Palmöl, nein danke!

19. Dezember 2017

Weihnachtszeit ist Keksezeit!

Aber wusstet Ihr schon, dass 80% aller im Handel erhältlichen Kekse das umstrittene Palmöl enthalten? Nicht nur das, in jedem zweiten Supermarktprodukt ist Palmöl enthalten. Neben den Keksen gehören Waschmittel, Margarinen, Kosmetika Fertigsuppen, Tiefkühlpizzen und so gut wie alle anderen Fertigprodukte zu den Palmölverdächtigen. Gerade jetzt zur Weihnachtszeit haben wir den Fokus auf Kekse gelegt. Palmölfreie Kekse sind in Supermärkten tatsächlich eher die Ausnahme statt die Regel. Wir können nur empfehlen einmal selbst darauf zu achten!

Bei uns hatte die Erfahrung auf alle Fälle Einfluss auf unser Kaufverhalten. Aber nicht nur das, wir haben uns auch entschlossen, vermehrt selber Kekse zu backen. Gründe für den Verzicht auf Palmöl gibt es nämlich allerhand. In einer Pressekonferenzd berichtete Martin Wildenberg von GLOBAL 2000 und David Horvath von Südwind von ihrer gemeinsamen Forschungsreise in Indonesien und den Auswirkungen des rapiden Anstiegs der Palmölnachfrage auf die Bevölkerung vor Ort und auf die Umwelt. Sie erzählten von Landraub, Menschenrechtsverletzungen und Lebensraumvernichtungen. Da der Bedarf an Palmöl weiter steigen wird, kann der Flächenbedarf nur durch Trockenlegung von Mooren und auf Kosten von artenreicher Regenwälder erfolgen, was erhebliche CO2 Mengen freisetzt. Zwar gibt es auch Plantagen, die das Palmöl nachhaltig anbauen, dies wird aber nur sehr selten als solches deklariert, um den Konsumenten nicht direkt darauf zu verweisen, dass in einem Produkt das problematische Palmöl frei ist.

Gerade jetzt zur Weihnachtszeit werden vermehrt Kekse konsumiert. Keksrezepte gibt es tausend, ob vegan, mit Schokolade oder Keksen. Wer also palmölfreie Kekse an Freunde, Familie oder sich selbst verschenken möchte, hat jetzt zur Weihnachtszeit die Gelegenheit dazu. Am besten ist es natürlich, wenn auf palmölhaltige Margarine verzichtet wird und wenn die Beschenkten gleich noch ein bisschen Input über Palmöl und die Auswirkungen des Palmölanbaus erhalten.

 

1. Dezember 2017

Palmöl? Gerne oder doch nein, danke?

Es ist früh am Morgen. Du schaffst es gerade ins Badezimmer, wäscht dein Gesicht, trägst Pflegeprodukte oder Make-up auf, holst dir frisch gewaschene Kleidungsstücke aus dem Schrank, nimmst dein Frühstück zu dir und einen kleinen Keks gibt es auch dazu, weil du gerade Lust darauf hast. All diese Tätigkeiten passieren fast schon automatisch und wir denken kaum darüber nach. Dennoch triffst du damit Entscheidungen, deren Konsequenzen du dir in deinen kühnsten Träumen nicht ausmalen könntest.

Was hat all dies nun mit Palmöl zu tun?

Palmöl ist ein ständiger Begleiter in der modernen Welt, jedoch aus gutem Grund im Stillen. Palmöl wird aus dem Kern oder der Frucht der Ölpalme gewonnen. Die EU, also wir, sind der weltweit drittgrößte Verbraucher. Palmöl befindet sich in vielen Produkten, beispielsweise in Lebensmitteln, inkl. Süßwaren, aber auch in Kosmetik, Putzmittel, Kerzen, Tinten und Polituren.

Um diesen hohen Bedarf zu decken, gibt es immer mehr Plantagen, z.B. in Malaysia und Indonesien. Die Konsequenzen sind verheerend, sowohl für den Regenwald wie auch die Artenvielfalt.