Billig gekauft kommt teuer zu stehen ...

Das neue EU-Energielabel wird Ihnen beim Kauf ihres neuen Geschirrspülers, Staubsaugers oder Kühlschranks ein guter Berater sein. Mit seiner simplen Farb- und Buchstaben-Skala gibt es Ihnen nicht nur Auskunft über die Energieeffizienz Ihres neuen Geräts, sondern auch über dessen Wasserverbrauch, die Geräuschemissionen und über das eventuelle Vorhandensein eines Netzschalters. Die Skalen bei Kühl- und Gefriergeräten, Trocknern, Wasch- und Spülmaschinen haben sich weiterentwickelt und reichen heute bereits bis A+++. War Energieeffizienzklasse A vor Jahren noch ein besonders sparsames Modell, so liegt es heute bereits großteils am unteren Ende der Skala.

Nur noch A+++ ist top

Laut EU-Ökodesign-Richtline ist die Mindestanforderung für Wasch- und Spülmaschinen Effizienzklasse A, bei Kühl- und Gefriergeräten A+. Hier ist nur noch A+++ besonders effizient, A++ ist bereits mäßig und Geräte mit A+ oder A unterdurchschnittlich und daher zu vermeiden. Für Staubsauger wird 2014 die Begrenzung der Motorleistung auf unter 1600 Watt und bis 2017 auf unter 900 Watt festgelegt.

Haushaltsgeräte & Energieeffizienz

Haushaltsgeräte geben immer dann ihren Geist auf, wenn es uns am wenigsten gelegen kommt. Dennoch lohnt es sich, jeden Gerätekauf wohl zu überlegen. Energie- und wassersparende Geräte halten die Betriebskosten niedrig und helfen mit, die Umwelt zu schützen. Besonders effiziente Geräte sparen über die Jahre gerechnet wesentlich mehr an Strom- und Wasserkosten ein, als sie bei der Anschaffung teurer sind. Eine Waschmaschine mit 20 Liter höherem Wasserverbrauch kostet über 15 Jahre gerechnet 388 Euro mehr als das effizientere Modell. Kühl- und Gefriergeräte mit einem jährlichen Mehrverbrauch von 100 kWh kosten - über den gleichen Zeitraum gerechnet - um 420 Euro mehr.

Achtung Gerätegröße

Das Energielabel gibt Auskunft über den jährlichen Energieverbrauch. Allerdings werden die Geräte im Verhältnis zur Größe bewertet. Ein großes Gerät verbraucht trotzdem bei weitem mehr Strom als ein kleines. Bei TV-Geräten liegt die durchschnittliche Bildschirmdiagonale mittlerweile bei 103 cm und der Jahresstromverbrauch bei 108 kWh. Ein kleiner Fernseher der Effizienzklasse D mit einem Jahresstromverbrauch von 90 kWh verbraucht etwa gleich viel Strom wie ein sehr großer Fernseher der Effizienzklasse A++. Große A+-Fernseher verbrauchen etwa so viel Strom wie die alten Bildröhrenfernseher.

MarketWatch testet auf Herz und Nieren

GLOBAL 2000 ist Projektpartner des EU-Projekts MarketWatch, das u.a. zum Ziel hat, die verpflichtende Kennzeichnung der Geräte zu überprüfen und ein Bewusstsein für energieeffiziente Geräte zu schaffen. Wir nehmen Produktkennzeichnungen und Ökodesign-Standards im Einzel- und Onlinehandel genau unter die Lupe und testen 120 Geräte auf Herz und Nieren: Welche Geschäfte sind vertrauenswürdig? Welche Produkte schneiden gut ab? Wo liegt Österreich im internationalen Vergleich?

Seit Februar 2014 veröffentlichen wir auf der österreichischen MarketWatch-Website regelmäßig die Ergebnisse der Ladenbegehungen und Produkttests. Und wenn Sie noch mehr wissen wollen, abonnieren Sie auf market-watch.at unseren Newsletter.

Kühlgeräte vorzeitig austauschen?

Sie scheuen sich davor, ein noch funktionsfähiges Gerät wegzuwerfen, auch wenn ein neues Gerät deutlich weniger Strom verbrauchen würde? Das Öko-Institut hat berechnet, wann ein Austausch aus ökologischer Sicht sinnvoll ist. Der Energieverbrauch zur Herstellung eines neuen Kühl- oder Gefriergerätes wird, je nach Verbrauch des Altgerätes, bereits nach etwa ein bis bis zwei Jahren durch die Energieeinsparungen während der Nutzung kompensiert. Sollte Ihr bisheriges Kühl- oder Gefriergerät älter als zehn Jahre sein, lohnt sich auf jeden Fall ein vorzeitiger Austausch, wenn Sie mindestens ein A++ Gerät anschaffen und das alte nicht im Keller weiterlaufen lassen. Nähere Infos dazu finden Sie auf verbraucherzentrale-rlp.de/UNIQ/energiekennzeichnung