Plastik vermeiden im Badezimmer

Ob Zahnbürste, Shampoo oder Kosmetikartikel, im Badezimmer ist nahezu alles aus Plastik oder in Plastik verpackt. Für viele Artikel gibt es aber auch plastikfreie Alternativen:

  • Verwenden Sie lieber unverpackte Seife statt Shampoo und Duschgel in Plastikverpackungen.
  • Kaufen Sie Pflegeprodukte wie Öle lieber im Glas. Oder stellen Sie Ihre Kosmetikprodukte am besten selbst her, dann wissen Sie, was drinnen ist und können auf unnötige Plastikverpackungen und Zusätze verzichten.
    - Plastikfreie Haarentfernung: Sugar-Waxing. Probieren Sie es aus! Man braucht nur 2 Tassen Zucker, ¼ Tasse Zitronensaft und ¼ Tasse Wasser.
    - Plastikfreies Haarwaschen: Man braucht nur ein Ei, einen TL Honig und den Saft einer Zitrone. Eine nicht so aufwändige Alternative dazu wäre Lavaerde.
    - Mehr Rezepte finden Sie hier: Naturkosmetik selber machen
  • Achten Sie beim Kauf von Kosmetikartikeln darauf, dass diese frei von Kunststoffen sind. Die häufigsten Kunststoffe in Kosmetika und ihre Abkürzungen:

- Polyethylen (PE)
- Polypropylen (PP)
- Polyethylenterephthalat (PET)
- Nylon-12 (Nylon-12)
- Nylon-6 (Nylon-6)
- Polyurethan (PUR)

- Acrylates Copolymer (AC)
- Acrylates Crosspolymer (ACS)
- Polyacrylat (PA)
- Polymethylmethacrylat (PMMA)
- Polystyren (PS)

  • Kaufen Sie Duschvorhänge aus gewachster Baumwolle. Duschvorhänge aus PVC enthalten Weichmacher.

Plastik vermeiden beim Essen und in der Küche

Auch in der Küche und bei den täglichen Mahlzeiten fällt viel Plastik und Plastikmüll an.

  • Beim Einkaufen Produkte wählen, die nicht in Plastik verpackt sind: frisches Brot, Käse, Obst vom Markt oder Bioladen, Milch und Joghurt, Tomatensauce… etc. im Mehrwegglas oder gehen Sie am besten überhaupt in einen verpackungsfreien Supermarkt.
  • Vermeiden Sie Tiefkühlkost aus dem Supermarkt, denn diese kommt immer in plastikbeschichteten Verpackungen. Beim Selbst-Einfrieren sollten Sie wiederverwendbare Behälter verwenden.
  • Verzichten Sie in Zukunft auf Frischhaltefolie und verwenden Sie stattdessen abbaubare/wiederverwendbare Frischhaltetücher mit Bienenwachs.
  • Nehmen Sie Glasbehälter von zuhause zum Einkaufen mit und lassen Sie Ihre Wurst oder Käse gleich darin verpacken. In kleineren Geschäften, Bioläden oder auf Märkten kommen einem die Verkäufer meist gerne entgegen und verpacken die Waren in Papier oder in mitgebrachten Glasbehältern.

Plastik vermeiden im Alltag

  • Kaufen Sie Spielsachen aus Holz. Wenn es Plastikspielzeug sein muss, dann versuchen Sie es zuerst aus zweiter Hand zu bekommen. Das ist nicht nur ressourcenschonend, sondern auch gut für Ihre Geldbörse.
  • In Plastik verpackte Taschentücher müssen nicht sein. Wer in Schnupfen-Zeiten auf Stofftaschentücher zurückgreift, spart nicht nur unnötigen Müll ein, sondern schont auch die bereits beleidigte Nase. Wer auf Papiertaschentücher gar nicht verzichten möchte, sollte lieber in Karton verpackte Großpackungen kaufen.
  • Sie haben Haustiere? Dann tun Sie Ihrem Liebling und der Umwelt einen Gefallen und kaufen Sie Spielzeug für Tiere aus Naturfasern.
  • Achten Sie beim Kleiderkauf auf Textilien aus Naturfasern, denn bei Textilien aus Kunstfasern lösen sich bei jedem Waschgang Mikroplastikpartikel, die über das Abwasser in die Natur gelangen können.
  • Seifenblock als Spülmittel oder wiederbefüllbare Flaschen
  • Waschmittel empfehlen wir entweder selbst herzustellen, oder zumindest darauf zu achten, dass sie ohne Kunststoff und im Karton sind statt in der Plastikflasche verpackt. Rezepte finden Sie hier: Waschmittel selbst machen

Noch mehr Tipps rund um Plastik:

  • Erhitzen Sie Lebensmittel nicht in Plastikgefäßen. Verwenden Sie für die Mikrowelle lieber Porzellan oder Steingutgeschirr, denn durch die Mikrowellenstrahlung können sich giftige Schadstoffe aus dem Plastik lösen und so in ihr Essen gelangen.
  • Verwenden Sie keine Lebensmittelbehälter, die mit PC oder dem Recyclingzeichen 7 gekennzeichnet sind und entsorgen Sie abgekratzte Plastikbehälter.
  • Vermeiden Sie Produkte aus PVC und PC sowie Produkte mit starkem Kunststoffgeruch, denn das deutet oft darauf hin, dass das Plastik viele Schadstoffe abgibt.
  • Achten Sie auf das österreichische Umweltzeichen („Hundertwasserzeichen“). Die damit ausgezeichneten Produkte dürfen keine Weichmacher enthalten.
  • Richtig trennen ist wichtig, damit eine effiziente Wiederverwertung sichergestellt werden kann. Jedes Bundesland hat eigene Richtlinien, was in den Plastikmüllcontainer kommen soll.

Und hier haben wir noch einige Filmtipps für Sie:

Unsere Tipps sind doch ein wenig zu schwer umzusetzen? Kein Problem wir haben hier auch einfache Plastikvermeidungs-Tipps.