AKWs in EUROPA auf einer größeren Karte anzeigen

In Frankreich läuft seit den 1970er Jahren ein massives Atomprogramm, in dessen Rahmen heute 58 Druckwasserreaktoren am Netz sind und 2016 einen Anteil von 72,28 Prozent an der gesamten Stromproduktion des Landes hatten. Im nordwestlichen La Hague wird eine Wiederaufbereitungsanlage betrieben. Für dieses Atomprogramm spielen einerseits die französischen Interessen am Atombombenbau eine Rolle, andererseits das Ziel nationaler Unabhängigkeit in der Energieversorgung. Das französisch-deutsche Atomunternehmen ‚Areva’ (früher Framatome-Siemens) entwickelte zudem Pläne für eine neue Generation von Druckwasserreaktoren, den „EPR“. Der erste EPR wird derzeit in Finnland errichtet, ein weiterer EPR wird in Flamanville (Nordfrankreich) gebaut. Beide Projekte zeichnen sich durch erhebliche Probleme, zeitliche Verzögerungen und explodierende Kosten aus. Der Betreiber der französischen AKW, das staatliche Energieunternehmen "Électricité de France" (EDF), ist eines der größten Energieunternehmen der Welt.

Areva baut bereits seit vier Jahrzehnten im Niger Uran ab – mit katastrophalen Folgen für Umwelt und Gesundheit. Im Januar 2009 hat Areva im Niger ein neues Abkommen über die Ausbeutung der weltweit zweitgrößten Uranmine abgeschlossen.

EPR-Europäischer Druckwasserreaktor

Die französische Firma Framatome hat gemeinsam mit Siemens einen „neuen“ AKW-Typ entwickelt: den EPR. EPR steht für „Europäischer Druckwasserreaktor“, könnte aber auch für "Europäischer Problemreaktor" stehen. Die Arbeiten am finnischen EPR, an denen Siemens zu einem Drittel beteiligt ist, starteten 2005. Schon jetzt hinkt der Bau mehr als zwei Jahre hinter dem Zeitplan her, die Kosten explodieren: Statt ursprünglich geplanter € 3,2 Milliarden geht EdF mittlerweile von mindestends € 8,5 Milliarden aus. Schon 2007 lagen sie um € 1,5 Milliarden über dem vereinbarten Festpreis von € 3,2 Milliarden. Im Laufe der Arbeiten wurden rund 1.500 Mängel dokumentiert, unter anderem Probleme mit porösem Beton und mangelhaften Schweißnähten am Sicherheitsbehälter. Ende Juli 2008 brach auf der Baustelle ein Feuer aus. Es richtete erheblichen Schaden an der äußeren und inneren Hülle des Reaktorgebäudes an.

Atompolitische Debatte

Dem Atomprogramm entsprechend gibt es keine Ausstiegsbeschlüsse. Kein westeuropäisches Land hat eine derart ausgeprägte positive Einstellung zur Atomenergie wie Frankreich. Auch für die großen Parlamentsparteien ist Atomkraft ein Faktum, das nicht infrage gestellt wird. Ex-Präsident Sarkozy denkt sogar an den Export von Atomtechnologie nach Libyen: in einer Absichterklärung sehen die beiden Staaten die Lieferung eines Atomreaktors vor, mit dessen Energie eine Meerwasserentsalzungsanlage betrieben werden soll. Das Geschäft würde Areva NP abwickeln, eine Tochtergesellschaft der staatlichen französischen Nuklearholding Areva.

Dennoch konnte die Grüne Partei "Les Verts" ab 1997 in der Regierung Ansätze des Umdenkens einleiten: so wurde die Inbetriebnahme des „Schnellen Brüters“ Superphoenix vorerst aufgeschoben und mittlerweile in die Mottenkiste eingelagert. Die Debatte um die Zukunft der französischen Atompolitik drohte 2003 das linksliberale Regierungsbündnis zu sprengen. Die Bevölkerung setzte sich immer wieder gegen Atomkraft ein: so demonstrierten 1980 mehr als 100.000 Menschen gegen die Pläne des AKW Plogoff (Bretagne). Im Präsidentenwahlkampf 1980 rangen sie so François Mitterand erfolgreich das Versprechen ab, diesen Meiler zu verhindern. Neben den "Verts", einerweiteren grünen Partei „Génération Ecologie“ und der Partei " Les Alternatifs" gehen heute verschiedene Gruppen, insbesondere das über 700 Initiativen integrierende Netzwerk „Sortir du Nucléaire“, gegen die Atomenergienutzung an.

Der Unfall im südfranzösischen AKW Tricastin im Sommer 2008, bei dem Gelände der südfranzösischen Atomanlage von Tricastin ist in der Nacht zu Dienstag 2008, bei dem eine große Menge Uran in den Boden, in das Grundwasser und in die beiden benachbarten Flüsse Gaffière und Auzon schwappten, führte zu starken atompolitischen Protesten. In den beiden Zuflüssen zur Rhône wurde eine tausendfache Uranbelastung gemessen. Dennoch wurde die örtliche Bevölkerung erst zehn Stunden nach dem Unfall informiert. Noch viel später veröffentlichte die Präfektur einen Erlass für die umliegenden drei Gemeinden, in dem sie das Wassertrinken, Wassersport, bei Bewässerung von Gärten und Feldern sowie den Konsum von geangelten Fischen bis auf Weiteres verbot.

Atommüll

Das französische Parlament hat 2006 nach langen Debatten den Bau eines Lagers für Atommüll beschlossen. Nach dem Willen der Abgeordneten wird ab 2025 hochradioaktiver Abfall in unterirdischen Stollen für die Ewigkeit deponiert. Die Lagerung ausländischen Atommülls bleibt gleichzeitig verboten. Unklar ist allerdings noch, wo die Lagerungsstollen angelegt werden, eine Entscheidung darüber soll bis 2015 fallen. Bislang existiert lediglich ein Forschungslabor in Bure in Lothringen, wo im Auftrag der Regierung die Möglichkeiten der Endlagerung erforscht werden. Hier könnte auch das Lager für den Atommüll errichtete werden. Die Kosten für die Endlagerung liegen nach Regierungsangaben bei geschätzten € 15 Milliarden für die ersten 100 Jahre.

Parallel zum Bau des Endlagers sollen in Frankreich auch Alternativen zur Endlagerung von Atommüll erforscht werden. Die Parlamentarier setzen vor allem auf die Verringerung der gefährlichen radioaktiven Strahlung mit technischen Mitteln sowie eine verlängerte Zwischenlagerung von bis zu 300 Jahren. Bislang werden die Abfälle der Kernkraftwerke in Frankreich an der Erdoberfläche zwischengelagert.

Die Wiederaufbereitungsanlage La Hague ("Usine de Retraitement de La Hague") ist ein Industriekomplex der COGEMA-Gruppe in Beaumont-Hague in La Hague. Abgebrannte Brennelemente werden physikalisch und chemisch zerlegt, um Uran und Plutonium zu separieren. Die ursprüngliche Idee war das Plutonium zum Bau von Atombomben und als Brennstoff für "Schnelle Brüter" zu verwenden. Heute gibt es dafür keinen Bedarf mehr, weil die Technologie der Brüter gescheitert ist und der globale Trend zur Abrüstung anhält. Insofern hat die Wiederaufbereitung auch aus Sicht vieler Atombefürworter ihren Sinn verloren, vor allem auch, weil dies der gefährlichste Schritt der nuklearen Brennstoffkette ist. Wie die Geschichte der Anlagen von La Hague (F) und Sellafield (GB) zeigt, führt schon der "Normalbetrieb" zu radioaktiver Verseuchung. Aus beiden Anlagen wurde über Jahre hinweg flüssiger radioaktiver Abfall routinemäßig ins Meer geleitet. Für La Hague wurde errechnet, dass 20-mal mehr Müll entsteht, als die ursprünglichen abgebrannten Brennelemente darstellen. Die radioaktiven Nuklide, die von Sellafield ins Meer gepumpt werden (z.B. Technetium-99), sind noch an der norwegischen und grönländischen Küste nachweisbar.

Anteil der Atomenergie am Gesamtstrom beträgt 72,28 Prozent.

Standort Belleville

Blocknr Typ Nettoleistung Inbetriebnahme
Block 1 Druckwasserreaktor 1310 MW 10/1987
Block 2 Druckwasserreaktor 1310 MW 07/1988

Block 1,2: Hochrisikoreaktor, älter als 30 Jahre

Standort Blayais

Blocknr Typ Nettoleistung Inbetriebnahme
Block 1 Druckwasserreaktor 910 MW 06/1981
Block 2 Druckwasserreaktor 910 MW 07/1982
Block 3 Druckwasserreaktor 910 MW 08/1983
Block 4 Druckwasserreaktor 910 MW 05/1983

Block 1, 2: Hochrisikoreaktor, älter als 30 Jahre

Störfälle (Auswahl):

  • 1999: durch einen Sturm kommt es zum Stromausfall, die Notstromgeneratoren müssen die Stromversorgung für zwei Blöcke übernehmen. Außerdem fallen die Notkühlpumpen durch die vom Sturm verursachte Überschwemmung aus, sie hätten im Ernstfall die Kühlung nicht übernehmen können.
  • 2012: Block 4: wird bei Wartungsarbeiten ein Arbeiter im Becken des Reaktors mit einer  Dosis von geschätzten 250 mSv verstrahl.

Standort Brennilis [stillgelegt]

Blocknr Typ Nettoleistung Inbetriebnahme
Block 1 CANDU-Reaktor 70 MW

07/1967;
07/1985
stillgelegt

Standort Bugey

Blocknr Typ Nettoleistung Inbetriebnahme
Block 1 Gasgekühlter Reaktor 540 MW 07/1972;
05/1994
stillgelegt
Block 2 Druckwasserreaktor 910 MW 05/1978
Block 3 Druckwasserreaktor 910 MW 09/1978
Block 4 Druckwasserreaktor 880 MW 03/1979
Block 5 Druckwasserreaktor 880 MW 07/1979

Alle Blöcke: Hochrisikoreaktor, älter als 30 Jahre

Störfälle (Auswahl):

  • 1993: bei mehreren Reaktordeckeln werden massive Bor-Korrosionen entdeckt, die Deckel müssen ausgetauscht werden.

Standort Cattenom

Blocknr Typ Nettoleistung Inbetriebnahme
Block 1 Druckwasserreaktor 1300 MW 11/1986
Block 2 Druckwasserreaktor 1300 MW 09/1987
Block 3 Druckwasserreaktor 1300 MW 07/1990
Block 4 Druckwasserreaktor 1300 MW 05/1991

Block 1, 2: Hochrisikoreaktor, älter als 30 Jahre

Störfälle (Auswahl):

  • 2012: Block 2 und 3: die französische Atomaufsicht stellt fest, dass ein Bauteil fehlt, das bei einem Störfall das Auslaufen der Kühlbecken verhindert (INES Stufe 2).
  • 2012: Block 2: Bruch eines Umspanner führt zu Schnellabschaltung.
  • 2012: Block 1: Ausfall einer Pumpe im Primärkühlkreislauf führt zu Notabschaltung.
  • 2013: Block 1: Dampfaustritt im Maschinenhaus, Notabschaltung
  • 2013: Leck in Salzsäure-Tank führt dazu, dass giftige Flüssigkeit in den Boden und in die Mosel läuft. Die Atomaufsicht ASN veröffentlicht Vorfall erst eine Monat später.

Zwischenfälle seit Betriebsbeginn aller Blöcke: 750 (Stand 2/2012)

Standort Chinon

Blocknr Typ Nettoleistung Inbetriebnahme
Block A1 Gasgekühlter Reaktor 70 MW 06/1963;
04/1973 stillgelegt
Block A2 Gasgekühlter Reaktor 180 MW 02/1965;
06/1985 stillgelegt
Block A3 Gasgekühlter Reaktor 360 MW 08/1966;
06/1990 stillgelegt
Block B1 Druckwasserreaktor 905 MW 11/1982
Block B2 Druckwasserreaktor 905 MW 11/1983
Block B3 Druckwasserreaktor 905 MW 10/1986
Block B4 Druckwasserreaktor 905 MW 11/1987

Alle Blöcke: Hochrisikoreaktoren, mehr als 30 Jahre alt

Störfälle (Auswahl):

  • 2010: Block B4: ein Arbeiter fasst aus Versehen mit bloßen Händen ein hochradioaktives Teil an (INES Stufe 2).
  • 2011: Block B1: nach dem Austritt von Radioaktivität wird das Gebäude evakuiert, ein Arbeiter betritt es jedoch nach Beendigung des Alarms und vor der Dekontaminierung wieder und wird verstrahlt. Die Untersuchungen ergeben einen Mangelin der Strahlenschutz-Kultur des AKWs, dessen Management nachlässigmit Zwischenfällen dieser Art umgeht.

Standort Chooz

Blocknr Typ Nettoleistung Inbetriebnahme
Block A Druckwasserreaktor 305 MW 04/1967;
10/1991 stillgelegt
Block B1 Druckwasserreaktor 1500 MW 08/1996
Block B2 Druckwasserreaktor 1500 MW 04/1997

Alle Blöcke: Hochrisikoreaktor, Erdbebengebiet

Standort Civaux

Blocknr Typ Nettoleistung Inbetriebnahme
Block 1 Druckwasserreaktor 1495 MW 12/1997
Block 2 Druckwasserreaktor 1495 MW 12/1999

Störfälle (Auswahl):

  • 1998: Block 1: Kühlmittelverlust-Störfall nach einem Leitungsbruch.
  • 2006: ein Mitarbeiter legt versehentlich ein Buch auf eine Tastatur, was die Erlaubnis zur Überschreitung der thermischen Leistung auslöst.

Standort Cruas

Blocknr Typ Nettoleistung Inbetriebnahme
Block 1 Druckwasserreaktor 915 MW 04/1983
Block 2 Druckwasserreaktor 915 MW 09/1984
Block 3 Druckwasserreaktor 915 MW 05/1984
Block 4 Druckwasserreaktor 915 MW 10/1984

Alle Blöcke: Hochrisikoreaktoren, Erdbebengebiet

Störfälle (Auswahl):

  • 2009: Laub und Schwemmgut verstopfen den Fluss-Kühlwasserkreislauf, interne Notkühlung muss vorgenommen werden bis der Kühlkreislauf wieder funktioniert.

Standort Dampierre

Blocknr Typ Nettoleistung Inbetriebnahme
Block 1 Druckwasserreaktor 890 MW 03/1980
Block 2 Druckwasserreaktor 890 MW 12/1980
Block 3 Druckwasserreaktor 890 MW 01/1981
Block 4 Druckwasserreaktor 890 MW 08/1981

Alle Blöcke: Hochrisikoreaktor, älter als 30 Jahre

Störfälle (Auswahl):

  • 2007: Kurzschluss in einem Umspannwerk außerhalb der Anlage, ein Notstromgenerator fällt aus, mit dem einzig verbliebenen Dieselgenerator kann die 80 km von Paris entfernte Anlage heruntergekühlt werden.

Standort Fessenheim

Blocknr Typ Nettoleistung Inbetriebnahme
Block 1 Druckwasserreaktor 880 MW 04/1977
Block 2 Druckwasserreaktor 880 MW 10/1977

Alle Blöcke: Hochrisikoreaktor, Erdbebengebiet

Störfälle (Auswahl):

  • Dezember 2009: beim Hochfahren verstopfen Pflanzenreste den Fluss-Kühlwasserkreislauf.
  • September 2012: Block 2: Gasexplosion bei der Behandlung von Abwässern. 24 Zwischenfälle seitwiederanfahren des Reaktors im März 2012.
  • 2013: Ausfall einer Pumpe, Notabschaltung
  • 2014 Block 1: Kühlwasser läuft über und es kommt zu einer „interne Überflutung“, das Wasser dringt durch die Ummantelung von Elektrokabeln und es kommt zu einem Ausfall der Leittechnik und der Steuerstäbe, der Reaktor muss durch Not-Borierung im Blindflug abgeschaltet werden
  • 2015: Block 1: Rohrbruch, Abschaltung für mehrere Tage
  • 2015: Block 2: automatische Abschaltung
  • 2015: Block 1: Dichtungsdefekt im Maschinenraum, Notabschaltung
  • 2015: Block 2: Turbinenausfall, Notabschaltung
  • 2015: Block 1: Elektronik-Fehler, Abschaltung
  • 2016: Block 2: Abschaltung auf Anordnung der Nuklearaufsicht ASN wegen Möglichkeit zu hoher Carbon-Konzentrationen in Dampferzeuger
  • 2017: Block 1: Wasseraustritt aus Rohrleitung, die beim Herunterfahren des Reaktors benötigt wird, Abschaltung

Standort Flamanville

Blocknr Typ Nettoleistung Inbetriebnahme
Block 1 Druckwasserreaktor 1330 MW 12/1985
Block 2 Druckwasserreaktor 1330 MW 07/1986
Block 3 Druckwasserreaktor 1600 MW In Bau

Blöcke 1, 2: Hochrisikoreaktor, älter als 30 Jahre

Störfälle (Auswahl):

  • 2012: Block 1: Austritt von radioaktivem Wasser im Primärkreislauf.
  • 2014: Block 2: Ausfall der Stromversorgung, Notabschaltung
  • 2017: Block 1: Feuer und Explosion im Maschinenraum, 5 Arbeiter werden verletzt, Notabschaltung

Standort Golfech

Blocknr Typ Nettoleistung Inbetriebnahme
Block 1 Druckwasserreaktor 1310 MW 06/1990
Block 2 Druckwasserreaktor 1310 MW 06/1993

Störfälle (Auswahl):

  • 2016: Block 1:Freisetzung von radioaktiven Stoffen über den Schornstein übersteigt aufgrund eines internen Fehlers für zwei Minuten die „zulässigen“ Grenzwerte von 4 000 000 000 Becquerel pro Kubikmeter

Standort Gravelines

Blocknr Typ Nettoleistung Inbetriebnahme
Block B1 Druckwasserreaktor 910 MW 03/1980
Block B2 Druckwasserreaktor 910 MW 08/1980
Block B3 Druckwasserreaktor 910 MW 12/1980
Block B4 Druckwasserreaktor 910 MW 06/1981
Block C5 Druckwasserreaktor 910 MW 08/1984
Block C6 Druckwasserreaktor 910 MW 08/1985

Alle Blöcke: Hochrisikoreaktor, älter als 30 Jahre

Standort Marcoule [stillgelegt]

Blocknr Typ Nettoleistung Inbetriebnahme
Block G1 Gasgekühlter Reaktor 2 MW 09/1956;
10/1968 abgetragen
Block G2 Gasgekühlter Reaktor 38 MW 04/1959;
02/1980 stillgelegt
Block G3 Gasgekühlter Reaktor 38 MW 04/1960;
06/1984 stillgelegt

Standort Nogent

Blocknr Typ Nettoleistung Inbetriebnahme
Block 1 Druckwasserreaktor 1310 MW 10/1987
Block 2 Druckwasserreaktor 1310 MW 12/1988

Block 1,2: Hochrisikoreaktor, älter als 30 Jahre

Standort Paluel

Blocknr Typ Nettoleistung Inbetriebnahme
Block 1 Druckwasserreaktor 1330 MW 06/1984
Block 2 Druckwasserreaktor 1330 MW 09/1984
Block 3 Druckwasserreaktor 1330 MW 09/1985
Block 4 Druckwasserreaktor 1330 MW 04/1986

Alle Blöcke: Hochrisikoreaktor, älter als 30 Jahre

Störfälle (Auswahl):

  • 2016: Block 2: bei Austauscharbeiten stürzt ein 465 Tonnen schwerer Dampferzeuger auf den abgeschalteten Reatorkopf

Standort Penly

Blocknr Typ Nettoleistung Inbetriebnahme
Block 1 Druckwasserreaktor 1330 MW 05/1990
Block 2 Druckwasserreaktor 1330 MW 02/1992

Störfälle (Auswahl):

  • 2007: Block 2: nach dem Hochfahren wird bemerkt, dass seit zwei Tagen beide Notkühlpumpen im Falle eines Notfalls nicht verfügbar gewesen wären.
  • 2011: Block 1: ein Arbeiter wurde bei der Entfernung von Bleimatten im Gesicht mit radioaktivem Material verseucht. Die festgestellte Strahlendosis beträgt   430 mSv.
  • April 2012: Block 2: mehrere hundert Liter Öl tretenaus einer Pumpe aus, zwei Öllachen entzünden sich dabei. Es kommt zu einer Reaktorschnellabschaltung des Blocks.

Standort Phénix [stillgelegt]

Blocknr Typ Nettoleistung Inbetriebnahme
Block 1 Schneller Brüter 130 MW 12/1973;
10/2009 stillgelegt

Standort Saint-Alban

Blocknr Typ Nettoleistung Inbetriebnahme
Block 1 Druckwasserreaktor 1335 MW 08/1985
Block 2 Druckwasserreaktor 1335 MW 07/1986

Alle Blöcke: Hochrisikoreaktor, älter als 30 Jahre

Standort Saint-Laurent

Blocknr Typ Nettoleistung Inbetriebnahme
Block A1 Gasgekühlter Reaktor 480 MW 03/1969;
04/1990 stillgelegt
Block A2 Gasgekühlter Reaktor 515 MW 08/1971;
05/1992 stillgelegt
Block B1 Druckwasserreaktor 915 MW 01/1981
Block B2 Druckwasserreaktor 915 MW 06/1981

Alle Blöcke: Hochrisikoreaktoren, älter als 30 Jahre

Störfälle (Auswahl):

  • 1969: Block A1: teilweise Kernschmelze.
  • 1980: Block A2: teilweise Kernschmelze, École normale supérieure de Montrouge findet später Plutonium in der Loire in der Nähe des Reaktors.

Standort Tricastin

Blocknr Typ Nettoleistung Inbetriebnahme
Block 1 Druckwasserreaktor 915 MW 05/1980
Block 2 Druckwasserreaktor 915 MW 08/1980
Block 3 Druckwasserreaktor 915 MW 02/1981
Block 4 Druckwasserreaktor 915 MW 06/1981

Alle Blöcke: Hochrisikoreaktor, älter als 30 Jahre

Störfälle (Auswahl):

  • 1980: Bersten eines Stahlrohrs führt zum Auslaufen von radioaktiv kontaminiertem Abwasser.
  • 1999: Arbeiter wird bei Arbeiten unter einem Reaktor stark verstrahlt (300 mSv)
  • 2008: bei Wartungsarbeiten werden über 100 Mitarbeiter radioaktiv kontaminiert, jedoch unter den Grenzwerten.
  • 2011: Block 3 und 4: Fehler der Dieselgeneratorstation.
  • 2011: Brand in Transformator

 


Pannen und Störfälle: In den französischen AKWs kommt es JÄHRLICH zu über 700 meldepflichtigen Ereignissen, 2010 sogar zu 1107 Zwischenfällen (Quelle: Autorité de Sûreté Nucléaire 2010).


Links:
Areva

 

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