Energie und Geld sparen - Unsere Tipps

Stark steigende Energiepreise und die Klimakrise machen Energiesparen wichtiger denn je. Wer im Haushalt bewusst Strom spart, gewinnt doppelt: Sie können Ihre Kosten senken und gleichzeitig das Klima schützen. Wir haben die wichtigsten Tipps für Sie gesammelt: wie Sie stromsparend heizen & kühlen und Ihren Stromverbrauch im Haushalt senken können.

Energiewende

Shutterstock / Geniusky

Die Energiepreise steigen und Entscheidungsträger:innen aus der Politik versäumen es, nachhaltige Lösungen zu präsentieren. Bei den aktuellen Geschehnissen ist es wichtiger denn je, Österreich energieunabhängig zu machen und auf erneuerbare Energie aus Sonne und Wind zu setzen.

Wir brauchen langfristige Lösungen: Den Ausstieg aus der fossilen Abhängigkeit und den Ausbau erneuerbarer Energien.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie Geld und Energie sparen und außerdem zum Klimaschutz beitragen können. Dazu teilen wir reichlich Ideen rund um einen günstigen und nachhaltigen Lebensstil.

7 effiziente Energiespartipps

1. Kochen – mit Deckel und passender Herdplatte

Kochen Sie möglichst immer mit Deckel, denn so sparen Sie bis zu zwei Drittel der Energie. Achten Sie außerdem darauf, dass Topf und Herdplatte gut zusammenpassen: Ist die Platte größer als der Topf, geht unnötig Wärme verloren. Wichtig auch zum Backofen, denn er läuft oft länger als notwendig: Schalten Sie ihn 5–10 Minuten früher aus und nutzen Sie die Restwärme.

2. Waschen – volle Maschine, niedrige Temperatur

Nutzen Sie Ihre Waschmaschine am effizientesten, indem Sie sie voll beladen und ein Spar- oder Eco-Programm wählen. Da der Großteil der Energie fürs Aufheizen benötigt wird, lohnt es sich, bei niedrigeren Temperaturen zu waschen. Bei kaum verschmutzter Kleidung und mit einem guten ökologischen Waschmittel reichen 30 bis 40 Grad llig aus. Mit 40 bis 60 Grad zu waschen ist oft reine Gewohnheit und nicht notwendig. Apropos Wäsche waschen: Ein Wäschetrockner gehört zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. Wenn möglich, trocknen Sie Ihre Wäsche an der Luft und erhöhen Sie ganz nebenbei ihre Luftfeuchtigkeit bzw. kühlen im Sommer Ihre Wohnung.

3. Kühlschrank und Gefriergeräte richtig einstellen

Offener Kühlschrank mit Geldscheinen, Karotten, Eiern, Quitten und einem Behälter mit weißem Deckel auf Glasregalen

GLOBAL 2000 / Caro Estrada-Steiger

Stellen Sie Ihren Kühlschrank auf etwa 7 °C ein, das reicht völlig aus und spart im Vergleich zu niedrigeren Temperaturen Strom. Platzieren Sie das Gerät möglichst kühl und nicht direkt neben Herd oder Heizung. Wenn Sie länger verreisen, kann es sich lohnen, den Kühlschrank auszuschalten und das Gefrierfach abzutauen. Apropos Gefrierfach: Sobald sich eine dicke Eisschicht bildet (mehr als ca. 5 mm), steigt der Stromverbrauch deutlich. Tauen sie alle paar Monate ab – idealerweise, wenn ohnehin wenig Inhalt drin ist.

4. Effiziente Beleuchtung einsetzen

Achten Sie beim Kauf von Lampen auf energieeffiziente Modelle. LED-Leuchtmittel verbrauchen wenig Strom und halten lange. Halogenlampen hingegen benötigen deutlich mehr Energie und sind daher keine sparsame Alternative.

5. Stand-by konsequent vermeiden

Viele Geräte verbrauchen auch im Stand-by-Modus oft unbemerkt Strom. Schalten Sie Fernseher, Kaffeemaschinen, Drucker oder Computer nach der Nutzung vollständig aus. Profitipp: Steckdosen mit Schalter sind echte Energiespar-Tools. Schließen Sie typische Stand-by-Geräte (TV, Router, Spielkonsole, Kaffeemaschine) gemeinsam an und schalten Sie sie mit einem Klick komplett ab, z. B. über Nacht oder sobald Sie außer Haus gehen.

6. „Ich-bin-nur-kurz-weg“ kostet

Sie gehen „nur kurz“ aus dem Raum und lassen Licht, Laptop oder Fernseher laufen? Genau diese Gewohnheit summiert sich. Machen Sie es sich zur Regel: Wenn Sie einen Raum verlassen, geht alles aus, das kann viel Energie sparen.

7. Kürzer duschen bringt’s

Schon eine Minute kürzer duschen macht über das Jahr einen spürbaren Unterschied. Wenn Sie es konkret machen wollen: Stellen Sie sich einen Timer und sparen Sie erhitztes Wasser.

Überblick: Energiespar-Tipps

Sie wollen raus aus der Abhängigkeit? Unterstützen Sie die Energiewende!

Minimum € 5

Für die Energiewende

Jetzt politisch aktiv werden: 5 Tipps

Langfristig resilienter gegenüber Krisen zu werden, geht nur mit unabhängiger Energiegewinnung. Das wird möglich durch erneuerbare Energien, für deren Ausbau die Politik entsprechende Weichen stellen muss. Aber nicht nur die Bundesregierung, sondern auch Länder und Gemeinden können ihren Teil zur Energiewende beitragen. Jeder und jede einzelne von uns hat darauf einen Einfluss.

Gruppe von Demonstrierenden vor einem historischen Gebäude mit Schildern zu Ökostrom und Klimaschutz

GLOBAL 2000 / Astrid Knie

Hier sind 5 politische Tipps, was Sie tun können, um den Ausbau der Erneuerbaren und Österreichs Energieunabhängigkeit voranzutreiben:

1. Lokale Politiker:innen kontaktieren

Sie wollen ein Windrad in der Gemeinde oder PV-Anlagen überm Supermarkt-Parkplatz? Hier können auch Gemeinden mitentscheiden. Sie können beispielsweise Briefe oder E-Mails an Abgeordnete schreiben oder direkt Sprechstunden besuchen, um Forderungen zu stellen.

2. Gemeinsam mehr erreichen

Vernetzen Sie sich mit Freund:innen, Nachbar:innen und Kolleg:innen, denn gemeinsam sind wir stärker. Als Gruppe können Sie Ihre Forderungen an Politiker:innen abstimmen und eigene Energieinitiativen und Volksbegehren starten, um Druck auf die Politik auszuüben. 

3. Bestehende Initiativen unterstützen

In vielen Ländern und Regionen gibt es bereits Volksbegehren, Bürgerinitiativen oder Vereine, die sich für den lokalen und naturverträglichen Ausbau erneuerbarer Energien einsetzen. Hier können Sie unterstützen, indem Sie an Aktionen und Veranstaltungen teilnehmen, bei Volksbegehren abstimmen oder auch einfach, indem Sie in Ihrem privaten Umfeld Informationen teilen.

4. Öffentliche Debatten mitbestimmen

Zeitungen, Blogs, soziale Medien – fast überall gibt es Möglichkeiten, Ihre Meinung und Perspektive einzubringen. Über Leser:innenbriefe, Online-Foren oder Kommentarfunktionen können Sie Teil der öffentlichen Debatte werden. Am besten ist man gut informiert und respektvoll, und kann so zu einem konstruktiven Diskurs beitragen.

5. Die Basics nicht unterschätzen

Bleiben Sie informiert, beteiligen Sie sich an Wahlen und Demonstrationen, unterschreiben Sie Petitionen, unterstützen Sie zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich für Ihre Ziele einsetzen. Und vergessen Sie nicht, dass jede:r einen Unterschied machen kann. Die Gesellschaft, in der wir leben, gestalten wir selbst.