Glyphosat ist eines der meist umstrittenen Pestizide der heutigen Zeit. Seit über 25 Jahren ist das Unkrautvernichtungsmittel am europäischen Markt zugelassen. 2015 hat es die WHO als “wahrscheinlich beim Menschen krebserregend“ eingestuft. Wir haben für Sie die wichtigsten Aktivitäten rund um die Wiederzulassung von Glyphosat in Europa chronologisch geordnet und übersichtlich aufbereitet. Lesen Sie hier was bisher geschah:

 

03. Oktober 2017: Österreich beschließt NEIN zu Glyphosat

Nein zu GlyphosatDer EU-Unterausschuss des Parlaments beschließt, dass Österreich in der Frage der Neuzulassung des gesundheitsgefährdenden Pestizids Glyphosat auf EU-Ebene mit Nein stimmen wird. Möglich wurde dies aufgrund der Initiative der Grünen, die von SPÖ und FPÖ unterstützt wurde.

 

15. September 2017: EU-Bewertungsbehörde schreibt beim Glyphosat-Endbericht von Monsanto ab

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„Die Akte Glyphosat“ war praktisch fertig geschrieben, da machte der Autor Helmut Burtscher-Schaden eine brisante Entdeckung: Ganze Passagen im EU-Bewertungsbericht finden sich exakt im selben Wortlaut in Monsantos Zulassungsantrag wieder. Im Nachwort seines Buches versprach er dieser Sache nachzugehen. Lesen Sie hier, was er herausfand. Mehr Infos

 

10. Juli 2017: EU-Behörden kehrten Beweise für Krebsbefunde systematisch unter den Tisch

LaborratteUnser neuer Report beweist, dass Glyphosat nach den geltenden EU-Standards als ‚wahrscheinlich krebserregend‘ hätte eingestuft werden müssen. Damit wäre Glyphosat nicht mehr zulassungsfähig. Doch Belege für die krebserregende Wirkung wurden von den EU-Kontrollbehörden EFSA und ECHA missachtet, Richtlinien für die wissensch. Bewertung grob verletzt. Mehr Infos

 

3. Juli 2017: Europäische Bürgerinitiative ist voller Erfolg

 Glyphosat EBI Ziel erreichtNach nur wenigen Monaten können wir die Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat mit über 1,3 Millionen UnterstützerInnen erfolgreich bei der EU-Kommission einreichen. Vielen Dank an alle die mitgemacht haben. Mehr Infos

 

29. Mai 2017: EU-Behörden "übersahen" 8 Krebsbefunde

EU-Behörden übersahen Tumorgefunde in bislang geheimen Glyphosat-StudienBislang unveröffentlichte Glyphosat-Studien der Chemie-Industrie enthalten acht weitere Krebsbefunde, die verschwiegen wurden. Der Zugang zu den Daten wurde nur möglich, weil sich EU-ParlamentarierInnen gerichtlich beschränkte Einsicht in die als "Geschäftsgeheimnis unter Verschluss gehaltenen Studien erstritten. Mehr Infos

 

23. Mai 2017: Gekaufte Wissenschaft

Gekaufte Wissenschaft - Der Glyphosat ReportSeit 2011 gilt die EU-Pestizidverordnung, die eigentlich eine Wiederzulassung des gefährlichen Pestizids Glyphosat verhindern sollte. Monsanto und andere Glyphosat-Hersteller kämpfen aber mit allen Mitteln darum, ihr Herbizid vor dem drohenden Verbot zu retten. Wir haben uns die Tricks genauer angesehen und sie in einem brisanten Report entlarvt. Lesen Sie hier den Report

 

15. Mai 2017: Doch nicht krebserregend?

EU Flagge Ist Glyphosat krebserregend oder nicht? Eine Antwort auf diese Frage sollte die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) für die EU-Kommission liefern. Jetzt vermeldete die Agentur: Glyphosat sei nicht krebserregend. Mehr Infos

 

2. Februar 2017: Europäische BürgerInneninitiative gegen Glyphosat

Europäische BürgerInneninitiative gegen GlyphosatEnde 2017 steht in der EU die Entscheidung an ob Glyphosat für weitere zehn bis 15 Jahre zugelassen wird. Gemeinsam mit einigen anderen europäischen Organisationen starten wir eine Europäische BürgerInneninitiative gegen Glyphosat. So können wir ein starkes Zeichen gegen das meistgespritzte Pestizid der Welt setzen! Glyphosat-EBI unterstützen

 

29. Juni 2016: Zulassungsverlängerung

Traktor der Pestizide am Feld ausbringtAnstelle der ursprünglich angestrebten 15 Jahre, entscheidet sich die EU-Kommission für eine vorläufige Verlängerung der Zulassung um 18 Monate. Während dieser Zeit soll die Chemikalienagentur ECHA das krebserregende Potential von Glyphosat erneut überprüfen. Stuft diese Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend ein, muss es von europäischen Markt genommen werden. Mehr Infos

 

24. Juni 2016: Wieder keine qualifizierte Mehrheit

Hand zur Abstimmung gehobenAuch bei den vierten und letzten Abstimmung im Berufungsausschuss, kommt keine qualifizierte Mehrheit für oder gegen Glyphosat zustande. Wir fordern die EU-Kommission auf der Zulassung ein Ende zu setzen. Die finale Entscheidung liegt nun bei eben dieser. Mehr Infos

 

23. Juni 2016: 62.000 Österreicher und Österreicherinnen gegen Glyphosat

Bis zur letzten Abstimmung der Mitgliedsstanten haben über 62.000 BürgerInnen in Österreich an unserer E-Mail-Protest-Aktion teilgenommen und Landwirtschaftsminister Rupprechter dazu aufgefordert, sich klar gegen Glyphosat auszusprechen.

 

16. Juni 2016: Absprachen zwischen Industrie und EU-Kommission aufgedeckt

Hände schüttelnRund eine Woche vor der dritten Abstimmung über Glyphosat gerät EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis in Erklärungsnot. Im April hatte er die Industrie öffentlich dazu aufgefordert, bisher geheime Krebsstudien zu Glyphosat zu veröffentlichen. Wie wir nun aufdecken, war der Vorstoß vorab mit der Industrie abgesprochen – das ist eine gezielte Täuschung der Öffentlichkeit. Mehr Infos

Obwohl die EU-Kommission bei jeder weiteren Abstimmungsrunde über die Zulassung von Glyphosat die Anwendungsbedingungen immer weiter einschränkt, kommt keine Mehrheit zustande. Ende Juni soll eine Abstimmung im Berufungsausschuss ein endgültiges Ergebnis hervorbringen.

 

8. März 2016: Erste Abstimmung

in die Luft gestreckte Hände

Bei der ersten Abstimmung zur Wiederzulassung von Glyphosat für weitere 15 Jahre kommt keine Mehrheit zustande, ein wichtiger erster Erfolg. Mehr Infos

Sieben EU-Staaten, darunter auch Österreich, enthielten sich ihrer Stimme. Von Österreich hatten wir uns ein klares Nein gewünscht. Aber Minister Rupprechter beruft sich auf seine AGES und die wiederum ist ganz auf BfR- und EFSA-Linie: Glyphosat sei „wahrscheinlich nicht krebserregend“. Mehr Infos

Die EU-Kommission beschließt daraufhin nochmals eine Abstimmung durchzuführen. Jedoch führt auch die zweite Runde Mitte Mai zu keinem eindeutigen Ergebnis. 

 

21. April 2016: Gutachten beweist Falschauslegung von Studien

LupeEin von uns beauftragtes Gutachten von Prof. Greiser, kommt zu dem Schluss, dass das BfR nahezu alle epidemiologischen Studien über die krebserzeugende Wirkung von Glyphosat unbegründet als “nicht zuverlässig“ verworfen hat. Die Pestizid-Hersteller haben diesen Studien bereits im Zulassungsantrag fälschlich methodische Fehler unterstellt. Das BfR hat diese Falschdarstellungen kritiklos übernommen und an die EFSA berichtet. Mehr Infos

Deshalb schicken wir auch einen offenen Brief an alle EU-MinisterInnen. Mehr Infos

 

11. März 2016: Deutscher Epidemiologe bezichtigt BfR der Fälschung

Arzt mit Klemmbrett

Die österreichischen „ÄrztInnen für eine gesunde Umwelt“ bezeichnen die Bewertung der Krebsgefahr durch das deutsche BfR als eine 'grob fehlerhafte und wissenschaftlich unredliche Beurteilung der Fakten'. Der deutsche Epidemiologe Prof. Eberhard Greiser nennt die Vorgehensweise der Behörde sogar eine systematische Fälschung von Studieninhalten. Mehr Infos

 

6. März 2016: Geleaktes Dokument offenbart: AGES will Glyphosat Zulassung verlängern

gestapelte Dokumente

Eine uns zugespielte Stellungnahme zeigt, dass die AGES in Brüssel grundsätzlich für eine Verlängerung der Glyphosat-Zulassung in der Landwirtschaft eintritt. Mehr Infos

 

4. März 2016: Offener Brief an Landwirtschaftsminister Rupprechter

BriefDas letzte Wort bei der Zulassung haben die EU-Mitgliedsstaaten. Deshalb appellieren wir in einem offenen Brief an Landwirtschaftsminister Rupprechter, sich gegen eine Wiederzulassung von Glyphosat in Europa einzusetzen. Wir rufen unsere UnterstützerInnen dazu auf, diesen Brief an unseren Minister zu senden. Mehr Infos

 

2. März 2016: Wir zeigen Monanto, BfR und EFSA an

Ein Richterhammer und zwei Gesetzesbücher

Da Industrie-Studien die Krebseffekte von Glyphosat verschleiern und BfR und EFSA irreführende Bewertungen liefern, erstatten wir Strafanzeige bei den Staatsanwaltschaften Wien und Berlin. Sieben weitere Organisationen schließen sich unserer Anzeige an. 
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März 2015: "Wahrscheinlich beim Menschen krebserregend"

ZellenDie Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft das Pestizid Glyphosat als wahrscheinlich beim Menschen krebserregend ein. Wir starten daraufhin einen Einkaufstest und zeigen auf, dass KonsumentInnen nicht über die krebserregende Wirkung des Pestizids informiert werden. Daraufhin fordern wir vom Handel den Verkauf von Glyphosat zu stoppen. Mehr Infos

Bauhaus und Baumax und Obi haben sich in Folge dazu entschlossen, das umstrittene Pestizid aus den Regalen zu nehmen. Die Eu-Kommission sollte diesem Beispiel folgen, tut es aber nicht.