Der Klimawandel stellt für uns alle eine gewaltige Bedrohung dar. In sensiblen Ökosystemen sind die Auswirkungen bereits jetzt zu spüren und die schmelzenden Gletscher sollten uns als Warnung dienen. Handeln wir nicht, droht eine schwere Klimakrise und das Risiko, dass tragende Säulen des Klimasystems völlig zusammenbrechen. Zunehmende Extremwetterereignisse, Dürren, Überschwemmungen und Millionen Menschen auf der Flucht sind dann die Folgen. Auch Österreich wäre hart getroffen: Auf bis zu 8,8 Mrd. Euro pro Jahr werden die Schäden geschätzt, wenn wir das Ruder nicht herumreißen. Zunehmende Dürren, Hitzewellen und der Verlust der Schneesicherheit im Wintertourismus sind die Folgen, wenn wir weiter machen wie bisher. Soweit dürfen wir es nicht kommen lassen. Wir sind die letzte Generation, die das Problem noch einigermaßen in den Griff bekommen kann. Handeln wir jetzt! Mehr Infos dazu unter: Klimawandel - was ist das?

Die Lösung: Internationaler Klimaschutz und Energiewende

Die Umsetzung des Klimaschutzabkommens von Paris ist die letzte Chance, die Folgen des Klimawandels noch einigermaßen einzudämmen. Die Umsetzung kann aber nur gelingen, wenn alle ihren fairen Beitrag auch tatsächlich leisten. Für Österreich heißt das, dass wir den Ausstieg aus fossiler Energie beschließen müssen und den Umstieg auf 100 % erneuerbare Energie konsequent umsetzen. Wie das gelingen kann, haben wir für Österreich und die EU ausgearbeitet:

  • Der Einsatz für ambitionierte Klimapolitik auf EU- und internationaler Ebene. Bis 2030 soll sich die EU das Ziel setzen, ihre Treibhausgasemissionen um mindestens 60 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren.
  • Ein wirksames Klimaschutzgesetz für Österreich, das den Umbau auf 100 % erneuerbare Energie bis spätestens 2050 als klares Ziel setzt.
  • Der Umstieg auf erneuerbare Energien durch langfristig stabile Förderbedingungen im Ökostromgesetz.
  • Keine neuen fossilen Heizanlagen mehr.
  • Ein intelligenter Umgang mit Energie durch Anhebung der thermischen Sanierungsrate und eine Zweckbindung der Wohnbauförderung sowie einer Ausweitung des Bundessanierungsschecks.
  • Der Ausstieg aus der Kohleverstromung spätestens bis 2020.
  • Ein Investitionspaket in sanfte Formen der Mobilität soll geschaffen werden.
  • Eine soziale und ökologisch nachhaltige Ausrichtung der Budgetpolitik. Mehr dazu im „Zukunftsbudget 2014“.

Das können Sie tun

Um dem Klimawandel entgegen zu wirken, kann jeder/jede Einzelne von uns etwas tun. Warten Sie nicht länger – werden Sie aktiv!

Verkehr:

  • Steigen Sie auf öffentliche Verkehrsmittel um oder benutzen Sie öfter ein Fahrrad
  • Auch das Bilden von Fahrgemeinschaften hilft dem Klima
  • Vermeiden Sie es zu fliegen, fliegen ist die klimaschädlichste Form sich fortzubewegen. Gerade kurze und mittlere Distanzen lassen sich bequem mit dem Zug erreichen, längere Wege können oft auch mit dem Nachtzug erreicht werden.

Energie / Strom:

  • Wechseln Sie zu einem zertifizierten Ökostromanbieter
  • Drehen Sie die Heizung in Ihrem Heim um ein bis zwei Grad hinunter
  • Achten Sie bei Neuanschaffungen darauf, dass die Geräte keine Energiefresser sind
  • Schalten Sie Geräte, die Sie gerade nicht benutzen, ab. (Achtung: im Stand-by Modus verbrauchen sie auch Strom)
  • Waschen Sie mit niedriger Temperatur und voller Maschine und trocknen Sie die Wäsche an der Luft, anstatt einen Trockner zu verwenden

Ernährung: 

  • Reduzieren Sie Ihren Fleischkonsum 
  • Versuchen Sie biologische Lebensmittel aus Ihrer Region zu kaufen (am besten auch saisonal)