Schoko-Osterhasen

Auch dieses Jahr werden wieder unzählige Kinder Schokohasen in ihrem Osternest finden. Unser Osterhasen Check 2017 soll KonsumentInnen bei der Auswahl der richtigen Nascherei helfen. Ein Ampelsystem informiert über die ökologische und soziale Qualität von 31 verschiedenen Schokolade-Hasen aus Österreichs Supermärkten.

 

Ergebnis: Drei Testsieger

Drei Schokohasen wurden Testsieger. In allen drei konnten wir keine Pestizidrückstände feststellen und alle drei Hasen sind mit Gütesiegel zur Einhaltung umfassender ökologischer/sozialer Kriterien gekennzeichnet:

„Biologische Milchschokolade dekoriert“ (EZA-Fairer Handel)
„Natur aktiv Bio Confiserie Osterhase“ (Hofer)
„Swiss Confisa Franz“ (Chocolats Halba)
Testsieger Osterhasen-Check 2017 - Biologische Milchschokolade dekoriert von EZA-Fairer Handel
Testsieger Osterhasen-Check 2017 - Natur aktiv Schokohase von Hofer
Testsieger Osterhasen-Check 2017 - Swiss Confisa Franz Schoko-Osterhase von SPAR

Zehn Schoko-Hasen wurden aufgrund fehlender Zertifizierung und prekärer Umwelt- und Produktionsbedingungen im Kakaoanbau als sozial und ökologisch bedenklich eingestuft.

Trend zu mehr Nachhaltigkeit

Nach dem Osterhasen-Check im Vorjahr und einer breit unterstützten Petition ist das Angebot von sozial und ökologisch zertifizierten Schokolade-Osterhasen stark gewachsen. Vor allem die Eigenmarken-Hasen der Supermärkte tragen zunehmend Gütesiegel. Während im Vorjahr nur ein Testsieger sowohl im sozialen als auch ökologischen Bereich mit „grün“ ausgezeichnet werden konnte, gibt es beim Osterhasen-Check 2017 drei Testsieger mit dieser Bewertung.

Hoher Pestizideinsatz

In 22 der 31 getesteten Schokohasen konnten Pestizide nachgewiesen werden – bis zu fünf verschiedene in einem Hasen. Die Pestizid-Rückstände deuten auf einen massiven Einsatz von Pestiziden in der Produktion hin – mit enormen negativen Folgen für die Gesundheit der ArbeiterInnen und für die Umwelt. Die festgestellten Mengen in den Schokolade-Hasen bergen jedoch keine direkten Gesundheitsrisiken für die KonsumentInnen. Einige der Chemikalien sind allerdings hormonell wirksam und entfalten ihre Wirkung auch in kleinsten Mengen. Darüber hinaus ist über das Zusammenwirken der verschiedenen Pestizide nur wenig bekannt.

Kinderarbeit auf Kakaoplantagen

KakaobäuerInnen verdienen je nach Region zwischen rund 50 und 80 Cent am Tag. Der Gewinn für die Bauern und Bäuerinnen ist so gering, dass sie keine Landarbeiter bezahlen können. So müssen die eigenen oder fremde Kinder die anstrengende und gefährliche Arbeit erledigen.

Stellungnahmen der Hersteller:

- Stellungnahme Lidl Österreich
- Stellungnahme DM
- Stellungnahme Lindt Sprüngli
- Stellungnahme Ferrero
- Stellungnahme Hauswirth
- Stellungnahme Mondelez Österreich