Neuigkeit, 17.07.2020

Mein UKP im Sommersemester 2020

Ein Nachbericht von Pia Karbiener.

2020. Was für ein Jahr. Was für ein Semester!
Es schien, als hätte Murphy persönlich jeden Tag erneut sein Butterbrot fallen lassen – und es landete immer wieder auf der Butterseite. Was für ein Glück, dass wir alle – 38 Leute aus den unterschiedlichsten Hintergründen und Motivationen - uns genau dieses Jahr entschlossen am Umweltkulturpraktikum von GLOBAL 2000 teilzunehmen. Über Klimaaktivismus lernen und selbst aktiv werden, Aktionen gestalten und an möglichst vielen von GLOBAL 2000 organisierten Veranstaltungen teilnehmen und mitmachen. Klang sehr gut für uns alle, immerhin brannte es tief in uns, endlich etwas zu verändern. Zweimal trafen wir uns im Büro, auch der ganztägige Kennenlerntag (der wohl vielen von uns als bester Tag des Semesters in Erinnerung bleiben wird) fand statt und war großartig!

Pia Karbiener

Plaudern mit all diesen neuen Leuten, gemeinsam kreativ werden, Ideen für ein eigenes Projekt sammeln und dann auch noch gemeinsam kochen. Ich selbst konnte den Rest des Semesters mit den wöchentlichen Treffen kaum noch erwarten.

Und dann kam Covid-19 nach Österreich und alles wurde anders.

Wie an den Seminaren teilnehmen während der Quarantäne? Wie nun bei Veranstaltungen mithelfen? Wie aktiv werden? Und vor allem – wie nun unser eigenes Projekt verwirklichen? Ein kleines Bisschen brach die von uns erträumte Welt zusammen.

Doch GLOBAL 2000 wäre nicht für seine Aktionen bekannt, wenn es sich von einem Virus aufhalten lassen würde.

Wir begannen Online Konferenzen über Zoom. Aber nein, nicht nur Live Streams im Sinne von „eine Person spricht und der Rest hört (hoffentlich) zu“. Nein. Interaktive Live Streams. Zoom Calls mit Diskussionen, Quizzes vor jedem Thema, Gruppenarbeiten in Break Out Rooms, Feedback an jedem Ende. Und plötzlich wurde die graue Welt gleich wieder ein bisschen bunter, als wir über Umweltrecht, die SDGs, Greenwashing, Plastik und viele weitere Themen hörten.

Umweltkulturpraktikum im Sommersemester 2020 als Videokonferenz

Unsere eigenen Projekte? Natürlich setzten wir die um! Immerhin ist im Zeitalter des Internets alles möglich! Hätten wir Ende März geglaubt, dass wir es tatsächlich schaffen würden ein Restlkochen über Zoom mit über 15 Teilnehmenden, zwei Clean Ups in Wien, eine No-Money-Zone, mehrere Urban Gardening Anleitungen sowie einen Instagram-Channel mit laufend neuen Fakten zu Umweltschutz zu organisieren und auch durchzuführen? Ich nicht. Ich selbst konnte mir noch Anfang März gar nichts davon vorstellen. Und doch haben wir’s geschafft. Was lernen wir daraus?

Aktivismus heißt nicht unbedingt: raus auf die Straße und Dinge demolieren (letzteres heißt es eigentlich gar nicht). Aktivismus beginnt dort, wo Leute wie wir beschließen trotz allem – trotz Covid-19, trotz abgesagten Veranstaltungen, trotz Quarantäne – weiterzumachen und den Funken nicht ausgehen zu lassen.

Umweltkulturpraktikum im Sommersemester 2020 Abschlusstreffen
Ich mag all diese tollen Leute nur drei Mal ohne Bildschirm dazwischen getroffen haben. Doch ganz besonders bei unserem Abschlusstreffen, dem ersten nicht virtuellen Treffen seit Quarantänebeginn, konnte ich feststellen, wie viel wir alle gelernt hatten. Denn der Funke ist eindeutig da. Und er ist – meiner Meinung nach – um ein ganzes Stück gewachsen.

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