Pestizid-Cocktail stoppen: Jetzt müssen wir handeln!

PFAS-Pestizide, Glyphosat, Acetamiprid, … Pestizide die schon am Markt etabliert sind, sollen ohne weitere Prüfungen immer wieder zugelassen werden. Darauf drängt die EU-Kommission derzeit mit einem neuen Gesetzespaket.

Geht es nach dem neuen Gesetzespaket Pestizid-Omnibus, das gerade in der EU-Kommission verhandelt wird, wird uns bald ein 4-Gänge-Pestizid-Menü aufgetischt:

  • Glyphosat hat die WHO als "wahrscheinlich krebserregend" eingestuft.
  • Acetamipirid ist gefährlich für Bienen und kann vermutlich das Kind im Mutterleib  schädigen.
  • PFAS-Pestizide können zu TFA zerfallen - und TFA wird von der Behörde ECHA als wahrscheinlich fortpflanzungsgefährdend eingestuft.
  • Flufenacet ist hormonell wirksam und giftig für Wasserorganismen - bei der Wiederzulassung wurde es aus dem Verkehr gezogen, was zeigt warum diese Überprüfungen so wichtig sind.

Was haben diese 4 Wirkstoffe gemeinsam?

Sie alle zeigen, warum der Pestizid-Omnibus so gefährlich ist: Durch die Änderungen könnten Glyphosat und Acetamiprid unbegrenzt zugelassen werden, Verbrauchsfristen für das gefährliche Flufenacet könnten doppelt so lange sein, Verbote würden erschwert werden und es würde dazu führen, dass Konzerne weniger Studien zu den Nebenwirkungen durchführen.

Magdalena Pitzer von GLOBAL 2000 in neon-grüner Jacke

“Wir wollen kein Pestizid-Menü auf unserem Teller und auch keine Gift-Cocktails. Unsere Regierung und unsere Abgeordneten im EU-Parlament dürfen dem Druck der Pestizid-Lobby nicht nachgeben”

Magdalena Pitzer, EU-Umweltsprecherin von GLOBAL 2000

Aktion in Wien

Mit Giftig-grünen Cocktails, Gasmasken und ein vier Gänge umfassendes „Pestizid-Menü“ machen wir auf der Wiener Mariahilfer Straße aufmerksam: Die geplante Aufweichung der EU-Pestizidregeln müssen wir stoppen!

Der Oktober entscheidet

Noch im Oktober stehen diese wichtigen Abstimmungen im EU-Parlament an. Die EU-Kommission drängt darauf, ihren sogenannten Pestizid-Omnibus durchzusetzen. Geht das Gesetz durch, werden Glyphosat, Acetamiprid und Co. künftig automatisch und ohne erneute Überprüfung der gesundheitlichen und ökologischen Auswirkungen zugelassen. 

Derzeit sind routinemäßige Wiederzulassungen vorgeschrieben, die sicherstellen sollten, dass Wirkstoffe ein vertretbares Risiko für Mensch und Umwelt bedeuten. Diese Sicherheitsschranke würde für den Großteil der Wirkstoffe fallen. 

Machen Sie bei unserem E-Mail-Protest mit!

Schicken Sie eine E-Mail an Minister Norbert Totschnig, die österreichischen Mitglieder und den Berichterstatter im EU-Parlament. Es dauert nur 2 Minuten - Sie können die vorgeschriebene Nachricht bequem über den E-Mail-Protest abschicken. Damit fordern Sie gemeinsam mit uns und allen Unterstützer:innen sich für den Schutz von Mensch und Umwelt sowie eine Beibehaltung der derzeitigen Regeln einzusetzen.

Wir sagen DANKE!