Klima

Vom natürlichen Treibhauseffekt zum Klimawandel

Treibhausgase wie Kohlendioxid (CO2) und Methan (CH4) kommen in der Atmosphäre auch natürlich vor und bewirken den sogenannten Treibhauseffekt: Die Temperatur der Erde ergibt sich einerseits durch die kurzwellige Strahlung der Sonne, die fast ungehindert durch die Lufthülle/Atmosphäre der Erde dringt. Andererseits strahlt die Erde langwellige Infrarotstrahlung ab. Treibhausgase greifen in die Strahlungsbilanz ein, indem sie zwar die ankommende Sonnenstrahlung passieren lassen, jedoch nicht die von der Erdoberfläche abgestrahlte langwellige Wärmestrahlung. Es kommt zu einer Art „Wärmestau“. Das sorgt für eine höhere Durchschnittstemperatur auf unserem Planeten. Ohne diesen natürlichen Treibhauseffekt wäre die Erde für die meisten Lebewesen unbewohnbar und um 33 Grad kälter.

Fossile Brennstoffe verändern natürlichen Kreislauf

Seit Beginn der Industrialisierung ist jedoch die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre drastisch gestiegen. Untersuchungen an Eisbohrkernen zeigen, dass sie seit zumindest 800.000 Jahren noch nie so hoch war wie heute. Seit Beginn der Industrialisierung hat sich der Anteil an CO2 um 40 % erhöht. Etwa ein Drittel des ausgestoßenen CO2 wurde von den Meeren absorbiert. Das trägt dazu bei, dass sich der PH-Wert des Meerwassers verändert und das Meer versauert.1 Vor allem durch die Verbrennung fossiler Energieträger wie Öl, Kohle und Erdgas setzt der Mensch CO2 frei und verändert damit den natürlichen Kreislauf. Dadurch wird der Treibhauseffekt verstärkt – das Klima heizt sich auf. Praktisch weltweit ist ein Anstieg der Temperatur zu bemerken. 

Hier geht es zur NASA-“Zeitmaschine“, eine interaktive Grafik zu Temperaturänderungen seit 1884

Globaler Temperaturanstieg seit 1850.
Globaler Temperaturanstieg seit 1850. Quelle: IPCC 2013: WGI The Physical Science Base, S. 27 

 

Weitere Faktoren zum Klimawandel

Neben der Treibhausgaskonzentration tragen auch andere Faktoren zum Klimawandel bei, etwa die Strahlungsintensität der Sonne. Das Klima unterliegt also immer natürlichen Schwankungen. Jedoch ist die derzeitige Erwärmung nicht ohne die vom Menschen verursachten CO2-Emissionen zu erklären, wobei dieser Effekt die anderen Einflüsse bei weitem überragt und sich weiter verstärkt. Die Beweislast ist seit dem letzten Bericht sogar weiter gestiegen. Die Klimaforschung ist sich einig: Der Mensch ist die Ursache für den Klimawandel. Besonders beunruhigend: Der vom Mensch gemachte Klimawandel ist so massiv und passiert so schnell, dass eine Anpassung sehr schmerzvoll, wenn nicht unmöglich wird. Nicht nur für die Tierwelt – auch für uns Menschen.

Tolle dynamische Grafiken zum Thema Klimawandel finden Sie hier: Bloomberg