#WeChooseReuse

Wir wählen Mehrweg – das haben wir uns zum Ziel gesetzt. 

Das Thema Kreislaufwirtschaft ist in aller Munde. Die Abfallhierarchie ist in allen europäischen Gesetzgebungen enthalten, somit sollte die Abfallvermeidung und Wiederverwendung stets Vorrang vor dem stofflichen Recycling und der energetischen Verwertung haben. Dennoch steigen die Müllberge Österreichs und Europas immer noch an. 

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Stetige Beweise für illegale Müllexporte in asiatische Länder zeigen, dass das Müllproblem häufig ausgelagert wird. Der massive Anstieg an Müll hat negative Auswirkungen auf die Biodiversität und unsere Gesundheit, daher sind Lösungen dringend gefragt.

Gerade bei Einweg-Produkten wurden die Konsequenzen für Mensch und Umwelt zu lange ignoriert. Die Folgekosten durch Einwegmüll werden nicht den Produzenten verrechnet. Deshalb haben sie noch immer einen unfairen Wettbewerbsvorteil gegenüber Mehrweg-Systemen. Denn Einweg ist meist billiger für große Konzerne, da sie sich nicht um die Rücknahme der Verpackungen kümmern müssen – zu oft landen sie daher auch in der Natur oder im nicht-recyclebaren Restmüll.

Mehrweg ist der Weg

Mit Mehrweg-Alternativen gelingt uns nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch eine müllreduzierte, naturschonende Zukunft. Wiederverwendungssysteme können das Vermüllungsproblem an der Quelle lösen und nachhaltige Konsumgewohnheiten fördern. Die Abkehr von schadstoffhaltigen Wegwerfprodukten trägt dazu bei, dass unsere geschädigten Ökosysteme und die Artenvielfalt geschont werden - mit direkten positiven Auswirkungen auf die Gesundheit von uns BürgerInnen. Zusätzlich hilft es Unternehmen, Organisationen und Städten, Kosten für das Abfallmanagement zu senken sowie Arbeitsplätze und Wertschöpfung auf lokaler Ebene zu schaffen. 

Es gibt inzwischen hunderte Unternehmen in ganz Europa, die Abfüll- oder Mehrwegsysteme anbieten, aber seien wir uns ehrlich: Die wirtschaftlichen und politischen Anreize begünstigen immer noch massiv Einwegprodukte und -verpackungen. Eine Kreislaufwirtschaft kann nur florieren, wenn es Anreize für Abfallvermeidung und Wiederverwendung gibt. Gleichzeitig müssen Barrieren geschaffen werden, die von linearen Konsummustern und der übermäßigen Fokussierung auf Recycling abhalten. Für ein gesundes Leben auf unserem Planeten braucht es eine systematische Überarbeitung des "Business as usual". 

Es ist also an der Zeit, Einwegprodukte und -verpackungen durch umweltfreundliche Alternativen zu ersetzen und somit Europa und Österreich nachhaltig und fit für die Zukunft zu machen.

Was braucht es dafür?

  • Wiederbefüllung – eigene Behälter verwenden und wieder-befüllen
  • Die Förderung von Mehrwegsystemen
  • Pfandsysteme auf Einweggetränkeverpackungen, um Gleichstellung zu erlangen
  • Liefer- und Abholservices (für Mehrweggebinde und wiederverwendbare Produkte)– damit Mehrwegsysteme gedeihen können
  • Langlebige Produkte, die nachhaltig produziert werden
  • Bewerbung und Förderung regionaler und umweltfreundlicher Mehrweg-Alternativen
  • Europaweite Förderung von wieder-befüllbaren Verpackungen

Wie kannst du beitragen?

Wir wissen, dass es bereits eine Vielzahl an engagierten Personen gibt, die im privaten Leben oder in ihren Geschäftstätigkeiten Mehrweg-Alternativen verwenden und täglich umsetzen. Im Rahmen der #WeChooseReuse Kampagne setzen wir uns europaweit für bessere Rahmenbedingungen für Wiederverwendung ein und fordern Entscheidungsträger*innen auf eine bessere Basis für Abfallreduktion zu schaffen. Sie können beitragen, in dem sie unseren Appell unterzeichnen und damit der Forderung mehr Gewicht verleihen. Alle können beitragen, egal ob Einzelperson, Unternehmen oder Gemeinde:

Als Unternehmen: 

Wir rufen Unternehmen mit Mehrweg oder Abfüllsystemen aus ganz Europa auf, sich unseren Bemühungen anzuschließen. Gemeinsam fordern wir EntscheidungsträgerInnen auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene auf, ehrgeizige Maßnahmen zur Umsetzung einer Zero-Waste-Wirtschaft mit robusten Wiederverwendungssystemen zu ergreifen. Wenn Sie ein Unternehmen sind, das bereits Mehrweg-Alternativen anbietet oder dies anstrebt, können Sie unseren offenen Brief an die EU-Kommission und an nationale EntscheidungsträgerInnen unterzeichnen.

Jetzt mitmachen

Als Einzelperson: 

Einzelpersonen können sich unserem Appell an EntscheidungsträgerInnen anschließen und ihrer Einsatzbereitschaft für eine ressourcenschonende Zukunft hier eine Stimme verleihen. Auch mit jeder einzelnen Kaufentscheidung kann man beitragen – hier finden Sie unseren Guide, wie in verschiedenen Bundesländern der Umstieg auf Mehrweg leichter fällt.

Als Gemeinde / Stadt: 

Gerade Gemeinden und Städte spielen eine führende Rolle bei der Gestaltung unserer zukünftigen Gesellschaft und der Erreichung einer Kreislaufwirtschaft. Ziel der Kampagne ist es 100 Unterschriften von Kommunen aus 10 verschiedenen europäischen Ländern zu sammeln und damit ein klares Zeichen für bessere politische Rahmenbedingungen für Mehrweg zu setzen. Wollen auch Sie, dass Ihre Gemeinde Teil der Bewegung ist? Hier können Sie den offenen Brief auf deutsch lesen, weitersenden und online unterschreiben. 

Mit einer Wegwerfgesellschaft können wir keine Kreislaufwirtschaft erreichen. Doch gemeinsam haben wir die Möglichkeit robuste Wiederverwendungssysteme zu schaffen und wieder in eine saubere, intakte und gesunde Natur zu steuern.

Über #WeChooseReuse

Als Mitglied der internationalen „Break Free From Plastic“-Bewegung, unterstützt GLOBAL 2000 die aktuelle Kampagne #WeChooseReuse. Wir wollen uns so gemeinsam mit unseren internationalen Partner-NGOs für eine saubere und ressourcenschonende Zukunft stark machen. Die Kampagne ist aus dem Wunsch entstanden, robuste Wiederverwendungslösungen als Antwort auf die globale Plastikkrise zu fordern. Die Kampagne möchte mit der Unterstützung von Einzelpersonen, Nichtregierungsorganisationen, Unternehmen als auch Gemeinden und Städte politische EntscheidungsträgerInnen in die Pflicht nehmen, um diese Systeme einzurichten. Die Kampagne hat ihren Höhepunkt am nationalen Refill Day am 16. Juni 2021, an dem wir alle Stimmen medienwirksam und mit großer Aufmerksamkeit an EntscheidungsträgerInnen übergeben werden.