Neben dem richtigen Heizsystem ist es wichtig auf eine gut gedämmte Gebäudehülle zu achten. Mit richtig durchgeführter Gebäudedämmung können Sie ihren Wohnkomfort steigern und Ihre Heizkosten senken. Ein gut gedämmtes Haus hilft nicht nur im Winter Heizkosten zu sparen, es schützt im Sommer auch vor Überhitzung. Mit einer umfassenden Gebäudesanierung, die die Dämmung der Außenfassade, des Dachgeschosses, des Kellergeschosses und eine Erneuerung der Fenster beinhaltet, können bis zu 80 Prozent der Energiekosten gespart werden. Der niedrigere Energieverbrauch hilft die Umwelt zu entlasten, schont natürliche Ressourcen und senkt die CO2-Emissionen.

Richtige Dämmstärke wählen

Bedenken Sie, dass die Entscheidung über die Dämmstärke Ihren Energieverbrauch der nächsten Jahrzehnte bestimmt. Sie sollten also nicht beim Dämmmaterial sparen. Auf die Gesamtkosten hat die Dämmstärke einen geringeren Einfluss, weil Arbeitszeit und Installationskosten als Fixkosten ohnehin anfallen. Dämmstärken von 20-30 cm gehören heute zum Standard. Für eine Dämmung auf Passivhausstandard ist eine Dämmstärke von 30-45 cm notwendig. Es gibt heute schon viele Beispiele wo auch in der Sanierung diese hohe Gebäudequalität erreicht wird. Wer nicht genug Geld hat, sein Gebäude umfassend zu dämmen, sollte zumindest die oberste Geschossdecke dämmen. Das ist eine besonders günstige und einfach umzusetzende Maßnahme, spart alleine schon bis zu 25 Prozent der Heizenergie und amortisiert sich nach wenigen Jahren.

Fachkundig gedämmte Gebäude beugen auch der Schimmelbildung vor. Gerade in schlecht gedämmten Gebäuden kann die Innenseite der Wände sehr kalt werden und sogar auf 10 °C absinken. In Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit führt das zu Schimmel. In gut gedämmten Gebäuden bleiben die Innenwände wärmer, was der Schimmelbildung entgegenwirkt. Zu beachten ist dabei, dass keine Wärmebrücken entstehen dürfen und die Dämmung fachlich gut ausgeführt werden muss.

Ökologisches Dämmmaterial bevorzugen

Achten Sie auch auf ökologische Dämmmaterialien. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl an Dämmstoffen, die etwa Schafwolle, Zellulose, Stroh, Flachs oder Hanf als Rohstoff verwenden. In vielen Bundesländern erhält man eine Extraförderung, wenn man auf diese Baustoffe setzt. Generell haben Naturmaterialien wie Kalkputz, naturbelassenes Holz und Lehm eine regulierende Wirkung auf die Luftfeuchtigkeit und beinhalten keine gesundheitsschädlichen Schadstoffe.

Welche Baustoffe verwendet werden und wie Dämmstoffe montiert werden, beeinflusst die Ökobilanz. Generell gilt, dass der Naturdämmstoffe eine besser Ökobilanz über die Lebensdauer aufweisen. Heute wird die Haltbarkeit einer Dämmung auf etwa 50 Jahre geschätzt. Am Ende der Lebensdauer können Dämmstoffe wiederverwertet werden zum Beispiel als Schüttmaterial im Straßenbau. Meist werden sie aber thermisch verwertet, wobei etwa die Hälfte der für die Herstellung eingesetzten Energie gewonnen werden kann. Eine gute Recyclingstrategie ist notwendig. Aber auch die Art des Einbaus beeinflusst die Recyclingmöglichkeit. Einblasdämmung und mechanisch befestigte Dämmungen können beispielsweise einfach wieder abgesaugt oder abmontiert werden. Wird der Dämmstoff aufgeklebt steigt der Aufwand für Recycling erheblich.