Jahresbericht 2025
2025 liegt hinter uns – ein Jahr, das uns alle gefordert hat. Und ein Jahr, in dem wir gemeinsam viel bewegt haben. Dank Ihrer Unterstützung konnten wir in Österreich erneut konkrete Veränderungen für Umwelt, Gesundheit und Klima erreichen.
- Unsichtbare Bedrohung TFA
- Sicher ist sicher - weniger Pestizide
- Schöner ohne Müll
- Gesund leben - Flipflops & Sandalen im Chemikalien-Test
- Mehr Energie für Energie
- Atomkraft: ausgebremst!
- Umwelt verbindet! Unsere Bildungsangebote
- 30 Jahre Kinder- und Umwelthilfe Ukraine
- Natur vor der Haustür: BIOM-Garten & Nationalpark Garten
- DER WALD BRAUCHT SCHUTZ!

Der Schutz unserer Wälder, Böden und Gewässer bleibt eine tägliche Herausforderung. Mächtige wirtschaftliche Interessen stellen ökologische Fortschritte immer wieder infrage. Doch wir geben nicht nach. Wir testen: Wein und Getreide auf die Ewigkeitschemikalie TFA, Sommerschuhe sowie Mode von Temu & Shein auf besonders gefährliche Chemikalien. Wir handeln: gegen die wachsende Müllflut – mit Erfolg. Das von uns geforderte Verbot von Einweg-Vapes kommt.
Wir klagen, wenn Natur und Recht missachtet werden – gegen Atomprojekte ohne Umweltverträglichkeitsprüfung und gegen willkürliche Schlägerungen in Österreichs letzten Urwäldern. Und wir helfen, dort, wo Hilfe am dringendsten gebraucht wird: Kindern im Osten der Ukraine, die unter Krieg und schweren Krankheiten leiden.
All das ist nur möglich, weil Sie hinter uns stehen. Als Unterstützer:innen, als Mitdenker:innen, als starke Stimme für eine lebenswerte Zukunft.
Ihre Spenden, Ihr Engagement und Ihr Vertrauen geben unserer Arbeit Kraft - Danke!
Dieser Jahresbericht zeigt, wie Ihr Beitrag 2025 gewirkt hat. Für 2026 hoffen wir, dass Sie GLOBAL 2000 weiterhin begleiten und damit die Lebensgrundlagen in Österreich schützen.
Unsichtbare Bedrohung TFA
von Dr. Helmut Burtscher-Schaden, GLOBAL 2000 Umweltchemiker
Untersuchungen von GLOBAL 2000 zeigten, dass die Ewigkeitschemikalie TFA Wasser und pflanzliche Lebensmittel stärker belastet, als bislang angenommen.
2025 markierte einen entscheidenden Wendepunkt im Umgang mit den „Ewigkeitschemikalien“ PFAS und ihrem in der Natur nicht abbaubaren Zerfallsprodukt TFA (Trifluoressigsäure). Während bereits 2024 europaweit eine Belastung von Gewässern mit dem fortpflanzungsschädlichen Abbauprodukt von PFAS-Pestiziden nachgewiesen wurde, zeigte sich 2025 eine neue Dimension des Problems.
Mineralwasser im Test
Zu Jahresbeginn 2025 untersuchte GLOBAL 2000 erstmals Mineralwasser. Die Ergebnisse waren alarmierend: Selbst Wasser aus tiefen, gesetzlich geschützten Grundwasservorkommen, das als „ursprünglich rein“ gilt, war in vielen Fällen mit TFA belastet. Dies zeigt, wie leicht sich diese Substanz in der Umwelt verbreitet.
Wein & Getreide unter der Lupe
Eine zweite, besonders beunruhigende Erkenntnis ergab sich aus europaweiten Analysen pflanzlicher Lebensmittel, die GLOBAL 2000 zusammen mit Partnerorganisationen des PAN*-Netzwerks 2025 durchführte. Wein und Getreide waren deutlich stärker mit TFA belastet als das Grundwasser, mit dem die Pflanzen bewässert werden – die Chemikalie reichert sich also entlang der Nahrungskette an. Hinzu kommt ein deutlicher zeitlicher Trend: Ältere Weine wiesen wesentlich geringere Belastungen auf als aktuelle Jahrgänge, was zeigt, dass die Belastung in den letzten Jahren stark zugenommen hat.
Die Bedeutung dieser Ergebnisse zeigte sich auch auf politischer Ebene: Auf Einladung von EU-Abgeordneten aus Dänemark und Italien stellte GLOBAL 2000 die Ergebnisse unserer TFA-Untersuchungen im Frühjahr 2025 im Europäischen Parlament vor.
Parallel dazu gewann die Debatte über Konsequenzen an Dynamik. PFAS-Pestizide gelten zunehmend als Hauptursache für die TFA-Belastungen. Dänemark hat als erstes EU-Land PFAS-Pestizide verboten, Schweden ist nachgezogen, und die Niederlande prüfen ähnliche Schritte. Auch 2026 bleiben wir daher dran – mit dem Ziel, dass wissenschaftlich fundierte Grenzwerte, wirksame Kontrollen und Maßnahmen in Österreich sicherstellen, dass TFA nicht weiter in die Umwelt gelangt und die damit verbundenen Risiken nicht länger ignoriert werden.
Unser Einsatz in Zahlen
• 16 Partner-NGOs führten – angestoßen durch unseren Getreide-Test – Folgeuntersuchungen in 16 weiteren EU-Staaten durch.
• 11 Partner-NGOs aus 10 EU-Staaten ließen Proben für unseren Wein-Test analysieren.
• 3 EU-Mitgliedstaaten haben PFAS-Pestizide schon verboten oder arbeiten an einem Verbot.
Sicher ist sicher - weniger Pestizide
von Dr. Emile Laté Lawson, GLOBAL 2000-Teamleiter PRP
Weniger Pestizide auf Lebensmitteln bedeutet weniger Pestizide in der Umwelt. GLOBAL 2000 prüft Obst & Gemüse und setzt Maßnahmen zur Pestizidreduktion.
Seit 23 Jahren überprüft GLOBAL 2000 für Billa bzw. Rewe im Rahmen des PestizidReduktionsProgramms (PRP) wöchentlich bei der Anlieferung die Pestizidbelastung von konventionell angebautem Obst und Gemüse. Im engen Dialog mit den Produzent:innen setzen unsere Mitarbeiter:innen gemeinsam mit diesen konkrete Maßnahmen zur Reduktion von Pestiziden um.
Transparenz für Konsument:innen
Einzigartig ist die Veröffentlichung unserer Ergebnisse auf der Billa-Website – denn über Pestizide spricht kaum jemand gern. Auch unser jährlicher „Statusbericht chemischer Pflanzenschutz“ ist öffentlich zugänglich und zum verlässlichen Nachschlagewerk zu Rückständen geworden.
Nähe punktet
In Österreich wird großer Wert auf Regionalität gelegt, entsprechend vielfältig ist das Angebot an heimischem Obst und Gemüse. 2025 stammten daher 34 % der untersuchten Proben aus Österreich, gefolgt von Spanien (19 %), Italien (18 %), weiteren EU-Ländern (6 %) und Drittländern (23 %). Besonders erfreulich: Heimische Tomaten, Gurken und Paprika waren nahezu frei von Pestizidrückständen.
Die Entscheidung für regionale Lebensmittel ist daher eine gute. In vielen Drittländern sind Pestizide zugelassen, die in der EU längst verboten sind. Skandalös ist, dass diese Wirkstoffe in der EU produziert, exportiert und über Lebens- und Futtermittel wieder zurück nach Europa gelangen. AGES*-Daten zeigen, dass regelmäßig nicht zugelassene Pestizide auf Obst und Gemüse gefunden werden. Allein acht dieser Wirkstoffe werden von Österreich in agrarisch bedeutsame Länder außerhalb der EU geliefert. Bei diesen Exporten stehen wirtschaftliche Interessen über möglichen negativen Folgen für Umwelt und Landarbeiter:innen.
Wir haben auch Bio im Blick
Außerhalb Österreichs kontrollieren wir auch biologisches Obst und Gemüse: für Ja! Natürlich, Billa Bio und Echt Bio. Dazu entnehmen wir Blattproben am Feld, beurteilen Boden und Pflanzen und prüfen Aufzeichnungen zu Pflanzenschutz, Düngung und Bodenbearbeitung.
Unser Einsatz in Zahlen
Im Jahr 2025 waren unsere Mitarbeiter:innen
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147 Tage unterwegs
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haben 281 Bio-Produzent:innen von Ja! Natürlich & Billa Bio besucht und
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dabei 467 Proben gezogen.
Schöner ohne Müll
von Anna Leitner, Msc, GLOBAL2000-Ressourcensprecherin

2025 stand ganz im Zeichen unserer Kampagne „Schöner ohne Müll“ und verstärkter Rohstoff-Debatten. GLOBAL 2000 setzte auf Reparatur und Kreislaufwirtschaft.
Geopolitische Konflikte und der Fokus der Politik auf Kreislaufwirtschaft rückten 2025 Ressourcennutzung in den Vordergrund, wobei der Schwerpunkt meist auf Recycling statt auf Reduktion lag. GLOBAL 2000 setzt hier bewusst andere Akzente: Reparatur und Reduktion stehen bei uns im Mittelpunkt. Der frühe Welterschöpfungstag Ende März verdeutlichte die Dringlichkeit, die ersten Stufen der Kreislaufwirtschaftshierarchie in den Fokus zu rücken. So brauchen wir weniger Rohstoffe, zerstören weniger Umwelt und sind weniger abhängig von Importen.
Zum Auftakt der Kampagne „Schöner ohne Müll“ zeigte unser Aufdecker-Report, dass Österreich trotz seines Umweltimages EU-Spitzenreiter beim Abfallaufkommen ist. Um den Ressourcenverbrauch deutlich zu senken, muss beim Kern des Problems angesetzt werden: Wir müssen die Regeln der Wirtschaft so gestalten, dass umweltfreundliches Handeln der einfachste und naheliegendste Weg ist.
Erste Erfolge
GLOBAL 2000 setzte sich in Gesprächen mit Politiker:innen, Ministerien, Wirtschaft, Gewerkschaften und Zivilgesellschaft konsequent für diese Änderungen ein. 2025 wurden erste Erfolge sichtbar: Die Bundesregierung griff die Forderung nach einem Einweg-Vapes-Verbot auf und legte im Dezember einen Entwurf vor. Initiativen wie unser Test von Temu- & Shein-Kleidung mit der AK OÖ sowie die Black-Friday-Aktion mit Volkshilfe Wien und Caritas Wien stießen auf große Resonanz.
Ein bedeutender Erfolg für uns war auch die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts zum Lithiumabbau in Kärnten. Nach der Beschwerde von GLOBAL 2000 und anderen Organisationen muss die Landesbehörde das Verfahren zur Umweltverträglichkeitsprüfung neu aufrollen. Die Projektwerberin European Lithium hat Revision eingelegt, nun liegt der Fall beim Verwaltungsgerichtshof. GLOBAL 2000 bringt erneut unsere Position zur Notwendigkeit einer Umweltverträglichkeitsprüfung ein.
Mitmachen & Gestalten
Parallel zur politischen Arbeit zeigt GLOBAL 2000, wie jede:r zum Wandel beitragen kann: Mit Videos zu Stadtplanung, Nahversorgung oder Mitmach-Supermärkten, unserer Broschüre „Wandel mitgestalten“, der WeFair in Linz, Kleidertauschpartys, unserem WhatsApp-Kanal und unserer Petition „Stoppen wir jetzt die Müllflut“.
Danke, dass auch Sie mit an Bord sind.
Unser Einsatz in Zahlen
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7 Pressekonferenzen zum Thema
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10 offene Briefe
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20 Events, die GLOBAL 2000 mitorganisiert hat
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11.000 Unterschriften für unsere Petition „Stoppen wir jetzt die Müllflut“
Gesund leben - Flipflops & Sandalen im Chemikalien-Test
von Dr.in Waltraud Novak, GLOBAL 2000-Projektleiterin Chemikalien

Im Sommer 2025 testete GLOBAL 2000 Flipflops und Sandalen auf SVHC (Substances of Very High Concern), die krebserregend, fortpflanzungsschädigend oder hormonell wirksam sein können – etwa Schwermetalle, Weichmacher oder Bisphenol A. Am auffälligsten waren Temu-Flipflops mit 42 % fortpflanzungsschädigenden Weichmachern (420-fach über dem Grenzwert). Ledersandalen von Peak und Cloppenburg enthielten krebserregendes Chrom VI. In über einem Viertel der Schuhe fanden wir geringe Mengen an Blei. Unser Test zeigt das Risiko von Billigkäufen im Internet; sicherer sind Produkte europäischer Hersteller, da diese europäische Gesetze einhalten müssen.
Parallel setzten wir 2025 das Ausbildungsprogramm „ChemBee – Botschafter:innen für ein gesundes Zuhause“ fort. Über 160 Teilnehmer:innen lernten in 8-wöchigen Online-Kursen und einem 2-tägigen Live-Kurs, problematische Chemikalien zu erkennen. Besonders erfolgreich waren DIY-Workshops für Menschen mit Migrationshintergrund. Insgesamt gibt es nun über 250 ChemBee-Botschafter:innen, die ihr Wissen in Haushalts-Checks weitergeben.
Checken auch Sie Ihren Haushalt!
Mehr Energie für Energie
von Johannes Wahlmüller, GLOBAL 2000-Klima- & Energiesprecher
GLOBAL 2000 prägte 2025 die Klima- und Energiepolitik mit klaren Positionen, politischem Druck und Einsatz für Klimaschutz, Natur und soziale Gerechtigkeit.
Wir nähern uns rasant dem Jahr 2040 – dem Zieljahr für Klimaneutralität. Statt entschlossener Schritte prägen politische Verzögerungen und Konflikte die Energie- und Klimapolitik. GLOBAL 2000 setzte sich 2025 konsequent dafür ein, dass Fortschritte nicht auf Kosten von Natur, Klima oder sozialer Fairness gehen.
Es bewegt sich was, aber zu langsam
Mit dem beschlossenen Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) und dem derzeit in Arbeit befindlichen Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz (EABG) kam Bewegung in die Energiegesetzgebung. GLOBAL 2000 begrüßt Verbesserungen wie den verpflichtenden Sozialtarif und Ausnahmen für Privathaushalte bei Netzentgelten für Einspeiser. Gleichzeitig bleibt der Ausbau erneuerbarer Energien hinter dem Notwendigen zurück – noch immer gibt es Bundesländer ohne ein einziges Windrad. GLOBAL 2000 fordert verbindliche Rahmenbedingungen und ein Ende politischer Blockaden.
Energiewende ja – Naturzerstörung nein
Im Platzertal begleitete GLOBAL 2000 weiterhin die Umweltverträglichkeitsprüfung für das geplante Pumpspeicherprojekt, das die hochalpine Moorlandschaft bedroht. Wir fordern eine naturverträgliche Umsetzung der Energiewende und die Nutzung alternativer Standorte mit geringerem Eingriff. Parallel kritisierten wir auch die fossilen Gasbohrungen in Molln (OÖ) nahe eines Naturschutzgebiets. Trotz Auflagen bleibt unser Ziel klar: ein erneuerbares Energiesystem, das neue fossile Projekte unnötig macht.
Auch beim geplanten Lobautunnel blieb unsere Position eindeutig. Das Mega-Verkehrsprojekt würde frühestens 2040 fertiggestellt und zusätzlichen Verkehr erzeugen – ein Widerspruch zu den Klimazielen Wiens. GLOBAL 2000 fordert die Prüfung alternativer Lösungen.
Ergänzt wurde unser Einsatz durch unseren EU-Lobbyismus-Report. Die Analyse zeigte, dass Industrieinteressen häufig zentrale Entscheidungen dominieren, während Zivilgesellschaft und Wissenschaft unterrepräsentiert sind. GLOBAL 2000 setzt sich für mehr Transparenz und ausgewogene Entscheidungsgrundlagen ein.
Unser Einsatz in Zahlen
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100.000 Unterschriften bei der Platzertal-Petition
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1.338 Lobbytreffen mit österreichischen EU-Abgeordneten ausgewertet
Atomkraft: ausgebremst!
von Patricia Lorenz, GLOBAL 2000-Anti-Atomsprecherin
2025 wurde zum starken Jahr für den Anti-Atom-Kurs: Ein EuGH-Urteil brachte milliardenschwere AKW-Förderungen ins Wanken.
2025 erwies sich als außergewöhnlich gutes Jahr für den Anti-Atom-Einsatz. Mitten in einer europaweiten pro-nuklearen Debatte rüttelte ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) die festgefahrene Atompolitik auf. Die zweite Instanz der EU-Rechtsprechung gab der Klage Österreichs gegen staatliche Beihilfen für das ungarische Atomkraftwerk Paks II recht – ein herber Dämpfer für die Pläne neuer Reaktoren in Europa.
Ein langer Weg vor Gericht
Der Rechtsstreit begann bereits 2014, als Ungarn gemeinsam mit Russland den Bau von zwei Reaktoren am ungarischen Standort Paks beschloss. Paks liegt nur etwa 180 km von der österreichischen Grenze entfernt; eine Studie der Uni Wien zeigt, dass die darunter liegende seismisch aktive Zone deutlich riskanter ist als angenommen. Trotz massiver Kritik genehmigte die Europäische Kommission staatliche Beihilfen für das Projekt. Dabei gelten strenge EU-Regeln: Subventionen müssen notwendig, verhältnismäßig und wettbewerbskonform sein. GLOBAL 2000 unterstützte den österreichischen Widerstand von Beginn an – bereits 2016 protestierten wir mit unserer Kampagne #IchPaksNicht gegen die illegale Beihilfe.
Österreich klagte zunächst erfolglos, legte jedoch Berufung ein – mit Erfolg: Das Gericht hob die Beihilfeentscheidung auf. Das Verfahren muss voraussichtlich neu aufgerollt werden, einzelne Finanztransaktionen gelten damit als rechtswidrig.
Signalwirkung für Europa
Das Urteil stellt die oft beschworene „Renaissance der Atomkraft“ infrage. Auch Polen und die Slowakei planen neue AKW – teils ohne Ausschreibung und mit massiver staatlicher Unterstützung. GLOBAL 2000 nutzt das Urteil, um gegen intransparente und wettbewerbswidrige Atomprojekte vorzugehen.
Der Fall Paks zeigt: Atomkraft ist ohne staatliche Milliardenhilfen nicht konkurrenzfähig. Der Anti-Atom-Einsatz von GLOBAL 2000 wirkt – und könnte Europas Atomplänen dauerhaft einen Riegel vorschieben.
Danke, dass Sie auch heuer wieder an unserer Seite sind!
Unser Einsatz in Zahlen
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1 Klage
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1 Gerichtsurteil
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1 Riesenchance
Umwelt verbindet! Unsere Bildungsangebote
von Victoria Horvath, MA, GLOBAL 2000-Leiterin Umweltbildung
2025 erreichte GLOBAL 2000 mit seinem Bildungsangebot eine vielfältige Zielgruppe über alle Altersstufen hinweg. Unser Ziel war und ist, für Klima- und Umweltschutz zu sensibilisieren und zur aktiven Mitgestaltung einer nachhaltigen Zukunft zu motivieren. Ein besonderer Fokus lag auf „Eco-Lingo: Umweltbildung für Deutschlernende“ – die Materialbox vermittelt Umwelt- und Klimaschutz lebens(raum)nah und altersgerecht.

Vielfalt erleben und verstehen
Mit 134 Workshops erreichten wir rund 2.230 Schüler:innen ab der 2. Schulstufe. Besonders beliebt war der neue Workshop Escape Climate Change für Schüler:innen der Sekundarstufe 1 (ca. 10–14 Jahre), in dem die Jugendlichen selbst Rätsel zu Klima- und Umweltthemen lösen, Entscheidungen treffen und so direkt die Folgen ihres Handelns kennenlernen. Auch der Schöner ohne Müll-Workshop kam bei Volksschulen hervorragend an. Höhepunkt war der Klima-Aktionstag im Erasmus+-Projekt „Youth Policy Academy – Engage, Connect, Empower“. Eine Teilnehmerin erzählte begeistert: „Der Aktionstag hat mega Spaß gemacht! Wir haben gelernt, wie wir Müll sparen und Energie clever nutzen können – ich will das jetzt auch zuhause ausprobieren.“
Freiwillig aktiv
Die Freiwilligenprogramme Team*Aktiv und Umweltkulturpraktikum (UKP) boten auch 2025 wieder ein vielfältiges Programm: Wanderbaumprojekte, Kleidertauschpartys, Impulsvorträge, Podiumsdiskussionen, Filmscreenings zu nachhaltigem Reisen, Klima-Vernissagen und die erfolgreiche Black-Friday-Aktion am Wiener Graben. Hier konnten alle Teilnehmer:innen praxisnah erleben, wie Nachhaltigkeit funktioniert, und selbst aktiv werden. Die Kombination aus Wissen, eigenen Erfahrungen und Mitmachaktionen macht die Programme einzigartig und stärkt langfristig die Motivation für nachhaltiges Handeln.
2026 wird GLOBAL 2000 diese handlungsorientierten Bildungsangebote weiter ausbauen, um ökologische Zusammenhänge erlebbar zu machen, Engagement zu fördern und Menschen über Generationen hinweg für Klima- und Umweltschutz zu begeistern.
Unser Einsatz in Zahlen
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2.041 junge Leute über Eco-Lingo erreicht
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7.900 ehrenamtlich geleistete Stunden
Die Umweltbildungs- und Aktivenarbeit von GLOBAL 2000 wird vom BMSGPK und der MA 22 unterstützt. Der Klima-Aktionstag wurden von YPA Erasmus plus finanziert, die Eco Lingo-Materialboxen vom BMLKURW.
30 Jahre Kinder- und Umwelthilfe Ukraine
von Juliana Matusova, GLOBAL 2000-Leitern Kinder- und Umwelthilfe Ukraine
2025 feierte GLOBAL 2000 30 Jahre Kinder- und Umwelthilfe Ukraine – Hilfe, die bleibt, mit Fokus auf Kinder, Familien und psychosoziale Unterstützung.
2025 war ein besonderes Jahr: Unser Projekt Kinder- und Umwelthilfe Ukraine feierte 30 Jahre kontinuierlicher Unterstützung. Was einst als „Tschernobyl-Kinder“-Projekt begann, ist heute unverzichtbare Hilfe für Kinder und Familien, besonders in der Region Charkiw, die weiterhin massiv vom Krieg betroffen ist.
Ein Sommer zum Auftanken
In Graz und Ybbs an der Donau konnten 36 Mädchen und Buben mit 10 Begleitpersonen – Dolmetscher:innen, Ärzt:innen, Psycholog:innen und Pflegemütter – drei Wochen lang den Alltag hinter sich lassen, Kraft tanken und neue Erlebnisse sammeln. Kreative Workshops, sportliche Aktivitäten und gemeinsame Spiele boten die Möglichkeit, einfach Kind zu sein.
Hilfe, die ankommt
In Charkiw setzten wir 2025 unsere Hilfe konsequent fort.
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5.311 kranke Kinder und 218 Krebspatient:innen, darunter 5 Babys, erhielten lebenswichtige Therapien und Medikamente.
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389 Kinder aus bedürftigen Familien wurden mit Nahrung und Kleidung unterstützt.
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250 Kinder erhielten palliative Betreuung.
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445 Kinder bekamen psychologische Unterstützung.
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4.825 Kinder erhielten Zugang zu sauberem Trinkwasser.
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66 Kinder wurden mit warmen Winterjacken ausgestattet.
Diese Zahlen zeigen jedoch nur einen Teil: Unsere Hilfe bedeutet auch Hoffnung, Sicherheit und gibt den Kindern das Gefühl, nicht allein zu sein.
Highlights 2025
Zusätzlich zur alltäglichen Hilfe setzten wir mit besonderen Projekten Akzente:
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Benefizveranstaltung zum 30-jährigen Jubiläum mit rund 80 Gästen
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Charity-Auktion mit dem Wiener Dorotheum
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„Better Care Award“ für unsere Unterstützung von Roma-Familien
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42 erfüllte Kinderträume in unserer „Träumefabrik“
EIN GROSSES DANKE AN SIE!
Dank der Unterstützung von Partner:innen, Spender:innen und Ehrenamtlichen konnte GLOBAL 2000 auch 2025 verlässlich an der Seite der Kinder stehen. 2026 planen wir neue Wasseraufbereitungsanlagen, weitere Erholungsaufenthalte in Österreich und gezielte Unterstützung für schwerkranke Kinder im Osten der Ukraine.
Unser Einsatz in Zahlen
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Wir unterstützten 13.278 Kinder
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4.200 Kinder unseres Partnerkinderspitals erhielten Kreativsets zur Stressbewältigung.
Natur vor der Haustür: BIOM-Garten & Nationalpark Garten
von Mag. Dominik Linhard, GLOBAL 2000-Leitung Biodiversität
2025 holte GLOBAL 2000 weitere Gartenbesitzer:innen ins Boot. Die Teilnehmenden von BIOM-Garten & Nationalpark Garten tragen aktiv zum Naturschutz bei.
Unsere heimischen Gärten sind mehr als bloße Rückzugsorte – sie sind wertvolle Lebensräume für bedrohte Arten.
Für Frosch, Molch & Eidechse
Im Rahmen des GLOBAL 2000-Projekts BIOM-Garten wurden knapp 1.500 engagierte Gartenbesitzer:innen zu Hobby-Forscher:innen und meldeten ihre Beobachtungen auf der Plattform artenzählen.at und anderen Meldeplattformen für das Projekt. Insgesamt gingen stolze 5.033 Meldungen von Amphibien und Reptilien und dem Umfeld, in dem sie gesichtet wurden, ein. Die Erdkröte lag mit 766 Meldungen vorn, gefolgt von Teichmolch und Wasserfrosch. Bei den Reptilien hatten Mauer- und Zauneidechse, Blindschleiche und Ringelnatter die Nasen vorn.
Die gesammelten Daten liefern wertvolle Einblicke über Frequenz und Vorlieben der Tiere im privaten Gartenumfeld. Alle Funddaten fließen in den Österreichischen Biodiversitätsatlas ein und unterstützen Expert:innen bei der Erstellung neuer Roter Listen gefährdeter Arten.
Naturoasen vor der Haustür
Auch unser Nationalpark Garten-Netzwerk wuchs 2025 weiter. Mehr als 4.600 Gartenbesitzer:innen stellten wieder einmal unter Beweis, dass private Flächen zu echten Naturoasen werden können. Vorarlberg trat 2025 gleich mit einer ganzen Gemeinde bei: Göfis.
Auch unser alljährlicher Nationalpark Garten-Fotowettbewerb begeisterte wieder. Über 200 Hobby-Gärtner:innen setzten ihre üppige Blütenpracht gekonnt in Szene. Der Hauptpreis ging an Nicole aus Gols (Burgenland) für ihren Garten mit Wildstauden, heimischen Gehölzen und einer Trockensteinmauer – ein perfektes Beispiel für naturverträgliche Gestaltung. Weitere Preise würdigten kreative Balkone und Fensterbretter, die zeigen: Artenschutz funktioniert auch auf kleinstem Raum.
Vier goldene Regeln gelten für alle Teilnehmenden – kein Kunstdünger, keine Pestizide, kein Torf und eine offene Gartenpforte für heimische Pflanzen und Tiere. So werden private Gärten zu echten Mini-Nationalparks.
DER WALD BRAUCHT SCHUTZ!
GLOBAL 2000 kämpfte auch 2025 für Österreichs letzte Naturwälder: Scheibchenweiser Kahlschlag bedroht seltene Bestände – juristischer Schutz ist dringend nötig.
Bereits 2022 deckte GLOBAL 2000 illegale Fällungen in Naturschutzgebieten im Kamptal und Yspertal auf. Betroffen sind unter anderem seltene Schluchtwälder, in denen vor den Abholzungen sogar Seeadler gesichtet wurden. Große Biotopbäume mit über einem Meter Stammdurchmesser fielen der Kettensäge zum Opfer. Behörden sahen dabei zu – teils wegen Schlupflöchern im Forstrecht.
GLOBAL 2000 zog vor Gericht, um Naturverträglichkeitsprüfungen durchzusetzen. 2025 wies das Landesgericht unseren Antrag zurück – mit der Begründung, die Fällungen hätten bereits stattgefunden. Das ignoriert die Realität: Denn gegen nicht gemeldete Fällungen kann man faktisch nicht rechtzeitig vorgehen, weil man erst von ihnen erfährt, wenn sie bereits passiert sind. Nicht bereit, sich abspeisen zu lassen, reichte GLOBAL 2000 Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof ein. Parallel dazu regten wir eine Vorlage zum Europäischen Gerichtshof an, um den Schutz letzter Naturwälder grundlegend zu verbessern.
Naturschutz erfordert aktives Eingreifen. GLOBAL 2000 setzt sich weiter für den Erhalt der letzten Wälder ein – für Artenvielfalt, Klima und unsere gemeinsame Zukunft.
Danke für Ihren wertvollen Beitrag!
Unser Einsatz in Zahlen
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2025 wuchs unser Nationalpark Garten auf 6.838.153 Quadratmeter an.
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Das entspricht fast 1.000 Fußballfeldern.
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Im Rahmen von BIOM-Garten wurden allein 766 Erdkröten gesichtet. Mehr als 700 Gärten österreichweit waren also Lebensraum für mindestens eine Erdkröte.
Umweltschutz braucht einen langen Atem
Denn Dranbleiben zahlt sich aus, damit wir gemeinsam die Veränderungen bewirken können, die letztlich allen zu Gute kommen – uns Menschen, den Tieren und der Natur
Unser täglich Brot
... ist es, den richtigen Weg zu finden. Jenen Weg, der uns in eine lebenswerte, schöne Zukunft führt, in der wir Menschen in und von einer intakten Natur leben. Aber diese Vision allein genügt nicht. Was wir zur Umsetzung derselben brauchen, sind zum einen unser unerschütterlicher Enthusiasmus, unser persönliches Engagement und Ihre Unterstützung.
Damit wir unseren Auftrag erfüllen können:
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- nachforschen & recherchieren
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