Neuigkeit, 20.05.2020

Kreativ-Aktion zum Tag der Biene

Eine riesige Blumenwiese inklusive dutzender Bienen und anderer Insekten mitten auf der Mariahilferstraße sorgte am Mittwoch frühmorgens für Aufsehen.

Zwar waren die Blumenwiese und die Insekten nur mit Kreide auf den Boden gemalt, der Anblick war trotzdem ungewöhnlich farbenfroh. Umgesetzt wurde die Aktion von unserem Freiwilligenteam, dem Team*Aktiv, das damit auf den internationalen Tag der Biene am 20. Mai aufmerksam machen will. Am frühen Morgen sind die AktivistInnen unter Einhaltung aller aktueller Schutzmaßnahmen ausgeschwärmt, um die Botschaft zu verbreiten. Außerdem wurde auf die europäische BürgerInnen-Inititative „Bienen und Bauern retten“ hingewiesen.

Das Bienensterben als Anlass

Der Tag der Biene wurde 2018 von den Vereinten Nationen ausgerufen, um das Bewusstsein für die Bedeutung der Bienen zu stärken und hat durchaus einen ernsten Hintergrund. Beinahe überall auf dem Globus befinden sich Bienen und andere Insekten in Bedrängnis und ihre Anzahl wird immer geringer. Auch in Österreich wird seit Mitte der Neunzigerjahre ein zunehmendes Sterben ganzer Bienenvölker festgestellt. Aber auch die weniger beachteten Wildbienenvölker sind immer mehr bedroht. 

Ohne Honig- und Wildbienen gäbe es viele unserer Nahrungsmittel nicht - zumindest nicht in einer reichhaltigen Fülle. Etwa 70 Prozent der blühenden Pflanzenarten sind auf Bienen und andere Insekten angewiesen. Der volkswirtschaftliche Nutzen der Bestäubung durch Bienen liegt in Österreich bei ca. 900 Millionen Euro, europaweit bei etwa 15 Milliarden Euro. 

Das Bienensterben hat viele Ursachen, doch die meisten der Gefahren werden vom Menschen verursacht und kommen vor allem aus den Umbrüchen der Landwirtschaft seit den 1960er Jahren. Monokulturen, Mahd und Überdüngungen sowie der Verlust von vielfältigen Strukturen in der Kulturlandschaft führen zum Bienensterben und zum Rückgang von Biodiversität ganz allgemein. Die europäische BürgerInnen-Initiative "Bienen und Bauern retten" fordert deshalb einen schrittweisen Ausstieg aus synthetischen Pestiziden, Maßnahmen zur Erholung von Biodiversität und eine Unterstützung von Bäuerinnen und Bauern beim Umstieg auf eine nachhaltige und vielfältige Landwirtschaft.

 

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