Im Zuge der Verhandlungen um die Handelsabkommen TTIP (mit den USA) und CETA (mit Kanada) hat die Gentechnik in den vergangenen Jahren eine zentrale Rolle gespielt. Zunächst wurde sehr früh, zu Beginn der TTIP-Verhandlungen 2013, seitens der Agrarindustrie in den USA klar gemacht, dass TTIP nur ein Erfolg sein könne, wenn die EU endlich ihre Handelswege für mehr Gentechnik öffnet. Die strengen Zulassungsverfahren der EU, die Jahre dauern und letztlich zu einer Ablehnung führen können, waren ihnen schon lange ein Dorn im Auge. Ähnlich verhielt es sich mit Kanada, nur wurde der Vertrag bis 2014 völlig im Geheimen verhandelt. Als dann im Herbst 2014 endlich der fertige Vertragstext veröffentlicht wurde, war klar: Auch den Kanadiern geht es um eine schnellere Zulassung ihrer Gentechnik-Produkte in der EU. Der Biotechnologie (und somit auch der Gentechnik) ist im CETA-Vertrag ein eigenes, kurzes, aber aussagekräftiges Kapitel gewidmet, das klar macht: Es soll alles getan werden, damit auch für die Gentechnik keine „unnötigen“ Handelsbarrieren mehr bestehen.

Während die TTIP-Verhandlungen momentan ausgesetzt sind, ist mit Februar 2017 der Großteil des CETA-Vertrags in Kraft getreten und mit ihm das Gentechnik-Kapitel. Wir werden sehr aufmerksam die kommenden Entwicklungen in der EU verfolgen. Mehr Infos dazu hier: CETA und die Gentechnik

CETA und die Gentechnik