Rechtzeitig zur kurz bevorstehenden Abstimmung im “Ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel“ zur Glyphosat Wiederzulassung fordern wir gemeinsam mit 38 weiteren europäischen Organisationen alle 28 EU-Mitgliedsstaaten dazu auf, am 18. Mai gegen eine Wiederzulassung zu stimmen.

Unser Brief richtet sich an all jene Behördenvertreter, die stellvertretend für ihr Land in Brüssel über Zulassung oder Verbot von Glyphosat abstimmen werden, ebenso wie an die verantwortlichen Minister in den Mitgliedsstaaten. Ziel ist es, die Entscheidungsträger noch vor der Abstimmung auf die zu erwartenden gesundheitlichen und möglichen rechtlichen Konsequenzen im Falle einer Wiederzulassung von Glyphosat hinzuweisen.

Unterstützung durch Wissenschaftler und Ärzte

Unterstützt werden wir vom deutschen Epidemiologe Prof. Eberhard Greiser. Seine Meta-Analyse aller Glyphosat-Studie ergibt eine signifikante Erhöhung des Krebsrisikos um 45 Prozent im Zusammenhang mit Glyphosat-Exposition. Im Falle einer Zulassungserneuerung von Glyphosat wäre daher in der EU mit zigtausenden Neuerkrankungen an diesem bösartigen Lymphdrüsenkrebs zu rechnen, der in rund 50% der Fälle einen tödlichen Verlauf nimmt. 

Auch der Wiener Krebsforscher, Prof. Siegfried Knasmüller, untersuchte Glyphosat im Hinblick auf Schädigung der Erbsubstanz in menschlichen Zellen und fand bereits mit sehr niedrigen Konzentrationen Effekte. Diese Wirkungen sind ein Hinweis auf krebserregende Eigenschaften. Auch in mehreren Humanstudien wurden derartige Schäden bei exponierten Arbeitern gefundenen.  

Sollte Glyphosat wieder zugelassen werden, wird dies schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier sowie unannehmbare Auswirkungen auf die Umwelt haben. Die Opfer, deren Angehörige und ihre Hinterbliebenen werden Schadenersatz fordern – von der Pestizidindustrie, von den Zulassungsbehörden, von den Politikern und von jenen, die Glyphosat mit Kochsalz vergleichen und einem sorglosen Umgang mit dem Pestizid Vorschub geleistet haben. 

Alle Informationen zum Offenen Brief finden Sie hier:

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