PROLOG: Die falsche WHO

  1. Grossarth Jan: WHO hält Glyphosat für nicht krebserregend. Frankfurter Allgemeine Zeitung. 16. Mai 2016
  2. ZEIT ONLINE, Reuters: Pflanzenschutzmittel: WHO-Forscher stufen Glyphosat als nicht krebserregend ein. Die Zeit. 16. Mai 2016
  3. http://ilsi.eu/about-us

 

ERSTER TEIL: USA 1973 bis 1991

 

1. Kapitel Betrugsverdacht

  1. Schneider Keith: IBT – Guilty. How many studies are no good? The Amicus Journal, spring 1983 edition, published by the National Resources Defense Council
  2. Marshall Eliot: The Murky World of Toxicity Testing. Four scientists are on trial for fraud in a case that has cast doubt on the safety of 200 pesticides and on EPA’s monitoring ­procedures. SCIENE, VOL. 220 (1983), S. 1130–1132
  3. Schneider Keith: Faking it. The Case against Industrial Bio-Test Laboratories. The Amicus Journal, spring 1983 edition, published by the National Resources Defense Council
  4. ebd.
  5. Offenbar gab es in dieser TCC-Fütterungsstudie vier Versuchsgruppen: eine Kontrollgruppe, der keine Testsubstanz verabreicht wurde, sowie eine Niedrig-, eine Mittel- und eine Hochdosisgruppe. Der Pathologe Donovan fand offenbar in allen drei Dosisgruppen im Vergleich zur Kontrollgruppe auffallende Schädigungen der Hoden.
  6. Foster Douglas, Dowie Mark, Marshall Caroline, Weir David, King Jonathan: The Illusion Of Safety, Part 1. Mother Jones, San Francisco, June 1982, S. 45
  7. ebd. S. 43
  8. Chen J, Ahn KC, Gee NA et al. Triclocarban enhances testosterone action: a new type of endocrine disruptor? Endocrinology. 2008;149(3):1173–1179
  9. Pycke BF, Geer LA, Dalloul M, Abulafia O, Jenck AM, Halden RU. Human fetal exposure to triclosan and triclocarban in an urban population from Brooklyn, New York. Environ Sci Technol. 2014; S. 48: 8831–8838
  10. U.S. Food and Drug Administration (FDA): FDA issues final rule on safety and effectiveness of antibacterial soaps. FDA News Press Release, 2. September 2016
  11. WHO/UNEP The State-of-the-Science of Endocrine Disrupting Chemicals, 2012 (Bergman Å, Heindel JJ, Jobling S, Kidd KA, Zoeller RT, eds). Geneva:UNEP/WHO. 2013
  12. Tallahassee Democrat: Feel safe? Don’t. They’re testing products on you. 4. Juli 1982 (kostenpflichtig)
  13. Das „Mother Jones“ Magazin ist eine renommierte investigative Monatszeitschrift, die seit 1976 bundesweit in den USA erscheint. Sie widmete ihr Cover und einen großen Teil der Juni-Ausgabe von 1982 dem IBT-Skandal und ließ einen zweiten Teil in der Juli-Ausgabe folgen.
  14. Foster Douglas, Dowie Mark, Marshall Caroline, Weir David, King Jonathan: The Illusion Of Safety, Part 1. Mother Jones, San Francisco, June 1982, S. 36–49
  15. Schneider Keith: IBT – Guilty. How many studies are no good? The Amicus Journal, spring 1983 edition, published by the National Resources Defense Council
  16. Der sogenannte Shikimisäureweg ist die Bezeichnung für einen bio­chemischen Stoffwechsel­weg, der in Pflanzen und in den meisten Mikro­organismen vorkommt und den die Synthese von Aminosäuren ermöglicht, die von Tieren und Menschen nicht synthetisiert werden können und deshalb auch essenzielle Aminosäuren genannt werden: Wikipedia/Shikimisäureweg
  17. Wikipedia/Glyphosat
  18. Jayasumana C, Gunatilake S, Senanayake P. Glyphosate, hard water and nephrotoxic metals: are they the culprits behind the epidemic of chronic kidney disease of unknown etiology in Sri Lanka? Int J Environ Res Public Health. 2014; 11(2): 21295–47, S. 2129
  19. U.S.-EPA-Memorandum, 21. August 1978, S. 2–13
  20. U.S.-EPA-Memorandum, 22. August 1978, S. 2
  21. U.S.-EPA-Memorandum, 21. August 1978, S. 2

 

2. Kapitel Krebsalarm

  1. Wikipedia/Food Additives Amendment of 1958
  2. U.S.-EPA-Memorandum, 18. Februar 1982
  3. ebd. S. 4
  4. Ein zentraler Leitfaden für die Bewertung von Karzinogenitätsstudien ist das OECD Guidance Document 116: Guidance Document 116 on the conduct and design of chronic toxicity and carcinogenicity studies, supporting test guidelines 451, 452 and 453
  5. OECD Guidance Document 116: „Significance in either kind of test is sufficient to reject the hypothesis that chance accounts for the result“, (2012). S. 116
  6. OECD Guidance Document 116: „In any discussion about historical control data, it should be stressed that the concurrent control group is always the most important consideration in the testing for increased tumour rates“ (2012), S. 135
  7. U.S.-EPA-Memorandum, 18. Februar 1982. S. 4–5
  8. U.S.-EPA-Memorandum, 15. Februar 1983: S. 1–13
  9. ebd. S. 4 f.
  10. ebd. S. 12
  11. Einen jener drei Pathologen, bei denen sich die EPA Zuspruch für ihre Vorgehensweise ­holte, haben wir bereits kennengelernt: Martin G. ­Strobel. Auf seine „Interpretation“ der Häufung von Hodentumoren bei Ratten (Teil des vertraulichen Studienberichts samt Anhängen) hatte sich William Dykstra im Februar 1982 gestützt, als er die statistisch signifikante Häufung von Hodentumoren in Monsantos Rattenstudie als ­Zufallsergebnisse verwarf.

    Ebenfalls kennengelernt haben wir auch einen zweiten, jener drei externen Pathologen: William E. Ribelin. Laut dem Bericht von Keith ­Schneider sollte er vor gut acht Jahren seinen Kollegen Donovan L. Gordon im Auftrag von Monsanto überzeugen, dass die Hoden­läsionen bei Ratten, die mit Monsantos TCC behandelt worden sind, nicht behandlungs­bedingt ­seien: Der Report dazu aus dem Jahr 1983

  12. U.S.-EPA-Memorandum, 3. Juni 1991
  13. Foster Douglas, Dowie Mark, Marshall Caroline, Weir David, King Jonathan: The Illusion Of Safety, Part 1. Mother Jones, San Francisco, June 1982, S.36–49
  14. U.S.-EPA-Memorandum, 3. September 1982. S. 2–10
  15. U.S.-EPA-Memorandum, 10. Februar 1984. S. 2
  16. U.S.-EPA-Memorandum, 26. September 1984. S. 2
  17. „Falsch positiv“ ist ein Befund dann, wenn ein vermeintlich kausaler Zusammenhang zwischen einem Effekt und der Testsubstanz festgestellt wird, obwohl es sich in Wirklichkeit um ein Zufallsergebnis handelt. Im Gegensatz dazu, wird bei einem „falsch negativen Befund“ ein tat­sächlicher kausaler Zusammenhang fälschlich als zufällig bzw. nicht behandlungsbedingt eingestuft.
  18. U.S.-EPA-Memorandum, 26. Februar 1985. S. 1–8
  19. ebd. S. 5
  20. ebd. S. 4
  21. U.S.-EPA-Memorandum, 4. März 1985. S. 4
  22. U.S.-EPA-Memorandum, 19. März 1985. S. 2

 

3. Kapitel Wundersame Reinwaschung

  1. U.S.-EPA-Memorandum, 4. Dezember 1985. S. 1–4
  2. ebd. S. 2
  3. ebd. S. 2
  4. ebd. S. 2
  5. ebd. S. 2
  6. U.S.-EPA-Memorandum, 11. März 1986. S. 1–10
  7. ebd. S. 6–7
  8. ebd. S. 7–8
  9. ebd. S. 3–4
  10. ebd. S. 4–6
  11. ebd. S. 8–10
  12. Der Pathologe Louis Kasza hat ein autobiographisches Buch geschrieben, in dem er seiner Beteiligung an der Entwicklung des GLP-Standards in den USA Ende der 1970er Jahre ein Kapitel widmet: Kasza Louis: Hardships and Joys of an Exiled Cancer Reseach, 2003 ISBN 9781410752390
  13. U.S.-EPA-Memorandum, 12. Dezember 1985, S. 3
  14. Das „Federal Insekticide-, Fungicide- und Rodenticide Act (FIFRA) Scientific Advisory Panel (SAP)“ ist ein wissenschaftlicher Beirat. Seine ­Aufgabe ist es, der U.S. EPA unabhängige wissenschaftliche Gutachten über Gesundheits- und Sicherheitsfragen im Zusammenhang mit Pestiziden zur Verfügung zu stellen. Das Gremium setzt sich aus Biologen, Statistikern, Toxikologen und anderen Experten zusammen und wird ergänzt durch die Mitglieder des Food Quality Protection Act (FQPA) Science Review Board (SRB)
  15. U.S.-EPA-Memorandum, 24. Februar 1986. S. 5
  16. Diese Argumentation des FIFRA-SAP ist im vorliegenden Fall nicht korrekt: Gerade in solchen Fällen, wo die mitlaufende Kontrolle unsicher oder umstritten ist, oder das Ergebnis hinsichtlich der Signifikanz ein „Borderline-Ergebnis“ darstellt (beides ist der Fall), sollten historische Kontrollen Klarheit schaffen, sofern entsprechende vertrauenswürdige Kontrolldaten verfügbar sind (und auch das ist hier der Fall).
  17. Gleich drei zweifelhafte Entscheidungen waren notwendig, die erst in ihrer Kombination überhaupt möglich machten, zu dieser für Monsanto und Glyphosat positiven Einschätzung zu kommen: erstens, das Anerkennen des Kuschner’schen Tumors, obwohl er in den neu angefertigten Gewebeschnitten nicht nachweisbar war. Zweitens, die Altersadjustierung um ein (immer noch) signifikantes Ergebnis im Trendtests in ein nicht (mehr) signifikantes Ergebnis umzuwandeln. Drittens, eine höchst umstrittene mitlaufende Kontrolle über die soliden historischen Kontrolldaten (selbes Labor, selber Mäusestamm, passendes Zeitfenster, gleiche Versuchsbedingungen) zu setzen.
  18. Wikipedia/Stephen L. Johnson
  19. Editorial: The EPA’s tailspin, The director of the Environmental Protection Agency is sabotaging both himself and his agency, Nature 452, 2 (6 March 2008)
  20. https://archive.epa.gov/epa/aboutepa/biography-stephen-l-johnson.html
  21. http://prabook.com/web/person-view.html?profileId=887110
  22. Einem Zeitungsbericht des „St. Louis Post Dispatch“ vom 26. April 1986, S. 22, ist zu entnehmen, dass Stephen L. Johnson mittlerweile als „­Executive Secretary of the Office of Pesticide Programs“ im Dienste der U.S. EPA tätig und in dieser Funktion auch für die Gentechnik-Aktivitäten von Monsanto zuständig ist
  23. http://prabook.com/web/person-view.html?profileId=625517
  24. Robin, Marie-Monique: Mit Gift und Genen – Wie der Biotech-Konzern Monsanto unsere Welt verändert (1. Auflage). DVA, München 2009
  25. ebd. 
  26. ebd. 
  27. Harrison, Beth H: Shedding Light on Genetically Engineered Food: What You Don’t Know About the Food You’re Eating and What You Can Do to Protect Yourself. iUniverse, Inc. (2007)  
  28. U.S.-EPA-Memorandum, 23. Juni 1986. S. 3–4
  29. U.S.-EPA-Memorandum, 13. August 1986. S. 4
  30. http://www.inchem.org/documents/jmpr/jmpmono/v86pr08.htm
  31. ebd.
  32. So wie die U.S. EPA hatte auch das JMPR Zugang zu den Original­studien. Ein Zugang der unabhängigen Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit verwehrt blieb. Dass das JMPR signifikante Tumorergebnisse entweder einfach „übersieht“ oder bewusst ignoriert, ist ­inakzeptabel. Ganz besonders dann, wenn das JMPR auf diese Art und Weise einer bestehenden Krebseinstufung widerspricht.
  33. U.S.-EPA-Memorandum, 18. Februar 1982, S. 4
  34. http://www.inchem.org/documents/jmpr/jmpmono/v86pr08.htm
  35. Der Mittelwert der historischen Kontrollen von Bio/dynamics liegt unter 0,5%. Wendet man den Median an, wie es die OECD empfiehlt, dann liegt dieser bei 0%, OECD Guidance Document 116
  36. Wie im Abschnitt „Monsanto will keine zweite Mausstudie“ beschrieben (Seite 63–65), konnte Monsanto später gegenüber der U.S. EPA auf Nachfrage keinen glaubwürdigen Nachweis für diese historischen ­Kontrollen (0–7,1%) vorlegen: U.S.-EPA-Memorandum, 19. Juni 1989. S. 3
  37. Das FAO/WHO-JMPR schlägt seit 1963 auf internationaler Ebene gesundheitliche Richt­werte und akzeptable Höchstmengen für Pestizidrückstände in Lebensmitteln vor
  38. U.S.-EPA-Memorandum, 19. Juni 1989. S. 14
  39. Robin, Marie-Monique: Monsanto, mit Gift und Genen. Dokumentarfilm. Frankreich, ­Kanada, Deutschland 2008, ab Minute 27
  40. http://www.sourcewatch.org/index.php/Linda_J._Fisher
  41. U.S.-EPA-Memorandum, 30. September 1988. S. 16
  42. U.S.-EPA-Memorandum, 26. Februar 1985. S. 2 
  43. U.S.-EPA-Memorandum, 11. Februar 1974. S. 2 
  44. U.S.-EPA-Memorandum, 30. März 1978. S. 1–3
  45. U.S.-EPA-Memorandum, 18. Juni 1987. S.4–5  
  46. Die MTD (Maximum Tolerated Dose) ist laut OECD test guidelines 451, 452 and 453 eine Dosis, die gerade noch keine inakzeptablen toxischen ­Effekte verursachen soll. Bei Krebsstudien gilt das Erreichen einer MTD – also die Verabreichung einer möglichst hohen Dosis in der Hochdosis­gruppe – als Voraussetzung dafür, dass ein krebserregendes Potenzial, das für Millionen von Menschen relevant sein kann, in einer Gruppe von nur 50 Mäusen oder 50 Ratten erkannt wird.
  47. U.S.-EPA-Memorandum, 30. September 1988. S. 16
  48. U.S.-EPA-Memorandum, 19. Juni 1989. S. 14
  49. ebd. S. 16–17
  50. ebd. S. 7
  51. ebd. S. 3

 

4. Kaptiel Lizenz zum Töten

  1. U.S.-EPA-Memorandum, 3. Juni 1991. S. 1–30
  2. ebd. S. 18
  3. U.S.-EPA-Memorandum, 30. Oktober 1991. S. 2 
  4. ebd. S. 3
  5. Die „Union of Concerned Scientists“ ist eine US-amerikanische Vereinigung von Wissenschaftlern, die sich für die Unabhängigkeit der wissenschaftlichen Forschung von politischer und wirtschaftlicher Einflussnahme einsetzt.
  6. Scientific Integrity Program: Interference at the EPA: Science and Politics at the U.S. Environmental Protection Agency. Union of Concerned Scientists (April 2008), S. 2–8 
  7. Copley Marion, 4. März 2013
  8. „U.S. Right To Know“ ist eine gemeinnützige Organisation, die für Transparenz und Rechen­schaftspflicht in Fragen der Lebenmittelsicherheit eintritt. Die Gerichtsakten aus dem Verfahren gegen Monsanto sind hier einsehbar
  9. Report of the U.S. EPA Cancer Assessment Review Committee. S. 4–90
  10. https://science.house.gov/news/press-releases/committee-questions-epa-s-analysis-chemical-glyphosate
  11. Robin, Marie-Monique: Monsanto, mit Gift und Genen. Dokumentarfilm. Frankreich, ­Kanada, Deutschland 2008, ab Minute 29
  12. „Roundup Ready“ bedeutet soviel wie „bereit für Roundup“: Pflanzen werden also für Roundup bereitgemacht, indem man sie gentechnisch ­gegen das tödliche Pflanzengift resistent macht.
  13. http://www.transgen.de/anbau/1508.gentechnik-pflanzen-anbau-usa-bilanz.html
  14. Die akzeptable tägliche Aufnahme (Acceptable Daily Intake, ADI) bezeichnet die Dosis ­einer Substanz, wie etwa eines Lebensmittelzusatzstoffs oder Pestizids, die bei lebenslanger täglicher Einnahme als gesundheitlich unbedenklich betrachtet wird: Wikipedia/Erlaubte Tagesdosis
  15. http://ec.europa.eu/food/plant/pesticides/eu-pesticides-database/public/?event=pesticide.residue.selection&language=EN
  16. European Food Safety Authority. Final Addendum to the Renewal Assessment Report. 2015, B.7.2 Metabolism, distribution and expression of residues in livestock, S. 1583
  17. American Cancer Society
  18. DeRoos AJ, Zahm SH, Cantor KP, Weisenburger DD, Holmes FF, ­Burneister LF, Blair AE: Integrative assessment of multiple pesticides as risk factors for non-Hodgkin’s lymphoma among men. Occup. Environ. Med. 2003 Sep; 60(9): e11
  19. Hardell L., Eriksson M., Nordstrom M. Exposure to pesticides as risk factor for non-Hodgkin’s lymphoma and hairy cell leukemia: Pooled analysis of two Swedish case-control studies. Leuk. Lymphoma. 2002;43:1043–1049
  20. https://www.cancer.org/cancer/non-hodgkin-lymphoma/about/key-statistics.html

 

Zweiter Teil Europa 2012 bis 2017

 

1. Kaptiel Systemversagen

  1. Fagan John, Antoniou Michael, Robinson Claire: GMO Myths and Truths. An evidence-based examination of the claims made for the safety and efficacy of genetically modified crops, Second edition published in Great Britain in 2014 by Earth Open Source
  2. Das US-Landwirtschaftsministerum (USDA) berichtete im Jahr 2014, dass nach den ersten 15 Jahren der kommerziellen Nutzung von gentechnisch verändertem Saatgut nicht fest­gestellt werden kann, dass die Ertragspotenziale dieser Sorten gesteigert wurden. Tatsächlich könnten die Erträge von herbizidtoleranten oder insektenresistenten ­Kulturen gelegentlich sogar niedriger sein als die Erträge von herkömmlichen Sorten. Quelle: Fernandez-Cornejo J, Wechsler S, Livingston M, Mitchell L. Genetically Engineered Crops in the United States. Washington, DC: US Department of Agriculture; 2014

    Weiters schloss ein Bericht über gentechnisch veränderte Pflanzen, der im Jahr 2016 von den US National Academies of Sciences veröffentlicht ­wurde: „Die bundesweiten Daten über Mais, Baumwolle oder Sojabohnen in den Vereinigten Staaten zeigen keinen signifikanten Einfluss der Gentechnologie zur Ertragssteigerung auf.“ Quelle: National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine 2017. Genetically Engineered Crops: Experiences and Prospects. Washington, DC

  3. http://orf.at/stories/2203518/2203520 
    http://www.bild.de/news/ausland/landwirtschaft/krebs-und-geburtstfehler-33089070.bild.html
    http://www.20min.ch/ausland/news/story/Machen-Pestizide-Argentinier-krank--13187094
  4. Robinson C: Argentina’s Roundup Human Tragedy. Institute of Science in Society, UK. 2010
  5. Watts M, Clausing P, Lyssimachou A, Schütte G, Guadagnini R, Marquez E: Glyphosate monograph. 2016. Pesticide Action Network International, S. 14 f.
  6. ebd. S. 24
  7. Arbuckle TE, Lin Z, Mery LS: An exploratory analysis of the effect of pesticide exposure on the risk of spontaneous abortion in an Ontario farm population. Environ Health Perspect 2001, 109(8):851-57
  8. Garry VF, Harkins ME, Eriksson LL et al. Birth defects, season of conception, and sex of children born to pesticide applicators living in the Red River Valley of Minnesota, USA. Environ Health Perspect 2002; 110 (suppl.3): 441–449
  9. IARC (2017b). Some Organophosphate Insecticides and Herbicides, Volume 112, 4.2 ­Mechanisms of carcinogenesis, S. 365 ff.
  10. ebd. S. 365 f.
  11. Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 des Europäischen Parlaments und des ­Rates vom 12. Oktober 2009 über das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln und zur Aufhebung der Richtlinien 79/117/EWG und 91/414/EWG des Rates
  12. Artikel 1 der EU-Pestizdverordnung 1107/2009 verweist auf das Vorsorgeprinzip. Dort heißt es: „Die Bestimmungen dieser Verordnung beruhen auf dem Vorsorgeprinzip, mit dem sichergestellt werden soll, dass in Verkehr gebrachte Wirkstoffe oder Produkte die Gesundheit von Mensch und Tier sowie die Umwelt nicht beeinträchtigen. Insbesondere ist es den Mitgliedstaaten freigestellt, das Vorsorgeprinzip anzuwenden, wenn wissenschaftliche Ungewissheit besteht, ob die in ihrem Hoheitsgebiet zuzulassenden Pflanzenschutzmittel Gefahren für die Gesundheit von Mensch oder Tier oder die Umwelt bergen.“ Verordnung (EG) Nr. 1107/2009, S.6
  13. Wikipedia/Wissenschaftsprinzip
  14. Die Anwendung des Vorsorgeprinzip für EU-Entscheidungen muss – wie die EU-Kommission in einer Mitteilung klargestellt hat – auf der Grund­lage einer möglichst umfassenden wissenschaftlichen Bewertung erfolgen. Für regulierende Maßnahmen, die auf Basis des Vorsorgeprinzips getroffen werden, müssen die Risiken und die möglichen Folgen auf Basis des verfügbaren Wissens abgeschätzt werden. Ebenso wie für den Fall, dass keine Maß­nahmen ergriffen werden, also nicht regulierend eingegriffen wird.
  15. Besonders besorgniserregende Stoffe (Substances of Very High Concern; SVHC) sind chemische Verbindungen (oder Teil einer Gruppe von chemischen Verbindungen), die unter der EU-Chemikalienverordnung REACH mit besonders gefährlichen Eigenschaften identifiziert worden sind. Die EU-Pestizidverordnung schließt auf Basis des gefahrenbasierten ­Ansatzes besonders besorgniserregende Stoffe von der Zulassung aus: Das sind ­Stoffe, die eine der folgenden Eigenschaften aufweisen: karzinogen (krebserregend), mutagen (erbgutschädigend), reproduktionstoxisch (fruchtbarkeits- oder fruchtschädigend), hormonschädigend (das Hormonsystem schädigend), neurotoxisch (das Nervensystem schädigend), „persistent, bioakkumulierbar und toxisch“ oder „sehr persistent und sehr bio­akkumulierbar“: Wikipedia/SVHC 
  16. Eine Grundannahme in der Toxikologie besteht darin, dass die meisten schädlichen Wirkungen erst ab einer bestimmten Dosis auftreten können. Jene Dosis, ab der dies der Fall ist, wird als Schwellenwert bezeichnet. ­Dosierungen unterhalb dieses Schwellenwerts gelten als wirkungslos und daher als „sicher“. Allerdings gibt es auch toxische Wirkungen, für die ­keine sicheren Schwellenwerte existieren bzw. für die diese nicht erkennbar sind: Dazu zählen DNA-schädigende, krebserregende oder hormon­schädigende Wirkungen.
  17. BfR: Toxikologische Beurteilung von chemischen Stoffen. Anschnitt: ­Toxische Wirkungen ohne Schwellenwert
  18. Die Kriterien für „ausreichende Beweise im Tierexperiment“ in der Präambel der WHO-Krebsforschungsagentur IARC und in der Verordnung über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen (CLP-Verordnung 1272/2008, Anhang I; 3.6.2.1) sind gleichlautend: „Es wurde ein ursächlicher Zusammenhang zwischen einem Stoff und der erhöhten Häufigkeit bösartiger Neoplasmen oder einer entsprechenden Kombination von gutartigen und bösartigen Neoplasmen hergestellt: a) bei zwei oder mehreren Tierarten oder b) in zwei oder mehreren unabhängigen Studien zu einer Tierart, welche in verschiedenen Zeiträumen oder in verschiedenen Laboratorien oder unter verschiedenen Protokollen durchgeführt wurden.“
  19. In der Glyphosate Task Force (GTF) haben sich über zwanzig Her­steller von glyphosathaltigen Pestiziden zusammengeschlossen, um einen gemeinsamen Antrag auf Wiederzulassung des Herbizidwirkstoffes ­Glyphosat in der Europäischen Union zu stellen. Nach außen federführend innerhalb der GTF ist Monsanto.
  20. GTF (2012): Glyphosate & the IPA-, K-, NH4-, and DMA-salts of glyphosate. Document M, Point 5: Toxicological and toxicokinetic studies.
  21. Moldenhauer H, Gaude A: Note „Mangelhaft“: Das EU-Zulassungs­verfahren für Glyphosat. Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) 2015, S. 8ff.
  22. Die Veterinärmedizinerin Monika Krüger war bis zu ihrer Emeritierung im Jahr 2014 ­Leiterin des Instituts für Bakteriologie und Mykologie an der Universität Leipzig. Dort erforschte sie den Zusammenhang zwischen chronischem Botulismus bei Rindern und der Fütterung mit glyphosat­haltigem Futter. Sie vermutete, dass die krankhaften Veränderungen der Bakterienflora im Verdauungstrakt der Tiere mit der antibiotischen bzw. bakteriziden Wirkung von Glyphosat in einem Zusammenhang stehen.
  23. Von März bis Mai 2013 ließen der BUND und sein europäischer Dach­verband „Friends of the Earth“ (FOE) Urinproben von insgesamt 182 Stadtbewohnern in 18 europäischen Ländern auf Glyphosat unter­suchen. Auch GLOBAL 2000 beteiligte sich an diesem Projekt.
  24. Die Sequenz, in der Lars Niemann diese umfassende Unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellt, ist im Glyphosat-Dossier auf der Website des Mitteldeutschen Rundfunks einsehbar. Dort finden Sie das Video im Text eingebunden.
  25. BfR-Mitteilung: Glyphosat: Nicht giftiger als bisher angenommen, aber bestimmte Beistoffe sind kritisch zu betrachten. 20. Jänner 2014
  26. IARC/WHO-Pressemitteilung: IARC Monographs Volume 112: evaluation of five organophosphate insecticides and herbicides, vom 20. März 2015
  27. Monsanto-Pressemitteilung vom 23. März 2015
  28. ebd.
  29. BfR-Mitteilung: Löst Glyphosat Krebs aus? Mitteilung 007/2015 des BfR vom 23. März 2015
  30. ebd.
  31. JMPR (2006): Glyphosate. In: Joint FAO/WHO Meeting on Pesticide Residues. Pesticide residues in food –2004: toxicological evaluations. Report No. WHO/IPCS/06.1. Geneva: World Health Organization; pp. 95–169
  32. Die Kriterien der IARC für die Einbeziehung von Daten für ihre Bewertungen sind in der IARC-Präambel definiert: Preamble to the IARC Monographs. 2006, S. 5–6
  33. Dem BfR lagen für die Bewertung insgesamt sieben valide Ratten­studien vor. Signifikante Tumorbefunde berichteten die Hersteller und die ­Behörden jedoch nur in zweien davon: den beiden Rattenstudien von Monsanto. Jedoch fand eine unabhängige Auswertung der Rohdaten durch den Biostatistiker Christopher J. Portier im Frühjahr 2017 auch in weiteren Rattenstudien signifikante Befunde. (siehe Buch S. 199–201)
  34. Der IARC-Monographie ist zu entnehmen, dass die Begutachtung der Gewebe­schnitte durch die Pathology Working Group (PWG) in den 1980er ­Jahren ergeben hat, dass drei der vier Tumoren bei den mit Glyphosat be­handelten Mäusen bösartige Karzinome waren (in der Abbildung auf ­Seite 99 schwarz dargestellt). In dem unter Verschluss gehaltenen Studien­bericht des Monsanto-Vertragslabors Bio/dynamics war aber scheinbar von gutartigen „Adenomen“ die Rede (grau dargestellt). Siehe: IARC (2017b). Volume 112, S. 350 ff.
  35. ebd.
  36. ebd. 
  37. ebd. S. 353
  38. European Food Safety Authority (EFSA). Final Addendum to the Renewal Assessment Report. 2015. S. 4157 ff.
  39. Deutscher Bundestag: Öffentliche Anhörung des Agrarausschusses zum Thema 'Glyphosat' am 28. September 2015
  40. MDR Investigativ: Glyphosat – Das umstrittenste Pflanzengift der Welt. Ein Dossier von Andreas Rummel. MDR (Mitteldeutscher Rundfunk) / „Das Glyphosat-Dossier“, von Andreas Rummel
  41. Deutscher Bundestag: Öffentliche Anhörung des Agrarausschusses zum Thema „Glyphosat“ am 28. September 2015
  42. Dieser Bericht wurde vom BfR am 1. April als finale Bewertung an die EFSA übermittelt. Später wurde das BfR mit der Evaluierung der IARC-­Monographie beauftragt. In der Folge musste der ursprüngliche „finale Bericht“ um ein sogenanntes Addendum erweitert ­werden.
  43. BfR Communication, 1st April 2015: Does glyphosate cause cancer? Pre­liminary assessment of the carcinogenic risk of glyphosate with regard to the recent IARC evaluation, S. 9. (nicht veröffentlicht)
  44. European Food Safety Authority: Final Addendum to the Renewal Assessment Report. 2015. S. 74
  45. ebd. S. 74
  46. ebd. S. 4194
  47. ebd. S. 4192
  48. ebd. S. 4193
  49. ebd. S. 4192
  50. ebd. S. 4200
  51. ebd. S. 4199
  52. ebd. S. 4200
  53. ebd. S. 4245
  54. Clausing Peter: Glyphosat und Krebs – Systematischer Regelbruch durch die Behörden. GLOBAL 2000, Friends of the Earth Austria, Wien, Juli 2017
  55. European Food Safety Authority: Final Addendum to the Renewal Assessment Report. 2015. S. 4245
  56. BfR Communication, 1st April 2015: Does glyphosate cause cancer? Pre­liminary assessment of the carcinogenic risk of glyphosate with regard to the recent IARC evaluation. S. 8 (nicht veröffentlicht) 

 

2. Kapitel Mobilisierung

  1. WHO/UNEP The State-of-the-Science of Endocrine Disrupting Chemicals – 2012 (Bergman Å, Heindel JJ, Jobling S, Kidd KA, Zoeller RT, eds). Geneva:UNEP/WHO. 2013
  2. Kortenkamp A, Martin O, Faust M, Evans R, McKinlay R, Orton F, et al. State of the Art Assessment of Endocrine Disruptors. Final Report. 2011
  3. Gore A, Chappell V, Fenton S, Flaws J, Nadal A, Prins G, Toppari J, Zoeller R. EDC-2: the Endocrine Society’s second scientific statement on ­endocrine-disrupting chemicals. Endocr Rev. 2015;36:e1–150
  4. WHO/UNEP The State-of-the-Science of Endocrine Disrupting Chemicals – 2012 (Bergman Å, Heindel JJ, Jobling S, Kidd KA, Zoeller RT, eds). Geneva: UNEP/WHO. 2013
  5. Kortenkamp A, Martin O, Faust M, Evans R, McKinlay R, Orton F, et al. State of the Art Assessment of Endocrine Disruptors. Final Report. 2011
  6. Horel Stéphane, Endoc(t)rinement (English title: Endocrination). What’s Up Films/France 5. 2014.
  7. Corporate Europe Observatory (CEO): Horel Stéphane: A Toxic Affair – How the chemical lobby blocked action on hormone disrupting chemicals. 19. Mai 2015
  8. Jacobsen H. EURACTIV.COM. 17. Dezember 2015
  9. European Food Safety Authority. Conclusion on the peer review of the pesticide risk assessment of the active substance glyphosate. 2015;13:4302. S. 9
  10. Neslen Arthur: EU watchdog opens door to new licence for controversial weedkiller. The Guardian. 12. November 2015
  11. Corporate Europe Observatory (CEO): EU review of weedkiller glyphosate adds secrecy to controversy. 14. Jänner 2016
  12. Corporate Europe Observatory (CEO): EU review of weedkiller glyphosate adds secrecy to controversy. 14. Jänner 2016
  13. Corporate Europe Observatory (CEO): The Glyphosate Saga, & „independent scientific advice“ according to Germany, the UK & France. 2. April 2015
  14. Portier JC et al. Open letter: Review of the Carcinogenicity of Glyphosate by EFSA and BfR. 27. November 2015
  15. Christopher J. Portier, Ph.D. CV
  16. Bernhard Url, Geschäftsführender Direktor der EFSA, im EU-Parlament
  17. Andriukaitis Vytenis, European Commission: Reply letter to Mr Portier concerning the review of the carcinogenicity of glyphosate by EFSA/BfR. 15. Dezember 2015
  18. Url Bernhard, EFSA: Offener Brief an Christopher J. Portier: Prüfung der Karzinogenität von Glyphosat durch EFSA und BfR. 13. Jänner 2016. S. 1
  19. ebd. S. 2
  20. Wild Christopher P. IARC: Offener Brief an Bernhard Url: IARC Monographs on the Evaluation of Carcinogenic Risks to Human. 5. ­Februar 2016
  21. Url Bernhard, EFSA: Offener Brief an Christopher P. Wild. Re: IARC Monographs on the Evaluation of Carcinogenic Risks to Human. 9. ­Februar 2016
  22. Wild Christopher P. IARC: Offener Brief an Bernhard Url: IARC Monographs on the Evaluation of Carcinogenic Risks to Human. 12. Februar 2016
  23. Rosenberger Walther: Neuzulassung von Glyphosat früher als erwartet? Stuttgarter Nachrichten, 7. Februar 2016
  24. GLOBAL 2000: Kosmetik-Check 2016
  25. GLOBAL 2000: Kosmetik Check-2013
  26. GLOBAL 2000: Erfolg: BIPA macht Eigenmarke hormonfrei! ­Dezember 2013
  27. Hofer: Höchste Kunden-Transparenz: Hofer-Produkte ohne hormonell wirksame Zusätze bekommen eigenes Logo
  28. SPAR: Hormonfreie Eigenmarken-Kosmetik
  29. Bundesministerium für Gesundheit und Frauen: Oberhauser begrüßt freiwilligen Verzicht auf Verwendung von hormonell wirksamen Stoffen in Kosmetika – Gesundheitsministerin unterstützt Initiative von Global 2000, Arbeiterkammer und VKI (Verein für Konsumenteninformation) für eine freiwillige Kennzeichnung. 8. November 2016
  30. BfR-Presseinfomation: BfR-Studie bestätigt: Kein Glyphosat in Muttermilch nachweisbar. 11. Februar 2016
  31. Bündnis 90/Die Grünen: Glyphosat in Muttermilch, 25. Juni 2015
  32. Arbeitsgemeinschaft Glyphosat: Heiße Luft: Kritische Glyphosat-Studien viel zu oft ohne wissenschaftliches Fundament. 16. Februar 2016
  33. Steinborn, A., Alder, L., Michalski, B., Zomer, P., Bendig, P., Martinez, S. A., Mol, H. G. J., Class, T. J., and Costa Pinheiro, N.: Determination of Glyphosate Levels in Breast Milk Samples from Germany by LC-MS/MS and GC-MS/MS. (2016). J. Agric. Food Chem. 64, 1414−1421
  34. Umweltinstitut München e.V: Offener Brief an das BfR. 1. März 2016
  35. top agrar: Glyphosat – Wiederzulassung steht im März bevor. 12. Februar 2016
  36. Umweltinstitut München e.V: Umweltinstitut findet Glyphosat in deutschem Bier. 25. Februar 2016
  37. Ein Vorsorgewert ist ein allgemeiner Richtwert oder gesetzlicher Grenzwert, der im Sinne des vorbeugenden Umweltschutzes oder Gesundheitsschutzes unterschritten werden soll. Der Grenzwert für Pestizide im Trinkwasser dient dem Schutz der Wasserqualität vor dem Eintrag durch Pestizide. Dieser Grenzwert ist in der EU mit 0,1 Mikrogramm pro Liter sehr niedrig angesetzt. Auch eine deutliche Überschreitung dieses Vorsorge­wertes muss daher nicht unbedingt zu einem gesundheitlichen ­Risiko führen. Im Vergleich dazu liegen die zulässigen Höchstmegen in Obst, Gemüse oder Getreide um Zehnerpotenzen höher.
  38. Süddeutsche Zeitung: Umweltinstitut findet Glyphosat im Bier. 25. Februar 2016
  39. BfR-Stellungnahme: Vorläufige Einschätzung zu Gehalten von Glyphosat in Bier. ­Aktualisierte Mitteilung Nr. 005/2016 des BfR vom 25. Februar 2016
  40. Umweltinstitut München e.V: Glyphosat im Bier – Schädlich erst ab 1000 Litern? ­26. Februar 2016
  41. Auf der Website des BfR steht über „Toxische Wirkungen ohne Schwellenwert“ ­folgendes: „Da viele Stoffe, die erbgutverändernd wirken, auch Krebs erzeugen können, wird grundsätzlich auch krebserzeugenden ­Stoffen sicherheitshalber eine Wirkungsweise ohne Schwellenwert unterstellt. Dies bedeutet, dass auch sehr niedrige Dosierungen eines krebs­erzeugenden Stoffes ihre schädigende Wirkung entfalten können – wobei die Wahrscheinlichkeit der Wirkung natürlich mit der Höhe der Dosierung zunimmt.“ Anmerkung: Für Glyphosat hat die IARC starke Beweise gefunden, dass es erbgutschädigend wirkt. Das BfR-Zitat ist hier zu finden.
  42. GLOBAL-2000-Presseaussendung: GLOBAL 2000 zeigt Monsanto, BfR und EFSA an. 2. März 2016
  43. Obermüller Eva: Beitrag im Ö1 Mittagsjournal vom 8. März 2016
  44. Obermüller Eva: Glyphosat – Monsanto gibt sich gelassen. Science ORF, 8. März 2016
  45. ORF heute konkret: Sendung vom 3. März 2016, 18:30 Uhr, ORF 1
  46. European Council. Newsroom: Arrivée et déclaration FR (Royal), 4. März 2016
  47. European Council. Newsroom: Arrival and doorstep DE (Flasbarth), 4. März 2016
  48. European Council. Newsroom: Arrival and doorstep AT (Rupprechter), 4. März 2016
  49. Hintergrundinformationen über die größte bislang privat durch­geführte Untersuchung von Glyphosat im Harn von Menschen finden Sie hier
  50. BfR-Presseinformation: Glyphosat im Urin – Werte liegen auch bei Kindern im erwartbaren Bereich und sind gesundheitlich unbedenklich. 4. März 2016
  51. GLOBAL-2000-Presseaussendung: Offener Brief von GLOBAL 2000 an Landwirtschaftsminister Rupprechter. 4. März 2016
  52. European Council: Pressekonferenz mit Vytenis Andriukaitis. 4. März 2016, 18:00 Uhr
  53. Pirklhuber Wolfgang: Pirklhuber zu Glyphosat: Rupprechter muss mit Schweden, Frankreich und den Niederlanden dagegen stimmen. Grüner bringt Glyphosat-Causa vor Betrugsbekämpfungsbehörde OLAF. 6. März 2016
  54. ZEIT Online: EU-Staaten uneins über Unkrautvernichter Glyphosat. 7. März 2016

 

3. Kapitel Nebenkerzen

  1. IARC Monographs evaluate consumption of red meat and processed meat. International Agency for Research on Cancer; 2015
  2. GLOBAL 2000, Presseaussendung: „GLOBAL 2000 fordert „Runden Tisch“ zu Glyphosat und Krebseinstufung“
  3. Die Grünen, Presseaussendung: „Pirklhuber: Glyphosat-Entscheidung vertagt – Österreich muss endlich gegen Pflanzengift stimmen!“
    Die Grünen, Presseaussendung: Lunacek: „Wichtiger Erfolg von Zivilgesellschaft und ­Grünen gegen Glyphosat-Zulassung“
    SPÖ, Presseaussendung: „Preiner zu Glyphosat, Presseaussendung: SPÖ fordert Runden Tisch und volle Transparenz“
    SPÖ, Presseaussendung: „Ecker zu Glyphosat: Appell an Rupprechter Fakten auf den Tisch zu legen“
  4. Neubacher, Alexander: Total bio, aber tödlich. Ernährung – ­Andreas ­Hensel, 55, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung, hält die Sorgen vor zu viel Chemie im Essen für unbegründet. Die Gefahren ­lauerten an ganz anderer Stelle, in: Der Spiegel 11/2016, S. 5
  5. IARC: Q&A on the carcinogenicity of the consumption of red meat and processed meat
  6. IARC Monographs evaluate consumption of red meat and processed meat. International Agency for Research on Cancer; 2015.
  7. Greiser E. Stellungnahme des Einzelsachverständigen Prof. Dr. Eberhard Greiser zur öffentlichen Anhörung „Glyphosat“, 28. September 2015, S. 11
  8. IARC (2017b). Some Organophosphate Insecticides and Herbicides, ­Volume 112, S. 350
  9. Greiser E. Gutachten zu epidemiologischen Studien zum möglichen Zusammenhang zwischen der Exposition mit Glyphosat Non-Hodgkin-Lymphomen bzw. Störungen der menschlichen Fortpflanzung im Zusammenhang mit Bewertungen des Bundesinstituts für Risiko­bewertung der Bundesrepublik Deutschland und der European Food Safety Authority, im Auftrag von GLOBAL 2000. Wien und Bremen, 17. April 2016
  10. IARC. Preamble to the IARC Monographs. 2006, S. 14
  11. European Food Safety Authority. Final Addendum to the Renewal Assessment Report. 2015, S. 1040–1059
  12. Greiser E. Stellungnahme des Einzelsachverständigen Prof. Dr. Eberhard Greiser zur öffentlichen Anhörung „Glyphosat“, 28. September 2015, S. 11
  13. Klimisch HJ, Andreae M, Tillmann U. A Systematic Approach for Evaluating the Quality of Experimental Toxicological and Ecotoxicological Data. In: Regulatory Toxicology and Pharmacology. Band 25, Nummer 1, 1997, S. 1–5
  14. European Food Safety Authority. Final Addendum to the Renewal Assessment Report. 2015, S. 1048
  15. Greiser E. Gutachten zu epidemiologischen Studien zum möglichen Zusammenhang zwischen der Exposition mit Glyphosat Non-Hodgkin-Lymphomen bzw. Störungen der menschlichen im Zusammenhang mit Bewertungen des Bundesinstituts für Risiko­bewertung der Bundesrepublik Deutschland und der European Food Safety Authority, Im Auftrag von GLOBAL 2000. Wien und Bremen, 17. April 2016, S. 7
  16. Hardell L, Eriksson M. A case-control study of Non-Hodgkin Lymphoma and Exposure to Pesticides. Cancer 1999; 85: 1353–1360
  17. Greiser E. Stellungnahme des Einzelsachverständigen Prof. Dr. Eberhard Greiser zur öffentlichen Anhörung „Glyphosat“, 28. September 2015, S. 15
  18. ebd. S. 26–27: 
  19. Deutscher Bundestag: Öffentliche Anhörung des Agrarausschusses zum Thema „Glyphosat“ am 28. September 2015
  20. ARD: Plusminus 2016
    ZDF: Frontal 21 vom 29.9.2015 „Krebsgefahr durch Glyphosat?“
  21. Der Zulassungsantrag, den Monsanto Europe S.A. im Auftrag der Glyphosate Task Force im Mai 2012 in Deutschland stellte, umfasste neben den Originalsstudien, die unter Verschluss sind, eine Vielzahl öffentlicher PDF-Dokumente. Zur Frage der Toxikologie von Glyphosat finden sich Zusamenfassungen der Herstellerstudien und publizierten Studien im Document „M, Point 5: Toxicological and toxicokinetic studies“.
    Auffindbar über: http://registerofquestions.efsa.europa.eu/roqFrontend/ListOfQuestionsNoL...? Anklicken von „Pesticide Dossier“ und Eingabe des Stichworts „Glyphosat“ führt zu einem ZIP File
  22. GTF (2012): Glyphosate & the IPA-, K-, NH4-, and DMA-salts of glyphosate. Document M, Point 5: Toxicological and toxicokinetic studies, S. 862.
    Auffindbar über: http://registerofquestions.efsa.europa.eu/roqFrontend/ListOfQuestionsNoL...? 1Anklicken von „Pesticide Dossier“ und Eingabe des Stichworts „Glyphosat“ führt zu ­einem ZIP File
  23. Da das BfR in seinem Addendum auf die ursprüngliche Anwendung des Klimisch Score zur Bewertung (und Aussortierung) von epidemiologischen Studien gar nicht Bezug nimmt, vermeidet die Behörde es, sich von dieser absurden Praxis zu distanzieren. Eine Praxis, die im Bewertungs­bericht vom 31. März 2015 zu der Schlussfolgerung führte: „In epidemiological studies in humans, there was no evidence of carcinogencity that might be attributed to glyphosate.“
  24. European Food Safety Authority. Final Addendum to the Renewal Assessment Report. 2015, S. 4158
  25. ebd., S. 4158
  26. ebd., S. 4177
  27. Portier JC et al. Open letter: Review of the Carcinogenicity of Glyphosate by EFSA and BfR. 27. November 2015, S. 4
  28. Vor Inkrafttreten der Pestizidverordnung (EG) Nr. 1107/2009 prüfte jedes EU-Land eigenständig die Pflanzenschutzmittel, die es auf seinem Hochheitsgebiet zuließ oder nicht. Mit der Zonenzulassung ist es so, dass die Zulassung in einem Land aufgrund der „gegen­seitigen Anerkennung“ auto­matisch zu einer Zulassung in allen anderen EU-Staaten derselben Zone führt. Die Beweislast liegt im Falle der Nicht-Anerkennung bei dem jeweiligen Mitgliedsland. Dieses muss begründen, weshalb es eine Zulassung verweigert, die in den anderen Ländern der Zone geltend ist. Die 28 EU-Staaten wurden in drei Zonen für die Zulassung unterteilt.
  29. Mit „Cocktailwirkung“ ist die Kombinationswirkung verschiedender Schadstoffe in einer Mischung von Schadstoffen gemeint. Bislang basiert die Risikobewertung bei Pestiziden fast ausnahmslos auf der (leider realitätsfernen) Annahme, dass sich Schadwirkungen nicht additiv oder synergistisch verstärkten. Als Folge werden zulässige Höchstmengen für Pestizidrückstände in Lebensmitteln (gesetzliche Grenzwerte) nur für einzelne Pestizidwirkstoffe festgesetzt, unabhängig davon, wie viele andere Pestizide sonst noch im Lebensmittel vorhanden sind.
  30. Burtscher H. Guttenberger S: Die Sache mit der Maus – Belege für eine systematische Falschauslegung von Krebsstudien an Mäusen im Wiederzulassungsverfahren für Glyphosat. GLOBAL 2000, Umweltinstitut München e. V., 21. 4. 2016
  31. Unterweger Josef, Rechtsanwalt, im Auftrag von Global 2000, Umweltinstitut München und anderen: Nachtragsanzeige zur Sachverhaltsdarstellung vom 2. März 2016. Eingebracht bei der STA Berlin am 20. April 2016, S. 4
  32. ebd. S. 5
  33. GLOBAL 2000, Umweltinstitut München e. V. Presseaussendung, 21. April 2016
  34. BfR Hintergrundinformation Nr. 010/2016: Epidemiologische Studien zu Glyphosat: Keine neuen Erkenntnisse für die europäische Risikobewertung. 21. April 2016
  35. Portier CJ, Armstrong BK, Baguley BC, et al. Differences in the carcinogenic evaluation of glyphosate between the International Agency for Research on Cancer (IARC) and the European Food Safety Authority (EFSA). J Epidemiol Community Health 2016;70. S. 741-5
  36. BfR Hintergrundinformation Nr. 010/2016: S. 1
  37. ebd., S. 1
  38. Banse Philip. Radiosendung: Streit um die Zulassung von Glyphosat. Deutschlandfunk Kultur, Beitrag vom 28. 4. 2016
  39. Anders als bei den Herstellerstudien sind bei den wissenschaftlichen Publikationen auch die Rohdaten nicht unter Verschluss, sondern werden für gewöhnlich auf Nachfrage übermittelt. Dass eine solche Nachfrage ­seitens des BfR bei den Autoren der epidemiologischen Studien stattgefunden ­hätte, ist mir nicht zu Ohren gekommen. Grundsätzlich sind Publikationen in Wissenschaftsjournalen allerdings knapp gehalten und fassen nur die relevanten Informationen zusammen. Herstellerstudien hingegen ­füllen mit ihren Rohdaten (die allerdings nur für die Behörde einsehbar wären) ­ganze Aktenschränke. 
  40. Banse Philip. Radiosendung: Streit um die Zulassung von Glyphosat. Deutschlandfunk Kultur, Beitrag vom 28. 4. 2016
  41. Monsanto-Pressemitteilung: Monsanto Reinforces Decades of Data and Regulatory Review Clearly Document Safety of Glyphosate. Monsanto Disagrees with Junk Science, Bias of Non-Regulatory Body; Transparent and Thorough Reviews Critical to Responsible Assessment of Human Health. 23. März 2015
  42. Moldenhauer H, Gaude A: Note „Mangelhaft“: Das EU-Zulassungsverfahren für Glyphosat. Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) 2015, S. 7 ff.
  43. Deutscher Bundestag: Öffentliche Anhörung des Agrarausschusses zum Thema ,Glyphosat‘ am 28. September 2015
  44. BfR: Löst Glyphosat Krebs aus? Mitteilung 007/2015 des BfR vom 23. März 2015, S. 1
  45. BfR: Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung zur öffentlichen Anhörung Glyphosat, 28. September 2015, S. 3
  46. Greim H, Saltmiras D, Mostert V, et al. Evaluation of carcinogenic potential of the herbicide glyphosate, drawing on tumor incidence data from fourteen chronic/carcinogenicity rodent studies. Crit Rev Toxicol 2015;45: 185–208
  47. Burtscher H, Clausing P, Robinson C: Glyphosate and Cancer: Buying Science – How industry strategized (and regulators colluded) in an attempt to save the world's most widely used herbicide from a ban., 17. März. 2017
  48. Deutscher Bundestag: Öffentliche Anhörung des Agrarausschusses zum Thema ,Glyphosat‘. Wortprotokoll der 40. Sitzung. Protkoll Nr. 18/40, 28. September 2015, S. 17
  49. Wikipedia/Helmut_Greim 
  50. ARD, Monitor: Gekaufte Expertise: Wie ein industrienaher Gutachter seit Jahrzehnten die Politik beeinflusst, Monitor, 20. Oktober 2016 
  51. ebd.
  52. Deutscher Bundestag: Öffentliche Anhörung des Agrarausschusses zum Thema ,Glyphosat‘. Wortprotokoll der 40. Sitzung. Protkoll Nr. 18/40, 28. September 2015, S. 22
  53. ebd., S. 22
  54. JMPR 2004, GLYPHOSATE – First draft prepared by Rudolf Pfeil and Lars Niemann, Federal Institute for Risk Assessment, Berlin, Germany (2004), S. 1
  55. JMPR 2011, Glyphosate and AMPA, First draft prepared by Rudolf Pfeil and Vicki Dellarco (2012)
  56. Moldenhauer H, Gaude A: Note „Mangelhaft“: Das EU-Zulassungsverfahren für Glyphosat. Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) 2015, S. 22
  57. Brüggemann Christian: Interview mit Dr. Andreas Hensel (BfR): Glyphosat wohl unbedenklich! top agrar online 6. September 2015
  58. Moldenhauer H, Gaude A: Note „Mangelhaft“: Das EU-Zulassungs­verfahren für Glyphosat. Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) 2015, S. 7 ff. 
  59. Beim Verfasser des Berichtsentwurfs für das JMPR, dem sogenannten Monographer, darf es keine Interessenskonflikte in Bezug auf den zu bewertenden Stoff geben. Das sieht das „Guidance document for WHO monographers and reviewers“, S. 4
  60. Da Rudolf Pfeil sowohl für das FAO/WHO-JMPR zu Glyphosat von 2004 als auch für das FAO/WHO-JMPR zu Glyphosat und AMPA von 2011 den ersten Berichtsentwurf verfasst hat, sieht es nicht danach aus, als würde das FAO/WHO-JMPR sich an seine internen Regeln zum Ausschluss von Interessenkonflikten halten. Almut Gaude hat mehrfach schriftlich beim Koordinator des FAO/WHO-JMPR angefragt, ob in diesem konkreten Fall denn keine Verstoß gegen die eigenen Leitlinien vorläge. Die Frage wurde nicht beantwortet.
  61. BfR-Mitteilung: Löst Glyphosat Krebs aus? Mitteilung 007/2015 des BfR vom 23. März 2015, S. 2
  62. Wittig Frank. Glyphosat: Krebsgefahr oder nicht? ARD, [W] wie Wissen, ausgestrahlt am 23. April 2016. Diese erste Version der Sendung war ab dem 28. April 2016 nicht mehr unter ihrem ursprünglichen Link abrufbar. Später zeigte sich, dass das Abfragen über die Suchmaschine Google (Eingabe z. B.: „Die Sendung vom 23. April 2016“) zur ursprünglichen Version der Sendung führte 

 

4. Kaptiel Verstrickungen

  1. International Chemical Secretariat (ChemSec): Why are lobbyists pushing the EU to abandon the hazard approach and what would it mean if we did? News 2016 / November
  2. Substances of Very High Concern (SVHC), „besonders besorgniserregende Stoffe“, sind chemische Verbindungen (oder Teile einer Gruppe von chemischen Verbindungen), die unter der EU-Chemikalienverordnung REACH mit besonders gefährlichen Eigenschaften identifiziert worden sind. Die EU-Pestizidverordnung schließt solche besonders besorgniserregenden Stoffe von der Zulassung aus: Das sind Stoffe, die eine der folgenden Eigenschaften aufweisen: karzinogen (krebserregend), mutagen (erbgutschädigend), reproduktionstoxisch (fruchtbarkeits- oder fruchtschädigend), hormonschädigend (das Hormonsystem schädigend), neurotoxisch (das Nervensystem schädigend), „persistent, bioakkumulierbar und toxisch“ oder „sehr persistent und sehr bioakkumulierbar“. Siehe Wikipedia/SVHC
  3. Die mitunter starke Präsenz von Industrievertretern in den verschieden Arbeitsgruppen, Sub-Arbeitsgruppen oder wissenschaftlichen Gremien, in denen Letlinien für die Interpretation von EU-Verordnungen ausformuliert werden, wird von vielen Beobachtern als ein wachsende Problem in der EU wahrgenommmen. 
  4. ILSI Health and Environmental Sciences Institute: ILSI HESI RISK21 Roadmap
  5. Boobis A.R., et al.: Classification schemes for carcinogenicity based on hazard-identification have become outmoded and serve neither science nor society, Regulatory Toxicology and Pharmacology (2016), December 2016, Pages 158-166
  6. Moldenhauer H., Gaude A.: Note „Mangelhaft“: Das EU-Zulassungs­verfahren für Glyphosat. Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) 2015, S. 20-21
  7. Robinson Claire: Europe’s pesticide and food safety regulators. Who do they work for? Earth Open Source. April 2011. S. 4-18
  8. RISK21 Technical Committee Members
  9. Moldenhauer H., Gaude A.: Note „Mangelhaft“: Das EU-Zulassungs­verfahren für Glyphosat. Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) 2015, S. 21
  10. Antwort der Bundesregierung auf die kleine Anfrage der Abgeordneten Harald Ebner, Bärbel Höhn, Nicole Maisch, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen 
  11. Bündnis 90/Die Grünen: Keine Entwarnung – Glyphosat weiterhin „wahrscheinlich krebserregend“: 17. Mai 2016
  12. Hendricks Barbara: Statement von Dr. Barbara Hendricks zur Wieder­zulassung von Glyphosat vom 12. Mai 2016
  13. Boobis A.R., et al.: Classification schemes for carcinogenicity based on hazard-identification have become outmoded and serve neither science nor society, Regulatory Toxicology and Pharmacology (2016), December 2016, Pages 158-166
  14. Boobis A., Moretto A., Cohen S.: WHO’s IARC cancer hazard agency: Can it be reformed or should it be abolished? Genetic Literacy Project. April 18, 2017
  15. Boobis A., Moretto A., Cohen S.: WHO’s IARC under fire for ignoring exculpatory data on glyphosate: Should it be reformed or abolished? Genetic Literacy Project. June 16, 2017
  16. Corporate Europe Observatory (CEO): A Busy May For Professor Boobis. 16. Mai 2016
  17. Pressemitteilung: Well-known Scientists Ready to Stem the Onslaught of Pseudoscience in the EU. Brüssel, 11. Mai 2016
  18. Was Alan Boobis und seine Kollegen als „Pseudowissenschaft“ bezeichneten, ist der „Stand der Wissenschaft zu hormonschädigenden Chemikalien“, wie er von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gemeinsam mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) in ihrem umfassenden Report „State of the science of endocrine disrupting chemicals 2012“ und von der Endocrine Society, der weltweit größten Vereinigung von Endokrinologen, im Jahr 2015 zusammengefasst ­wurde. Doch Alan Boobis und seine Kollegen leugnen schlichtweg jene Eigenschaften, die vielen hormonschädigenden Chemikalien eigen sind: Niedrigdosiseffekt, nicht-lineare Dosiswirkungskurve, das Fehlen feststellbarer Schwellenwerte, Eigenschaften, die die Festlegung von sicheren Grenzwerten schwierig bis unmöglich und diese Chemikalien so problematisch machen.
  19. Liebrich Silvia: Weltgesundheitsorganisation rüffelt Glyphosat-Prüfer. Süddeutsche Zeitung. 20. September 2015
  20. Grossarth Jan: WHO hält Glyphosat für nicht krebserregend. Frankfurter Allgemeine Zeitung. 16. Mai 2016
  21. Greenpeace, European Unit: Industry ties raise questions about UN body assessing glyphosate cancer risk. 16. Mai 2016
  22. Neslen Arthur: UN/WHO panel in conflict of interest row over glyphosate cancer risk. The Guardian. 17. Mai 2016
  23. GLOBAL 2000, Pressemitteilung, 17. Mai 2016
  24. Awater-Esper Stefanie: Glyphosat: Vermittlung der Kanzlerin bisher erfolg­los. top agrar online. 18. Mai 2016
  25. Bundesärztekammer: 119. Deutscher Ärztetag: Ärzte fordern Widerruf der Glyphosat-Zulassung. 27.05.2016
  26. Die Europäische Chemikalienagentur (European Chemicals Agency, EChA) ist seit ihrer Gründung im Jahr 2006 für die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Regulierung von Chemikalien in der EU zuständig. Die EChA führt eine gefahrenbasierte Bewertung einer Vielzahl von Stoffeigenschaften durch, darunter auch der Krebsgefahr: Wikipedia/Europäische Chemikalienagentur

 

5. Kaptiel Risse im System

  1. Warhurst Michael: Commission proposal on EDC criteria means human harm almost certainly needed before action. CHEM Trust, 15. Juni 2016
  2. Endocrine Society: European Commission’s Overreaching Decision Fails to Protect Public Health; Endocrine Society experts say narrow definition will prevent effective regulation of endocrine disruptors. 15. Juni 2016
  3. Massive Kritik am Andriukaitis-Vorschlag löste unter anderem aus, dass dieser eine Änderung des im Jahr 2009 von EU-Parlament und Rat gemeinsam beschlossenen Gesetzestext der EU-Pestizidverordnung 1107/2009 vorsah: Die bis dato mögliche Ausnahme für das Verbot einer Zulassung von hormonschädigenden Pestiziden, die „vernachlässigbare Exposition“ sollte laut Kommissionsvorschlag durch ein „vernachlässigbares Risiko“ ersetzt werden. Mit dieser „winzigen“ Änderung im Gesetzestext würde jedoch der gefahrenbasierte Ansatz ausgehebelt und durch einen riskobasierten Zugang ersetzt; so wie von der chemischen Industrie und ihren ­Lobbyisten gewünscht.
  4. BAuA (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin): Proposal for Harmonised Classification and Labelling. Based on Regulation (EC) No 1272/2008 (CLP Regulation), Annex VI, Part 2. Substance Name: N-(Phosphonomethyl)glycine; Glyphosate (ISO). Dortmund, Germany: ­European Chemicals Agency (EChA); 2016
  5. ebd S. 59
  6. Europäische Bürgerinitiative „Stop Glyphosat“
  7. Richtlinie 2009/128/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. Oktober 2009 über einen Aktionsrahmen der Gemeinschaft für die nachhaltige Verwendung von Pestiziden
  8. Corporate Europe Observatory (CEO): EFSA commits to disclosing glyphosate raw data to CEO and Green MEPs; 29. September 2016
  9. Europäische Union: Der Zugang zu Dokumenten des Europäischen Parlaments, des Rates und der Kommission
  10. Corporate Europe Observatory (CEO): Glyphosate: the pesticide industry keeps the data secrecy scandal going in the name of 'investment protection‘. 23. Juni 2016
  11. Burtscher-Schaden Helmut, Clausing Peter und Robinson Claire: Glyphosate and Cancer: How industry strategized (and regulators colluded) in an attempt to save the world’s most widely used herbicide from a ban. Publiziert von GLOBAL 2000 im März 2017
    Die Ausgabe mit einer deutschsprachigen Zusammenfassung trägt den ­Titel: Glyphosat und Krebs: Gekaufte Wissenschaft – Die Tricks von Monsanto und der Beitrag der Behörden, um Glyphosat vor einem Verbot zu retten
  12. Robinson Claire: Surprise! Monsanto-funded papers conclude glyphosate not carcinogenic or genotoxic. GM Watch, 3. Oktober 2016
  13. Boobis A.R., et al.: Classification schemes for carcinogenicity based on ­hazard-identification have become outmoded and serve neither science nor society, Regulatory Toxicology and Pharmacology (2016), December 2016, Pages 158–166
  14. GM Watch ist eine unabhängige Organisation, die auf ihrer Website und in den Sozialen Medien (Twitter und Facebook) aktuelle Nachrichten und Kommentare zum Thema genetisch veränderte Lebensmittel zur Verfügung stellt. GMWatch wurde 1998 von Jonathan Matthews gegründet. Seine Geschäftsführer sind Jonathan Matthews und Claire Robinson
  15. Diese Aussage im GLOBAL 2000-Report „Gekaufte Wissenschaft“ lautet im Original: „To sceptical members of the public and scientific community, this may at the very least appear to be misleading and at worst may appear to be fraud.“ Die Aussage bezieht sich auf das Anführen irrlevanter (nicht behandlungsbedingter) Tumorbefunde in der Monsanto-gesponserten Arbeit „Greim und Kollegen 2015“ bei gleichzeitigem Weglassen mehrerer im Addendum des BfR als statistisch signifikant ausgewiesener Tumorbefunde. S. 16 17
  16. ECHA-Presseaussendung: Glyphosate not classified as a carcinogen by ECHA. 15.März 2017
  17. Hakim Danny: Monsanto Weed Killer Roundup Faces New Doubts on ­Safety in Unsealed Documents. New York Times, 14. März 2017
  18. Das „Office of Research and Development“ (ORD) der U.S.-EPA kritisierte am 14. Dezember 2015 die Krebsbewertung von Glyphoat durch das Office of Pesticide Programs Organization (OPP) der U.S. EPA
  19. U.S. Right To Know: Monsanto Papers, Analysen und Medienberichte
  20. Right To Know: Interessante Einblicke in Monsantos Strategien, das wissen­schaftliche Fundament der (drohenden) IARC-Klassifizierung von Glyphosat als Karzinogen in Zweifel zu ziehen, geben u.a. folgende Gerichts­dokumente, die am 14. März 2017 veröffentlicht wurden:  
  21. U.S. Right To Know: E-Mail William Heydens (Monsanto) an Donna Farmer (Monsanto) vom 19. Februar 2015
  22. In der E-Mail genannte Autoren wie David Kirkland oder Helmut Greim, haben diesen Vorwurf gegenüber Journalisten dementiert. Auch Monsanto dementierte, als Ghostwriter für die Arbeit von Williams Kroes & Munroe aus dem Jahr 2000 aufgetreten zu sein
  23. Burtscher-Schaden Helmut, Clausing Peter und Robinson Claire: ­Glyphosate and Cancer: How industry strategized (and regulators colluded) in an attempt to save the world’s most widely used herbicide from a ban. Publiziert von GLOBAL 2000 im März 2017
  24. Die Ausgabe mit einer deutschsprachigen Zusammenfassung trägt den ­Titel: Glyphosat und Krebs: Gekaufte Wissenschaft – Die Tricks von Monsanto und der Beitrag der Behörden, um Glyphosat vor einem Verbot zu retten
  25. EUCheMS: Glyphosate-Harmless Tool or Sneaky Poison. Europäisches Parlament, Brüssel, 10. Mai 2017
  26. Socialists & Democrats (Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten im Europäischen Parlamen): S&Ds reiterate rejection of Commission proposal to re-authorise glyphosate. Ready to call for an inquiry committee if necessary! 17. Mai 2015
  27. Paun Carmen: Andriukaitis: EU glyphosate assessments will be redone if Monsanto falsified studies. Politico, 3. Mai 2017
  28. Bernhard Url vor dem Umweltausschuss des Europäischen Parlaments, am 4. Mai 2017; ca. ab 1h 38 min
  29. European Food Safety Authority. Final Addendum to the Renewal Assessment Report. 2015: B.6.4.8 Published data (released since 2000); S. 909 ff.
  30. Williams G.M., Kroes R., Munro I.C. (2000). Safety evaluation and risk assessment of the herbicide Roundup and its active ingredient, glyphosate, for humans. Regul Toxicol Pharmacol, 31, S. 117 65
  31. Die stetig wachsende Zahl von publizierten Studien, die DNA-­schädigende Effeke von Glyphosat bzw. Roundup berichteten, stellte Monsanto vor Schwierigkeiten: Einblick in die Strategien, die Monsanto anwendete, um die Regulierungsbehörden davon zu überzeuegen, dass Glyphosat nicht genotoxisch ist, eröffnen die Monsanto Papers: Aktivitäten von ­Monsanto rund um das ersten EU-Zulassungsverfahrens von Glyphosat Ende der 1990er Jahren finden sich hier; S. 182 ff.
    Monsantos Aktivitäten rund um das zweite EU-Verfahren ab 2012 finden sich hier
  32. Ein von Monsanto beauftragter, aber weder veröffentlichter noch an die Behörden übermittelter Report des britischen Experten für Geno­toxizität, Prof. James Parry, machte Monsanto bereits Ende der 1990er Jahre auf eine Vielzahl von Berichten in der publizierten Literatur aufmerksam, die auf DNA-schädigende Effekte von Glyphosat bzw. von Roundup hindeuten: U.S. Right To Know, new documents unsealed, S. 24–75
  33. Williams G.M., Kroes R., Munro I.C. (2000). Safety evaluation and risk assessment of the herbicide Roundup and its active ingredient, glyphosate, for humans. Regul Toxicol Pharmacol, 31, S. 131
  34. European Food Safety Authority. Final Addendum to the Renewal Assessment Report. 2015, S. 936: „Although some DNA damage responses were noted, these were judged likely to be secondary to toxicity rather than DNA reactivity“
  35. EUCheMS: Glyphosate-Harmless Tool or Sneaky Poison. Europäisches Parlament, Brüssel, 10. Mai 2017
  36. BfR Communication, 1st April 2015: Does glyphosate cause cancer? Pre­liminary assessment of the carcinogenic risk of glyphosate with regard to the recent IARC evaluation. S. 8 (nicht öffentliches Dokument)
  37. BAuA (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin). Proposal for Harmonised Classification and Labelling. Based on Regulation (EC) No 1272/2008 (CLP Regulation), Annex VI, Part 2. Substance Name: N (Phosphonomethyl)glycine; Glyphosate (ISO). Dortmund, Germany: European Chemicals Agency (EChA); 2016, S. 72
  38. Adams Mile: Heartbreaking letter from dying EPA scientist begs Monsanto „moles“ inside the agency to stop lying about dangers of RoundUp (glyphosate), Natural News, 15.03 2017
  39. Tarazona Jose (EFSA): Letter to Peter Clausing, Mitte Mai 2015
  40. Pigeon Martin, CEO: Antrag auf Zugang zu Dokumenten, 26. Mai 2017 
  41. CEO, Corporate Europe Observatory: Did EFSA lie to the press on its glyphosate assessment? 30. Juni 2017
  42. CEO, Corporate Europe Observatory: Glyphosate specialists: EFSA’s data disclosure better than nothing, but of little help 27. April 2017 
  43. GLOBAL 2000, Presseaussendung: Glyphosat-EU-Behörden übersahen 8 Krebsbefunde in Industrie-Studien, Totalversagen des intransparenten EU-Zulassungssystems verlangt Konsequenzen, 29. Mai 2017
  44. Portier Christopher J: Open Letter to Jean Claude Juncker: Review of the Carcinogenicity of Glyphosate by EChA, EFSA and BfR, 28. Mai 2017
  45. BfR-Mitteillung: Keine neuen Erkenntnisse bei der Risikobewertung von Glyphosat. Mitteilung Nr. 008/2017 des BfR vom 30. Mai 2017
  46. Corporate Europe Observatory (CEO): EU review of weedkiller glyphosate adds secrecy to controversy. 14. Jänner 2016 

 

Epilog Zukunft

  1. GLOBAL 2000, Presseinfoormation: Über eine Million EuropäerInnen unterschrieben gegen Glyphosat
  2. Wenn der Termin für die Befassung der EU-Kommission mit den Anliegen der Europäischen Bürgerinitiative Stop Glyphosat feststeht, wird er auf der Website von GLOBAL 2000 unter www.global2000.at/DieAkteGlyphosat bekannt gegeben werden.
  3. Albarazi Hannah, CBS San Francisco: California Classifies Glyphosate As Cancer-Causing, FDA Tests Crops For Residue, CBS SGBayArea, 7. Juli 2017
  4. CBS San Francisco: California To Require Cancer Warning Label On Roundup Weed Killer, 26. Juni 2017
  5. European Parliament
  6. Socialists & Democrats (Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten im Europäischen Parlamen): S&D Fraktion zu Glyphosat: Kommission muss vollständigen Schutz der öffentlichen Gesundheit und Transparenz gewährleisten, 13. Juni 2017
  7. ORF.at/Agenturen: EU will Glyphosat nur mit Rückhalt der Länder zulassen, 17. Juni 2017
  8. EURACTIV: Frankreich beharrt auf Glyphosat-Ausstieg, 19. Juni 2017
  9. dpa-Newskanal: Hendricks gegen Zulassung von Unkrautvernichter Glyphosat, 13 Juli 2017
  10. APA: Glyphosat: Rendi-Wagner gegen Wiederzulassung, Der Standard, 18. Juli 2017
  11. Rudi Anschober, Umweltlandesrat: Vor der Entscheidung der EU über den Einsatz des Risiko-Spritzmittels Glyphosat, 20. Juli 2017
  12. U.S. Right To Know: Memo from Monsanto‘s George Levinskas on kidney tumours, 16. Mai 2017
  13. Renewal Assessment Report, Volume 3, Annex B.6.1, Toxicology and metabolism, 18 December 2013: B.6.4.8.2 [Gennotoxicity] General review and analysis considerations: S. 396
  14. Kier LD, Kirkland DJ. Review of genotoxicity studies of glyphosate and glyphosate-based formulations. Crit Rev Toxicol. 2013 April; 43(4): ­283–315
  15. Eine umfassende Analyse der Übereinstimmungen zwischen der von Monsanto beauftragten Publikation von Kier & Kirkland 2013 und dem Bewertungsbericht des BfR in den Versionen vom 18. Dezember 2013 (Zwischen­bericht) und vom 31. März 2015 (ursprünglicher Endbericht) war vor Abschluss des vorliegenden Buches aus zeitlichen Gründen nicht mehr möglich. Ein erster Screening-Vergleich fand jedoch zahlreiche weitere Passagen im BfR-Bewertungsbericht, die sich weitgehend im selben Wortlaut in der Publikation von Kier & Kirkland finden, das ein Jahr früher finalisiert worden war. Doch damit nicht genug, finden sich manche dieser Pasagen zudem in dem noch früher finalisierten Zulassungsantrag (Dossier) der Glyphosate Task Force. Darunter auch mehrere Textpassagen, in denen positive Befunde für eine DNA-Schädigung durch Glyphosat herunter­gespielt oder als wenig aussagekräftig dargestellt werden, wie etwa die folgende Passage: A positive result for glyphosate was reported in the Drosophila wing spot assay which can indicate both gene mutation and mitotic recombination endpoints [..] The lack of a positive response in the balancer-heterozygous cross offspring, which are insensitive to mitotic recombination events, suggests that there is no evidence for effects on gene mutation endpoint [..]. [Hervorhebung hinzugefügt]. Diese Passage findet sich im selben Wortlaut im Zulassungsdossier der Glyphosate Task Force (eingereicht im Mai 2012), in der Publikation von Kier & Kirkland (online publiziert im März 2013) und im Bewertungs­bericht des BfR (Version vom 18. Dezember 2013 sowie vom 31. März 2015). Doch weder in den Bewertungsberichten des BfR noch in der Publikation von Kier & Kirkland fanden sich Hinweise, dass diese Textpassagen aus anderer Quelle stammen und von dort kopiert wurden.
  16. Diese Überlegungen zu einer Reform des Zulassungssystems wurden am 1. Dezember 2016 bei einem „Runden Tisch Pflanzenschutzmittelzulassung“, der von der AGES im Rahmen des DIALOG ZUKUNFT PFLANZENBAU veranstaltet wurde, zur Diskussion gestellt. Eine Kurzfassung fand Eingang ins Abschlussprotokoll der Veranstaltung: „Mehr Transparenz und Unabhängigkeit bei der PSM-Zulassung zur Stärkung des Vertrauens der KonsumentInnen in Pflanzenschutzmittel“