Es waren bewegende Momente, die sich am 12. Dezember 2015 in Paris abspielten. Ein neues globales, Klimaschutzabkommen wurde aus der Taufe gehoben. Erstmals sprachen sich 195 Staaten der Erde für Klimaschutz aus und wollen gemeinsam die globale Erwärmung soweit wie möglich unter zwei Grad halten. Was damals genau beschlossen wurde können Sie hier nachlesen: COP21 Ergebnisse

Zwei Jahre später steht das Klimaschutzabkommen von Paris vor seiner ersten großen Bewährungsprobe. Die Umsetzung tritt jetzt in die nächste und entscheidende Phase, der angekündigte Austritt von Donald Trump fordert die Entschlossenheit vom Rest der Welt heraus. Es reicht nicht, formal zum Abkommen und den eigenen Zusagen zu stehen, es geht jetzt um Nachbesserungen. Denn diese regelmäßigen Nachbesserungen der nationalen Klimaschutzpläne sind der eigentliche Kern des Pariser Abkommens. Dass Verbesserungen dringend notwendig sind, zeigen internationale Berichte klar und deutlich. Mit den derzeitigen Plänen wird das Ziel, die globale Erwärmung auf 1,5 °C einzudämmen, verfehlt, selbst die 2 °C-Grenze kann so nicht eingehalten werden. Wir steuern auf 3 °C Erwärmung zu, mit allen katastrophalen Konsequenzen, die das bedeuten würde. Es braucht eine Erneuerung der „Ambition Coalition“, die sich in Paris für starke Ziele eingesetzt hat. Die EU soll diese „Ambition Coalition“ anführen, muss dabei aber auch bei den Umsetzungsschritten zum 2030-Paket glaubwürdige Voraussetzungen schaffen und zuallererst Widersprüche in der eigenen EU-Klima- und Energiepolitik aufarbeiten. Österreich sollte sich konstruktiv daran beteiligen und seine Rolle als EU-Vorsitzland in der zweiten Hälfte 2018 dazu nutzen, auf einen echten Erfolg bei der nächsten Klimakonferenz in Polen hinzuarbeiten. Davor sollte auch die eigene Klima- und Energiepolitik neu aufgestellt werden.

Unser Klimaexperte Johannes Wahlmüller hat dazu im Auftrag der österreichische Gesellschaft für Europapolitik einen PDF iconPolicy Brief zur Klimapolitik in der EU und Österreich verfasst.

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