine Freundin und meine Töchter!

Haben Sie persönliche Tipps für zukünftige Natur-GärtnerInnen?

Den Perfektionismus ablegen, nicht immer alles „schön sauber“ machen zu wollen. Die Schönheiten vom sogenannten „Unkräutern“ erkennen und diese schätzen lernen. Auch wenn die Maulwurfshügeln oft nerven, aber der Maulwurf hilft uns das Gleichgewicht im Garten zu halten. Ein Naturgarten muss nicht „verwildert“ sein - man kann alles schön und harmonisch miteinander kombinieren und mit dem „Ganzen“ hat man täglich eine Freude!